Harry Potter und das verwunschene Kind

Harry Potter und das verwunschene Kind
Teil 1 und 2
nach einer neuen Geschichte von J. K. Rowling
John Tiffany & Jack Thorne
Engl. Titel: Harry Potter and the cursed child
Hamburg ; Carlsen, 2016
ISBN 978-3-551-55900-5
333 S. – 19,99 €

Harry Potter Reihe:
Bd. 1: Harry Potter und der Stein der Weisen
Bd. 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Bd. 3: Harry Potter und der Gefangene von Azkaban
Bd. 4: Harry Potter und der Feuerkelch
Bd. 5: Harry Potter und der Orden des Phönix
Bd. 6: Harry Potter und der Halbblutprinz
Bd. 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
19 Jahre später
Bd. 8: Harry Potter und das verwunschene Kind

Inhalt:
Harrys Sohn Albus findet sich nur schwer in Hogwarts, allein schon wegen dem Vermächtnis seiner Familie. Auch Harry hat es im Zaubereiministerium nicht leicht…

Rezension:
Der achte Band um Harry Potter ist wie es sicher alle wissen dem Theaterskript des gleichnamigen Theaterstücks, das auf einer Geschichte von Harry Schöpferin J. K. Rowling basiert. Wer dieses Buch liest muss sich diese Tatsache gleich von Anfang an vor Augen führen, ansonsten wird er Schwierigkeiten haben mit der Geschichte vertraut zu werden.
Während wir es gewohnt sind, liebevolle Details und Beschreibungen der Zaubererwelt kennenzulernen, lesen wir jetzt wie Harry die Bühne betritt oder wie die Umgebung kurz umrissen wird. Es sind keinerlei Inhaltfüllende Beschreibungen vorhanden. Zudem steht die ganze Story auf den Charakteren und deren Konversationen.

Dieses Buch spaltert die Bloggerwelt, so habe ich das Gefühl. Die einen lieben es bis in den höchsten Himmel, die anderen sind fassungslos über das was da geschrieben wurde. Verstehen kann ich aber beide Seiten.
Ich bin nie so ein großer Fan der Reihe gewesen, dass ich alles aus dem Harry-Potter-Universum weiß und die Charaktere mit ihren jetzt erwachsenen Rollen vergleichen kann. Daher habe ich auch versucht, möglichst unvoreingenommen an das Buch heranzugehen und habe im Vorfeld auch keine Rezensionen gelesen.

Es ist schön, mal wieder was von Harry, Hermine und Ron zu lesen. Allerdings hat die Geschichte öfter ein Problem mit ihrer Logik. Allein die Sache mit dem Zeitumkehrer. Ich hatte sehr oft das Gefühl, dass das so nicht laufen kann. Wie schwierig die ganze Zeitreise-Sache ist, kennen wir doch noch aus dem dritten Band und nun geht es Albus und Scorpius scheinbar so leicht von der Hand. es fühlte sich einfach nicht richtig an.
Schade ist auch, dass Ron irgendwie zur Nebenfigur mutiert ist. Er kommt mir als Hermines Anhängsel rüber, der irgendwie nicht der hellste ist.

Um die Figur Delphi kann man sich wirklich streiten und da ich zu viel spoilern würde was sie betrifft, lass ich es einfach weg.

Fazit:
Man sollte sich als Fan gut überlegen, ob man das Buch liest. Die große Frage dahinter ist einfach wie viel von dem von J. K. Rowling stammt oder ob ihr Name nur sporadisch drüber steht, weil sie nun mal Harrys Erfindern ist.
Mich schlägt es nicht auf die eine oder andere Seite, es ist nicht megagut, aber auch nicht grottenschlecht.
Daher 3 Büchersterne

Young Elites

Lu, Marie
Die Gemeinschaft der Dolche
Engl. Titel: The young elites
Bindlach ; Lowe, 2017
ISBN 978-3-7855-8353-1
411S. – 18,95 €

Young Elites Trilogie:
Bd. 1: Die Gemeinschaft der Dolche
Bd. 2: Das Bündnis der Rosen (Oktober 2017)
Bd. 3: The midnight star

Inhalt:
Das Land wurde vom mysteriösen Blutfieber heimgesucht. Diejenigen die überlebten sind für immer schrecklich gezeichnet und haben gleichzeitig unterschiedliche Gaben. Aber dadurch werden sie auch zur Zielscheibe der Inquisition…

Rezension:
Marie Lu kennen wir schon durch ihre Legend-Trilogie. Hier hat sie laut ihrem Nachwort die Geschichte eines Helden schreiben wollen, aber dann ist Adelina so stark herausgetreten, dass sie alles über den Haufen warf und über Adelina schrieb.
Adelina ist wie ihre Schwester Violetta am Blutfieber erkrankt. Aber beide überlebten, jedoch ist Adelina schrecklich gezeichnet worden. Ihr wurde das linke Auge entfernt und ihre sonst pechschwarzen Haare verloren ihre Farbe. Violetta hingegen blieb unversehrt.
Leider verstarb ihre geliebte Mutter.
Eigentlich sollte sich ein Vater freuen, dass seine Kinder eine solch schreckliche Krankheit überlebt haben, aber Adelinas Vater ist besonders zu ihr brutal. Er quält sie, nur um Adelinas Gabe hervorzulocken, jederzeit versucht sie zu verschachern. Malfettos, so werden die Überlebenden die eine Gabe haben genannt, sind bei vielen Menschen alles andere als beliebt. Es gibt eigens die Inquisition, die Malfettos hinrichten lässt.

………
……….

Irgendwie klappt das nicht so mit der Rezension, es gibt so viel zu sagen, aber es will einfach nicht aus meinem Kopf. *hach

Young Elites ist anders, nicht auf eine schlechte Art, sondern positiv. Marie Lu gibt uns mit Adelina keinen der typischen Helden, sondern eher den Bösewicht. Adelina wird von soviel Wut und Hass beherrscht, dass sie oft gar nicht klar denken kann und sich von ihren Gefühlen leiten lässt. Was auch zu schlimmen Vorfällen führt und letztendlich auch dazu, dass sich die Leute von ihr abwenden.
Gerade Adelinas Persönlichkeit macht den nächsten Band so interessant. Es ist absolut nicht leicht, sie zu mögen, da sie den negativen Gefühlen so schnell nachgibt und dadurch nicht sympathisch wirkt, aber genau das ist es wiederum auch, das sie ausmacht und man mehr lesen will, wie sie mit sich und ihren Gefühlen klarkommt.

Fazit: 4 Büchersterne

Demon Road – Hölle & Highway

Landy, Derek
Hölle und Highway
Engl. Titel: Demon road
Bindlach ; Loewe, 2016
ISBN 978-3-7855-8508-5
477 S. – 19,95 €

Demon Road Trilogie:
Bd. 1: Hölle und Highway
Bd. 2: Desolation (ab September 2017 auf deutsch)
Bd. 3: American monsters

Inhalt:
Die 16-jährige Amber muss eines Abends feststellen, dass ihre Eltern und deren Freunde Dämonen sind und sie fressen wollen, um ihre dämonischen Kräfte wieder aufzuladen. Amber bleibt nur die Flucht…

Rezension:
Mit seiner neuen Reihe bleibt Derek Landy der Fantasy treu, bewegt sich aber diesmal auf dem Gebiet der Dämonen. Amber denkt eigentlich sie wäre ein normales, etwas pummeliges Girl, das nachmittags jobbt und Eltern hat, die sich nicht wirlich für sie interessieren.
Nun, dieses Bild wendet sich aprubt, als Amber Veränderungen an  sich feststellt und ihre Eltern sie plötzlich fressen wollen.
Ihre Eltern sind Dämonen, die schon seit Jahrzehnten ihre Kinder verspeisen, ihre Kräfte aufladen und so einen Pakt bedienen, den sie mit einem Dämon geschlossen haben.
Amber allerdings entpuppt sich als Kämpferin, flieht und entdeckt, dass auch sie ein Dämon mit besonderen Kräften ist.

Wie schon das Cover andeuten lässt, spielt ein Auto eine besondere Rolle im Buch. Man könnte sogar meinen, es ist eine der Hauptrollen. Der Wagen, ein Charger, gehört zu Milo, der Amber hilft, einen Ausweg zu finden. Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass das Auto etwas Besonderes ist. Nein, an dieser Stelle kein Spoiler. 😉

Die Geschichte wird schnell zu einem spannenden Roadtrip, der wie ich es treffend in einer anderen Rezension gelesen habe, an Supernatural erinnert. Nachdem der nervig charmante Glen zu ihnen stößt, durchfahren sie das Land auf den Demon Road, den dunklen Straßen und treten gegen finstere Dämonen an. Immer auf den Fersen sind Ambers Eltern, die nach wie vor ihr Kind essen wollen.

Derek Landy spart nicht mit Einzelheiten, im Gegenteil. Das Blut spritzt und die Bösen vergammeln von innen und alles sarkastisch humorvoll kommentiert von Amber.

Fazit:
Nach Skulduggery Pleasant haut Derek Landy wieder einen dämonischen Schmöker raus, der mit einer sarkastisch-humovollen und liebenswerten (man kann gar nicht anders, als Amber zu mögen) Hauptfigur daherkommt. In Supernatural-Manier durchstreift sie mit ihrem Gefährten die Demon Roads und kickt die Bösen ins Abseits.
Dämonischer Roadtrip.
4 1/2 Büchersterne

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Riggs, Ransom
Die Bibliothek der besonderen Kinder
Engl. Titel: Library of souls
München ; Knaur, 2016
ISBN 978-3-426-52027-7
541 S. – 14,99 €

Trilogie:
Bd. 1: Die Insel der besonderen Kinder
Bd. 2: Die Stadt der besonderen Kinder
Bd. 3: Die Bibliothek der besonderen Kinder

Inhalt:
Jacob und Emma müssen ihre Freunde retten. Aber diese werden von den Wights in einer gefährlichen Zeitschleife gefangen gehalten…

Rezension:
Im dritten und abschließenden Band der Trilogie geht es noch düsterer als in den Vorgängern zu. Die besonderen Kinder wurden geschnappt und verschleppt. Ebenso wie ihre Ymbrynes (dieses Wort werde ich wohl nie richtig schreiben können -.- ), darunter auch Miss Peregrine. Lediglich Jacob und Emma gelang die Flucht. Sie sind nun auf sich allein gestellt und auf ihnen lastet nicht weniger als die Sicherheit der Menschheit.

Der finstere Bruder von Miss Peregrine ist der Anführer der Wights und seine Pläne könnten nicht dunkler sein. Nicht weniger als die Weltherrschaft strebt er an und dazu nimmt er den Tod der Ymbrynen sowie der besonderen Kinder in Kauf.

Als Schauplatz dient eine der finstersten Zeitschleifen, in der der Abschaum aller Besonderen lebt. Diejenigen die nach Ambrosia süchtig sind und dafür alles geben würden.

Ransom Riggs hat sich für den letzten Teil noch mal ordentlich ins Zeug gelegt und scheut sich nicht die dunkelsten Begierden und den Abrund der Menschlichkeit hinaufzuholen. Jacob und Emma haben es absolut nicht leicht, ihre Freunde und die Ymbrynen leiden. Besonders Jacob wächst über sich hinaus und gibt nicht auf.

Die Geschichte wird wie bisher von zahlreichen Fotos untermalt, die Eindrücke aus der Welt der Besonderen zeigen.

Fazit:
Der finale Band der Besondere-Kinder-Trilogie beantwortet alle Fragen und schließt die Handlung rund um ab. Auch wenn das Ende etwas glattgestriegelt ist, fiebert man mit Jacob und Emma bei ihrer gefährlichen Rettungsmission mit.
4 1/2 Büchersterne