Heart of Ivy

Engel, Amy
Geliebter Feind
Engl. Titel: Book of Ivy
München; cbt, 2016
ISBN 978-3-570-31069-4
347 S. – 9,99 €

Heart of Ivy Dilogie:
Bd. 1: Geliebter Feind
Bd. 2: The revolution of Ivy

Inhalt:
Nach einem verheerenden Krieg müssen die Mädchen der Verliererseite die Jungs der Siegerseite heiraten. Jedes Jahr gibt es ein Ritual. Ivy, die vom Anführer der Verliererseite abstammt, soll den Sohn der führenden Siegerfamilie heiraten. Aber ihr geheimer Auftrag ist es, ihn zu töten…

Rezension:
In dieser zweibändigen Dystopie befinden wir uns in einer Zukunft, in der die Menschen mal wieder ihre Welt nahezu zu Grunde gerichtet hatten. Atom- und Elektromagnetische Waffen hatten eine vernichtende Zerstörung angerichtet.
Ivys Großvater strebte eine Veränderung an und wollte sein Volk einen, doch die Familie der Lattimers verhinderte dies. So bleibt die Stadt hinter einem dichten Zaun gespalten. Den Menschen wird zwar eine sichere Welt mit Chancengleichheit vorgegaukelt, aber es ist eindeutig, dass es große Unterschiede gibt. Damit die Stadt eine Zukunft haben kann, aufgrund der kurzen Lebenserwartung der Menschen, werden zweimal im Jahr die Kinder der Verliererseite und der Gewinnerseite miteinander verheiratet. Wobei die Siegerseite sich ihren Partner schon aussuchen darf. Die Verlierer willigen im Grunde immer ein, denn sonst haben sie eh keine rosige Zukunft. Die Haupterwartung an die jungen Eheleute ist, dass sie die Zukunft sichern, indem sie schnell Kinder kriegen.

Eigentlich sollte Ivys ältere Schwester den Sohn des Präsidenten heiraten, aber dieser wollte nicht. Callie ist schwer gekränkt und geht komplett in ihrem Vaters Plan zur Vernichtung der Präsidentenfamilie und der Übernahme der Regierung auf. Ivy hingegen heiratet Bishop Lattimer mit dem Auftrag ihn zu töten.
Allerdings fällt es ihr schwer, ihren Mann zu hassen, denn Bishop ist das komplette Gegenteil von dem, was sie erwartet hat. Er ist nett, fürsorglich und verständnisvoll.

Im weiteren Verlauf der Geschichte muss Ivy für sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und wem sie trauen kann. Sie lernt die Schattenseite der „Hochzeitstradition“ kennen, eine Art Machtgefälle und fühlt sich mehr und mehr zu Bishop hingezogen.

Fazit:
Amy Engel hat einen tollen Auftakt für ihren Zweiteiler geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
4 1/2 Büchersterne

Selection – Die Krone

Cass, Kiera
Die Krone
Engl. Titel: The crown
Frankfurt am Main; FJB, 2016
351 S. – 16,99 €

Selection-Reihe:
Bd. 1: Selection
Bd. 2: Die Elite
Bd. 3: Der Erwählte
Bd. 4: Die Kronprinzessin
Bd. 5: Die Krone

Zusatzbände: Selection Stories 1 – Liebe oder Pflicht
Selection Stories 2 – Herz oder Krone


Inhalt:
Nach der schrecklichen Nachricht muss sich Eadlyn schnellstens für einen Bewerber entscheiden und nebenbei die Geschicke ihres Landes lenken, obwohl sie beim Volk alles andere als beliebt ist.

Rezension:
Der Abschlussband der Selection-Reihe legt seinen Fokus verstärkt auf die politische Lage von Illeá. Nachdem America aufgrund eines Herzinfarkts ins Krankenhaus kam und Maxon stets an ihrer Seite wacht, muss Eadlyn die Geschäfte übernehmen. Natrürlich ist sie seit frühester Zeit darauf vorbereitet wurden, aber dennoch ist es alles andere als leicht.
Zudem läuft immer noch das Casting und sie muss dieses nun arg beschleunigen und einen geeigneten Kandidaten finden, auch wenn sie diesen nicht lieben sollte.
Kiera Cass schafft es wieder mit ihrer leichten, zauberhaften Art uns in eine andere Welt zu entführen und vor allem die Emotionen aller Charaktere nahe zu bringen.

Ich muss zugeben, dass mir Eadlyn hier endlich sympathischer wurde. Sie entwickelt sich weg von dieser zickigen Prinzessin.
Und was ihr Happy-End angeht. 🙂 Ich hatte den richtigen Riecher. Gefällt mir wirklich sehr gut.

Fazit:
Ein wirklich toller Abschluss der Reihe!
5 Büchersterne. Monatshighlight Oktober

Young World – Die Clans von New York

Weitz, Chris
Die Clans von New York
Engl. Titel: The young world
München ; Dt. Taschenbuch-Verl., 2015
ISBN 978-3-423-76121-5
381 S. – 18,95 €

Young World Trilogie
Bd. 1: Die Clans von New York
Bd. 2: Nach dem Ende
Bd. 3: The revival (engl. Titel)

Inhalt:
Ein Virus sucht die Menschheit heim und tötet alle Erwachsenen innerhalb kurzer Zeit. Nun müssen die Jugendlichen in dieser Welt überleben…

Rezension:
Ein heimtückisches Virus ist dafür verantwortlich, dass die Erwachsenen innerhalb kürzester Zeit sterben. Dadurch kommt es natürlich zur kompletten Stillegung des öffentlichen Lebens und das Chaos bricht aus. Die Jugendlichen müssen nun allein zurechtkommen und schnell geraten menschliche Werte ins Abseits. Das pure Überleben zählt. Die Grundidee erinnerte mich irgendwie an die TV-Serie „The Tribe“, die in den spätern 90ern auf KiKa ausgestrahlt wurde, ich aber nie zu Ende gesehen habe.

Die Jugendlichen haben sich in Gruppen zusammengetan und ihr Gebiet gesichert. Jeder Tag ist geprägt von der Suche nach Lebensmitteln. Und nicht selten müssen sie sich gegen andere Gruppierungen zur Wehr setzen. Dies geschieht mit Waffen, die sie horten.
Jefferson und Donna gehören einer Gruppe an und als Washington, Jeffersons großer Bruder mit 18 am Virus stirbt, wird Jeff der neue Chef.

Chris Weitz geizt nicht mit den Beschreibungen der untergehenden Welt, sondern beschreibt wie es sein könnte. Die Jungs sehen ihre körperliche Überlegenheit und dominieren die Mädels. Es werden viele vulgäre Ausdrücke genutzt und die Sache in der NYPL hätte ich beinahe nicht ganz auf die Reihe gekriegt. Ürgh.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Donnas und Jeffs Sicht erzählt, wobei die Schriftart bei Donna deutlich kleiner ist, als bei Jeff. Hat er nicht so viel zu sagen oder ist er nicht so ein Sprachtalent wie Donna? Der Lesefluss in den Donna-Parts ist auch nicht so fließend, wie bei Jeff, da es sich wie ein Drehbuch liest. Sobald eine Person redet, sieht dies so aus:   “ Jeff:“ …….“   Peter:“…..“   und so weiter. Wenn man bedenkt, dass Chris Weitz von Beruf Drehbuchautor ist, kein Wunder.

Fazit:
Im Grunde eine spannende Geschichte in einer apokalyptischen Welt. Aber der Autor hat es etwas übertrieben, gerade in Bezug auf Gewalt, Orgien, usw. Seine gewählte Ausdrucksform, die einem Drehbuch ähnelte, verhinderte dass man einige Charaktere besser kennenlernen konnte und die Liebesgeschichte kam leider nicht rüber.
3 Büchersterne

Die 5. Welle

Yancey, Rick
Die 5. Welle
Engl. Titel: The fifth wave
München; Goldmann, 2013
ISBN 978-3-442-31334-1
480 S. – 16,99 €

Trilogie:
Bd. 1: Die 5. Welle
Bd. 2: Das unendliche Meer
Bd. 3: Der letzte Stern

Inhalt:
Die Erde wird angegriffen. In vier Wellen werden Milliarden Menschen getötet. Jetzt droht die fünfte Welle die letzten von ihnen auch zu töten…

Rezension:
Eine der größten Ängste der Menschheit ist doch, dass es im großen All eine Spezies gibt, die sie angreifen könnte. In diesem Roman geschieht dies. Von langer Hand geplant werden in mehreren Wellen nahezu die ganze Erdbevölkerung ausgelöscht. Zuerst wird die Elektrizität zerstört, dann wird das Land überflutet und schließlich wird eine Seuche freigelassen. Dadurch kamen derart viele Menschen zu Tode, dass die Anderen ihr Ziel die Menschheit auszurotten fast erreicht haben. Aber es gab immer noch Menschen, die zäh genug waren, diesen Gefahren zu trotzen. Diese letzten Überlebenden werden durch die Hand der Anderen weiter dezimiert, indem sie, von der Ich-Erzählerin Cassie benannte, Silencer aussenden, die Jagd auf die letzten Menschen machen. Dies führt dazu, dass man niemandem mehr trauen kann. Niemandem.
So ergeht es auch Cassie, die ihre Mutter an die Seuche und ihren Vater an Soldaten verloren hat. Ihr Bruder wurde von den Soldaten entführt. Dies wird die 5. Welle und Cassie ist dabei herauszufinden, warum die Anderen in Gestalt von Soldaten gerade die überlebenden Kinder mitnehmen und alle anderen Menschen töten.

Die Geschichte spannt sich von einer schlimmen Situation zur nächsten und wird aus mehren Sichtweisen erzählt. Einmal von Cassie, dann aus Sicht eines Silencers den wir dann noch näher kennenlernen sowie von einem 17-Jähirgen, der von den Soldaten eingefangen wurde. Wir sind also an allen wichtigen Schauplätzen dabei.

Fazit:
Der Autor baut eine wirklich bedrückende Endzeitstimmung auf und zeigt, wie weit Menschen in Extremsituationen gehen würden um ihr eigenes oder das Leben ihrer Familie zu retten. Außerdem zeigt er, dass man in solchen Zeiten niemandem trauen kann, denn der Mensch vor dir kann dir alles vorspielen.
4 1/2 Büchersterne