Holmes & Ich – Unter Verrätern

Cavallaro, Brittany
Unter Verrätern
Engl. Titel: The last of August
München ; Dt. Taschenbuch-Verl., 2017
ISBN 978-3-423-76164-2
350 S. – 18,95 €

Holmes & ich Trilogie:
Bd. 1: Die Morde von Sherrringford
Bd. 2: Unter Verrätern

Inhalt:
Charlotte und Jamie sind bei den Holmes zu Gast. Doch plötzlich verschwindet Charlottes geliebter Onkel Leander…

Rezension:
Charlotte und Jamie, besonders Jamie, haben Band eins gerade so überstanden. Ein Moriarty trachtete ihnen nach dem Leben.
Jetzt sind sie zunächst bei Jamies Mutter zu Besuch und anschließend geht es weiter zu Charlottes Eltern. Hier kann man Charlottes Gemütszustand sehr gut erkennen und sieht auch, wie unwohl sie sich bei ihren Eltern fühlt. Der einzige Lichtblick ist ihr Onkel Leander, der aber plötzlich verschwindet.
Charlotte und Jamie ermitteln natürlich und geraten in ein undurchsichtiges Komplott in dem die Moriartys ihre Fäden ziehen.

Dieser zweite Teil der Trilogie macht so einigen Folgen der Sherlock-Serie alle Ehre. Man muss wahnsinnig gut aufpassen und jede mögliche Andeutung erkennen sowie seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, ansonsten ist ein einfach nur ein komplettes Durcheinander.
Mich hat der Teil leider echt enttäuscht, da er sehr oft einfach nur langweilig war. Erst das Ende ist richtig spannend und dramatisch.
Dazwischen ist eine Titelheldin voller psychischer Probleme, die ihrem Urahn in keinster Weise nachsteht.

Dennoch muss ich sagen, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Sie erschafft einen ausgeklügelten Fall und hat es schreibtechnisch gut gemeistert, nur ihre Figuren hinken diesmal hinterher.

Fazit:
3 Büchersterne

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Mangas Januar bis Juni 2017

Ishikawa, Emi: Scary Lessons Bd. 19
Wie immer gruselig gute Unterhaltung

Dragon Ball SD Bd. 1
Die Geschichte von Son Goku, Bulma & Co. komplett neu erzählt und in Farbe sowie alle in kleinen SD-Formaten.

Ernest & Rebecca Bd. 7: Rettet Herrn Rebaud!
Rebecca kann nicht akzeptieren, dass Herr Rebaud nicht mehr in ihrer Klassen unterrichten darf. Stattdessen ist da diese doofe neue Lehrerin. DFa muss sie was unternehmen! Super süß und lustig.

Takano, Ichigo: Orange Bd. 2
Naho versucht noch immer auf Anraten ihres zukünftigen Ichs dafür zu sorgen, dass Kakeru nicht stirbt. Nachdenklich.

Anoh, Ei: One Piece Party Bd. 1
Ich bin aus dem One-Piece-Alter definitiv raus….. War nicht meins.

Fairy Tail Blue Mistral Bd. 2
Wendy landet in einer Geistervilla und muss herausfinden, warum sie keine Magie anwenden kann.

Somato: Kuro Bd. 2+3
Kuro wird immer gefährlicher und saugt sogar von Coco Lebensenergie ab. Mit Band drei endet die Geschichte, aber vorher wird noch alles aufgelöst.

Matsuura, Daruma: Kasane Bd. 1
Kasane ist sehr hässlich und leidet darunter. Als sie den Lippenstift ihrer Mutter  schafft sie es eine Schönheit zu werden, doch dadurch erkennt sie auch, wie ihre Mutter eine erfolgreiche Schauspielerin geworden ist. Meiner Meinung nach hat der/die Mangaka es sehr übertrieben mit der Hässlichkeit der Hauptperson.

Inoue, Junya: La vie en doll Bd. 1
Kasumi erhält einen Ring und einen Spiegel von ihrem verschollenen Vater. Schaut sie in den Spiegel verändert sich ihre Persönlichkeit. Hat was von Madoka Magica.

Sherlock; 1: Ein Fall von Pink
Die erste Folge der BBC-Serie als Graphic Novel. Von den Zeichnungen her ist Sherlock recht gut getroffen, lediglich Watson sieht etwas jungenhaft aus.

Mashima, Hiro : Fairy Tail Bd. 47
Grandios, wie immer.

Yu: Home sweet home Bd. 3
Wir erhalten wieder mehr Infos über den Feind und trotzdem bleibt es mysteriös.

Hiramoto, Akira: Prison School Bd. 1-3
Totaler Mist. Die ganze Geschichte basiert auf der Unterdrückung und Erniedrigung einer Minderheit. In diesem Falle fünf männlichen Jugendlichen, die an eine Mädchenschule geschickt werden. Nachdem sie gespannt haben, werden sie hart bestraft.

Kusanagi, Mizuho: Yona – Prinzessin der Morgendämmerung Bd. 1+2
Yona muss mit ansehen wie ihr geliebter Cousin ihren Vater tötet. Zusammen mit Hak kann sie fliehen. Hat Potenzial.

Hino, Matsuri: Shuriken & Faltenrock Bd. 1
Mikage ist eine Ninja und lebt sehr gerne bei ihrem Herrn. Doch als dieser stirbt, bricht eine Welt für sie zusammen. Gewöhnungsbedürftig.

Jackaby

Ritter, William
Jackaby
Englk. Titel: Jackaby
München ; cbt, 2016
ISBN 978-3-570-31088-5
319 S. – 9,99 €

Jackaby-Reihe (4 Bd.):
Bd. 1: Jackaby
Bd. 2: Beastley bones
Bd. 3: Ghostly echoes
Bd. 4: ?

Inhalt:
Abigail verschlägt es nach New Fiddleham. Auf der Suche nach einer Arbeit trifft sie den Detektiv Jackaby, der übernatürliche Dinge sehen kann. Schnell verstricken sich beide in einen Mordfall, bei dem sich Jackaby sicher ist, dass ein Übernatürlicher dahintersteckt…

Rezension:
Die Serie um Jackaby beginnt im Jahr 1892 in New England im Städtchen New Fiddleham. Abigail Rook ist von zuhause abgehauen, weil ihre Eltern sie lieber verheiratet sehen wollten, als das sie weiter studiert. So hat sie das Studiengeld genommen und hat sich vom Acker gemacht.
Der Zufall will es natürlich, dass Jackaby (mal wieder) einen Assistenten sucht und Abigail ihn auf ihre Art überzeugen kann.
Er mag es, dass sie auf Kleinigkeiten achtet, die andere leicht übersehen.

Natürlich erkennt man den Sherlock-Holmes-Zusammenhang. Aber es macht mir nichts aus, da ich Jackaby und Abigail auf ihre Weise charmant finde und es angenehm war ihnen beim Ermitteln zu folgen.
Bei den Nebencharakteren gefiel mir Charlie Cane, der neu bei der Polizei ist und den beiden oftmals Dinge aus den Ermittlungen verraten hat.
Leider hatte ich durch Abigails Detailgenauigkeit schnell raus wer der Mörder ist, aber der Weg der beiden zur Lösung war dennoch interessant und spannend.

Potenzial für die folgenden Bände ist durchaus vorhanden und das auch durch weitere interessante Charaktere, wie z.B. den Geist Jenny oder die Ente Douglas. Insbesondere in Jackabys Haus tritt die Komik ans Licht, wenn er mal wieder experimentiert.

Fazit:
Sherlock-Holmes-Ähnlichkeit hin oder her. Jackaby ist auf seine Art charmant und das erste Buch der Reihe weiß durchaus zu überzeugen.
4 Büchersterne

Holmes & ich

Cavallaro, Brittany
Die Morde von Sherringford
Engl. Titel: A study in charlotte
München; Dt. Taschenbuch-Verl., 2016
ISBN 978-3-423-76136-9
368 S. – 16,95 €

Holmes & ich Trilogie:
Bd. 1: Die Morde von Sherrringford

Inhalt:
James „Jamie“ Watson ist neu in Sherringford und alles zieht in zu Charlotte Holmes hin. Doch plötzlich sind beide Hauptverdächtige eines Mordes und ein noch Unbekannter setzt alles daran den beiden zu schaden…

Rezension:
Sherlock Holmes ist beliebter seit eh und je. Die Autorin ist auf den Zug aufgesprungen und hat sich vorgestellt, dass nun die Nachfahren des berühmten Sherlock Holmes und des ebenso bekannten Dr. Watson aufeinandertreffen. Hier wird aber auch deutlich, dass die Watsons und die Holmes irgendwie immer zueinander finden, als ob es ohne den anderen nicht geht.

Jamie, der es gar nicht mag, so genannt zu werden, hat ein sehr aufbrausendes Naturell und lässt schnell die Fäuste sprechen. Aber er hat ein besonderes Interesse für die Literatur und wie der „Ur-Watson“ schreibt auch er gerne. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir die Geschichte aus seiner Perspektive erleben.

Charlotte Holmes wurde bereits, wie alle Kinder der Holmes-Dynastie, in unendlich vielen Dingen trainiert, so dass sie ihrem Urahn möglichst in nichts nachsteht. Leider ist auch sie drogenabhängig, was ihr mitunter doch schreckliche Erfahrungen beschert.

Zu dem Fall, der beide versuchen aufzuklären, möchte ich nichts sagen, um zu vermeiden, dass ich etwas ausplaudere.

Ich bin jetzt nicht so vertieft in die Sherlock-Holmes-Materie, habe z.B. nicht die Original-Texte gelesen. Stattdessen habe ich mir gern die Sherlock-Serie angesehen und wenn ich Verbindungen ziehe, dann ist es der Autorin wirklich gelungen, die charmante Art von Watson & Holmes auf die beiden Teenager zu übertragen. Einfach toll, wie sie das alles verknüpft hat.

Fazit:
Die Nachfahren von Holmes & Watson ermitteln in ihrem ersten Fall und sind genauso sympathisch wie ihre Urahnen. Gelungener Lesestoff.
4 Büchersterne