Als die Welt zum Stillstand kam

Neumayer, Gabi
Als die Welt zum Stillstand kam
Weinheim [u.a.] ; Beltz & Gelberg, 2012
ISBN 978-3-407-81120-2
446 S. – 16,95 €

Inhalt:
Die Welt bewegt sich mittels der Tore fort; das Beamen ist zum zentralen Mittelpunkt der Menschheit geworden. Doch eines Tages fallen plötzlich alle Tore aus und die Katastrophe nimmt ihren Lauf…

Rezension:
Der dystopische Roman dieser deutschen Autorin spielt in der Zukunft, genau ab dem 14.07.2036, als die Welt nicht nur zum Stillstand kam, sondern nahezu unterging.
Die Autorin hat lange recherchiert und die technischen Hintergründe sind stichhaltig sowie nachvollziehbar. Die Menschen haben sich rasch entwickelt und das besonders schnell als die Eltern von der Hauptfigur Celie, vor allem aber ihre Mutter Jenna die Technologie des Beamens perfektionieren und selbst darauf bestehen, dass diese allen Menschen auf der Welt zu Gute kommen soll.
Hierdurch konnten sie Hungersnöte und die Armut stak bekämpfen und das Wort Globalität bekam ein neues Gesicht.
Aber nicht nur das, sogar die Energie- und Wasserversorgung konnte revolutiniert werden. Alles wird nun direkt über die Tortechnologie versorgt.

Doch dies wird für die Menschen einen fatalen Nachteil haben. Als ein schlimmer technischer Defekt alle Tore auf der ganzen Welt lahmlegt, ist damit auch die Strom- und Wasserversorgung dahin. Die Menschen haben alles was nicht von Belang war, vernachlässigt. Leitungen sowie Straßen sind hinüber und schnell eskaliert alles. Die Menschen reagieren allein aus ihrem Selbsterhaltungstrieb und die ersten Verletzten und Toten lassen nicht lange auf sich warten.

Die oben erwähnte Hauptperson lebt in einer Kommune, die das Beamen ablehnt, da sie miterlebt hat, wie ihre Mutter durch das Beamen selber starb. Doch die Kommune ist nicht die heile Welt die sie vorgibt und schon bald wird es dort immer schlimmer, wie in einer Diktatur. Jeder und alles wird kontrolliert und bestraft.

Im Grunde blieben mir die drei Hauptpersonen, die miteinander befreundet sind, etwas zu schwach, aber das störte nicht weiter. Lediglich das geschönte Ende war etwas zu leicht dahergeholt.

Fazit:
Eine gute deutschsprachige Dystopie, die sich mit einem Thema befasst, dass durchaus eines Tages die Welt auf den Kopf stellen könnte und einen selbst vor die Frage stellt, wie man reagieren würde.
4 Büchersterne

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