Young World – Die Clans von New York

Weitz, Chris
Die Clans von New York
Engl. Titel: The young world
München ; Dt. Taschenbuch-Verl., 2015
ISBN 978-3-423-76121-5
381 S. – 18,95 €

Young World Trilogie
Bd. 1: Die Clans von New York
Bd. 2: Nach dem Ende
Bd. 3: The revival (engl. Titel)

Inhalt:
Ein Virus sucht die Menschheit heim und tötet alle Erwachsenen innerhalb kurzer Zeit. Nun müssen die Jugendlichen in dieser Welt überleben…

Rezension:
Ein heimtückisches Virus ist dafür verantwortlich, dass die Erwachsenen innerhalb kürzester Zeit sterben. Dadurch kommt es natürlich zur kompletten Stillegung des öffentlichen Lebens und das Chaos bricht aus. Die Jugendlichen müssen nun allein zurechtkommen und schnell geraten menschliche Werte ins Abseits. Das pure Überleben zählt. Die Grundidee erinnerte mich irgendwie an die TV-Serie „The Tribe“, die in den spätern 90ern auf KiKa ausgestrahlt wurde, ich aber nie zu Ende gesehen habe.

Die Jugendlichen haben sich in Gruppen zusammengetan und ihr Gebiet gesichert. Jeder Tag ist geprägt von der Suche nach Lebensmitteln. Und nicht selten müssen sie sich gegen andere Gruppierungen zur Wehr setzen. Dies geschieht mit Waffen, die sie horten.
Jefferson und Donna gehören einer Gruppe an und als Washington, Jeffersons großer Bruder mit 18 am Virus stirbt, wird Jeff der neue Chef.

Chris Weitz geizt nicht mit den Beschreibungen der untergehenden Welt, sondern beschreibt wie es sein könnte. Die Jungs sehen ihre körperliche Überlegenheit und dominieren die Mädels. Es werden viele vulgäre Ausdrücke genutzt und die Sache in der NYPL hätte ich beinahe nicht ganz auf die Reihe gekriegt. Ürgh.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Donnas und Jeffs Sicht erzählt, wobei die Schriftart bei Donna deutlich kleiner ist, als bei Jeff. Hat er nicht so viel zu sagen oder ist er nicht so ein Sprachtalent wie Donna? Der Lesefluss in den Donna-Parts ist auch nicht so fließend, wie bei Jeff, da es sich wie ein Drehbuch liest. Sobald eine Person redet, sieht dies so aus:   “ Jeff:“ …….“   Peter:“…..“   und so weiter. Wenn man bedenkt, dass Chris Weitz von Beruf Drehbuchautor ist, kein Wunder.

Fazit:
Im Grunde eine spannende Geschichte in einer apokalyptischen Welt. Aber der Autor hat es etwas übertrieben, gerade in Bezug auf Gewalt, Orgien, usw. Seine gewählte Ausdrucksform, die einem Drehbuch ähnelte, verhinderte dass man einige Charaktere besser kennenlernen konnte und die Liebesgeschichte kam leider nicht rüber.
3 Büchersterne

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