Die Hauptstadt des Teufels

Schnell, Axel
Die Hauptstadt des Teufels
eine Hannover-Apokalypse ; Fantasy-Satire
Springe ; Unibuchverl. bei zu Klampen, 2014
ISBN 978-3-934900-18-9
177 S. – 8,99 €

Inhalt:
Der Journalist Alexander Sturm gerät in einen uralten Krieg zwischen den Dämonen der Hölle und den Chtulhu aus dem Lovecraft-Universum.

Rezension:
Das Buch bekam ich von einer guten Freundin geschenkt und habe es relativ zügig durchgelesen. Schauplatz der Szenerie ist Hannover.
Das ist auch ziemlich das einzige was ich noch drauf habe, denn wirklich was hängengblieben ist nicht viel.
Zwei böse Mächte konkurrieren miteinander, ein Journalist ist mittendrin und ihm fällt zunehmend auf, das viele aus seinem direkten Umkreis Dämonen sind und er eine zentrale Rolle in dem allen zu spielen hat. Zwischensequenzen von einem gewissen Georg durchbrechen das Ganze, aber schnell wird klar, dass es Sturm stärker hineinbezieht.
Ich nehme für mich stark an, dass ich Satire doch nicht sooooo gut verstehe wie gedacht, denn einige Anspielungen konnte ich aufgrund der fehlenden Kenntnisse der Stadt Hannover selbst nicht nachvollziehen. Auch ging mir alles viel zu schnell.
Daher
2 Büchersterne

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Dreams of Gods and Monsters

Taylor, Laini
Dreams of Gods and Monsters
Frankfurt am Main ; FJB, 2015
ISBN 978-3-8414-2232-3
778 S. – 16,99 €

Zwischen den Welten Trilogie:
Bd. 1: Daughter of Smoke and Bone
Bd. 2: Days of Blood and Starlight
Bd. 3: Dreams of Gods and Monsters

Inhalt:
Jael und seine Armee gelangen in die Menschenwelt und Karou und Akiva arbeiten zusammen, um Jael das Handwerk zu legen sowie den Frieden in Eretz wiederherzustellen…

Rezension:
Zunächst war ich etwas eingeschüchtert über die Dicke des Buches, aber wagte mich dann doch heran.
Laini Taylor hat wie gehabt ein feines Gespür. Vieles ist detailreich, aber nicht fehl am Platz. Sie schafft es die Welten Eretz und die Menschenwelt nebeneinander existieren zu lassen und lässt dann noch verlauten, dass es viele weitere Welten gibt.

Im Miteinander der Engel und Chimären bahnt sich ein Kampf an, obwohl Karou dank Akiva einen Teil der Seraphen auf ihrer Seite hat. Doch unter ihnen ist auch ein Saboteur, der sich Karous Vertrauen erspielt hat.

Da wären zudem noch weitere Baustellen: die Stelianer, die unsichtbar die Chimären und Seraphen beobachten, in der Menschenwelt Jael, der mächtige Waffen erwartet sowie Zuzana & Mik und die mysteriöse Eliza.

Alles in allem verwebt Taylor wieder alles so miteinander, dass es nahtlos von einer Handlung in die nächste einfädelt.
Ich hatte anfangs die Sorge nicht mehr in die Geschichte einsteigen könnte, doch die Zusammenfassung von Band eins und zwei holten die Erinnerungen zurück.

Fazit:
Auch wenn es stellenweise etwas langsam war und mir die Jael-Geschichte zu einfach aufgelöst wurde, ist es doch ein schöner Abschluss für die Reihe, obwohl ich durchaus Potenzial für einen weiteren Band sehe.
   4 Büchersterne

Boten des Lichts

Conde, Victor
Die Auserwählten
Span. Titel: Heraldos de la Luz
Stuttgart [u.a.] ; Thienemann, 2014
ISBN 978-3-522-20180-3
319 S. – 14,99 €

Boten des Lichts Reihe
Bd. 1: Die Auserwählten
bislang keine weiteren Titel ermittelbar

Inhalt:
Drei Jugendliche sind die Auserwählten im Kampf Himmel gegen Hölle.

Rezension:
Im Grunde lese ich gern mal zwischendurch eine Geschichte zum Thema Engel, mag ich einfach, leider überzeugte mich der Beginn einer neuen Reihe eher weniger.

Zum Anfang lernen wir die erste Auserwählte Tanya sehr ausführlich kennen. Sie liebt den Lolita-Look, ist mega-schlau und die Familie ist ihr sehr wichtig. Sie wird die Erste sein, die vom Engel Séfora gefunden und rekruiert wird.

Des Weiteren wäre da der Draufgänger und Stuntman Erik, der den Tod seines Kumpels und Kollegen mitansehen muss und nun voller Wut ist.
Und der dritte im Bunde ist der Emo Mauro, total tieftraurig und am Boden zerstört. Buchstäblich lastet das Gewicht der Welt auf ihm.

Diese drei sind auserwählt in den bevorstehenen drei Schlachten gegen die Hölle zu kämpfen. Auf der Erde, im Himmel und in der Hölle. Auserwählt sind sie dadurch, da in ihren Adern das Blut von Erzengel fließt.

V. Conde wählt für seine Dämonen irgendwie seltsam klingende Bezeichnungen, die man schnell nicht mehr lesen kann. Auch von Mauro ist man sofort genervt.

Fazit:
Leider war der Reihenauftrakt für mich fast schon Zeitverschwendung. Ich war gelangweilt von den Charakteren, der Handlung und wollte nichts sehnlicher, als dass das Ende kommt. Nicht mal dieses hat mir noch Lust auf mehr gemacht.
1 Bücherstern

Angelfall

Ee, Susan
Fürchtet euch nicht
Engl. Titel: Angelfall
München ; Heyne, 2013
ISBN 978-3-453-26892-0
398 S. – 12,99 €

Angelfall- /Peryn and the end of days-Reihe:
Bd. 1: Fürchtet euch nicht
Bd. 2: World after
Bd. 3: End of days (Mai 2015 a. Englisch)

Inhalt:
Die Engel sind auf die Erde gekommen und haben nahezu alles zerstört. Penryn, ihre Schwester Paige und ihre Mom kämpfen ums Überleben. Doch dann wird Paige von einem Engel entführt…

Rezension:
Mir war bekannt, dass sich bei Angelfall erneut um eine Reihe handeln würde, habe aber bewusst danach gegriffen, weil ich mal wieder eine Engelgeschichte lesen wollte.
In dieser Geschichte sind eines Tages die Engel auf die Erde gekommen und haben Vernichtung und Angst verbreitet. Das normale menschliche Leben ist urplötzlich zerstört und die Bevölkerung muss um ihr Überleben kämpfen. Nur der Stärkere überlebt. Auch Penryn und ihre Familie leben von Tag zu Tag und müssen aus ihrem Haus flüchten, in dem sie schon zu lange ausharrten. Das Problem auf der Straße sind nicht nur die Engel, sondern auch die Gangs, die die Straßen beherrschen.

Nun, die Flucht geht schief als eine Horde Engel auftaucht die alle auf einen Engel einschlägt. Es kommt wie es kommen muss und Penryn mischt sich ein. Doch als „Dank“ entführt der Anführer-Engel ihre Schwester Paige, die bisher noch nicht erwähnt, im Rollstuhl sitzt. Warum sie im Rollstuhl sitzt, ist nur kurz und vage erwähnt, aber es hat mit dem Gemütszustand ihrer Mom zu tun, die eigentlich starke Medikamente nehmen sollte und zwischen ihrer Fantasie-Wahn-Welt und der echten Welt kaum noch unterscheiden kann. Penryn hat zwar Gewissensbisse aber nicht allzu starke, als dass sie ihre Mutter nicht alleine durch die Gegend laufen lassen kann.

Wie viel wissen die Menschen im Buch eigentlich über Engel? Die Annahme sollte eigentlich sein, dass sie eine Art Allgemeinwissen haben, denn die Grundlage ist unsere Welt bevor die Engel einfliegen. Wer denkt also nicht an einen ganz bestimmten Engel, wenn er den Namen Raffe hört, hmm? Sofort denkt man doch an Raphael, den Erzengel.
Penryn tut keines von dem und dass sie Raffe überhaupt hilft, ist trotz sinnvoller Erklärungen, dennoch nicht nachvollziehbar. Sie weiß wie stark die Engel sind, egal ob verletzt oder nicht und dennoch hilft sie ihm, kümmert sich um seine Wunden und glaubt ernsthaft, dass normale Ketten ihn festhalten.

Gehen wir weiter. Sie tun sich zusammen, für Raffe nicht sonderlich notwendig, seine Flügel die ihm von den anderen Engel abgeschnitten wurde, kann er sich von dem Menschenmädchen doch locker wiederholen.
Der folgende Roadtrip ist im Nachhinein nicht sonderlich spektakulär, bis auf die die seltsamen „Engel-Kinder“, wobei mir dieser Part eh irgendwie überflüssig schien. Irgendwann kommen sie dann zum Engel-Horst.
Was Penryn dort herausfindet ist irgendwie so dermaßen abstrus, wenn gar wirr, da man absolut keine weiteren Informationen dazu bekommt und es auch nicht wirklich in die Geschichte hineinzupassen scheint. Mir erschien es wie ein Lückenfüller, ein wenn auch abartiger der einfach keinen Sinn macht.

Die Autorin:
Bevor Susann Eee ihre Leidenschaft zum Beruf weden lies, war sie als Anwältin tätig. Nach einem Studium des Kreativen Schreibens und zahlreichen Workshops, arbeitet die in San Francisco lebende Autorin, auch als Filmemacherin.

Fazit:
Die Apokalypse ist da. Engel ziehen durch die Welt und machen sich die Menschen unteran. Leider entwickelte sich der Penryn+Engel-Roadtrip in den sinnlosen Anfang einer Trilogie(?). Die Entdeckungen im Engel-Horst sind abstrus und dank der verflüssigten Gedärme irgendwie schon widerlich.
2,5 Büchersterne