Troubadour

Hoffman, Mary
Troubadour : eine Geschichte von Liebe und Krieg
Engl. Titel: Troubadour
Berlin ; Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher, 2009
ISBN 978-3-8270-5450-0
333 S. – 16,90 €

Inhalt:
Der Troubadour Bertran wird Zeuge eines Mordes und ahnt die Konsequenzen. Er zieht durch’s Land um seine Glaubensbrüder zu warnen. Währenddessen flieht Elinor vor einer nahenden Heirat…

Rezension:
Die Geschichte spielt zwischen 1208 und 1218 im Süden Frankreichs, aber auch vereinzelt in Deutschland, Spanien und Italien.
Die Autorin widmet sich der Glaubensgemeinschaft der Katharer, wobei mir dieses Wort nur im Nachhinein im Klappentext begegnete, und dem ausbrechenden Krieg. Viele ihrer Figuren existierten tatsächlich, so z.B. der päpstliche Legat Pierre de Castelnau, dessen Ermordung einer der Gründe für den päpstlichen Feldzug, gegen die „Ketzer“ war.
Dadurch, dass Hoffman möglichst viele Sichtweisen aus der Zeit darstellen wollte, fiel mir es immer schwerer der ganzen Geschichte zu folgen. Sie sprang von einer Person zur nächsten und von Land zu Land. Irgendwann habe ich es aufgegeben, genau zu verstehen, wer nun wer ist.
Zwischen den ganzen politischen Persönlichkeiten gibt es den Erzählstrang mit der 13-jährigen Elinor, die so wild wie ein Junge ist, aber nun dringend verheiratet werden soll. Da sie dies aber unter allen Umständen verhindern will, flüchtet sie mit einer Gruppe von Sängern. Diese ziehen von durch das Land und beehren die unterschiedlichsten Burgherren mit ihrer Sangeskunst. Man kann es auch mit einer Art Informationstauschbörse vergleichen.

Während Elinor ihren Weg geht, zieht auch die Geschichte weiter. Der Krieg kommt unaufhörlich näher, Personen verlieren ihr Hab und Gut, andere sterben, usw.

Was mir wirklich fehlte, war etwas mehr Tiefgang, nicht in den ganzen politischen Details, sondern bei den Charakteren. Ich habe immer noch keinen richtigen Zugang zu Elinor, ihre Wandlung war irgendwie komisch. Es verlief so einiges ziemlich nach einem Schema. Ereignis A: abgehakt, Ereignis B: abgehakt. Es klang teilweise wie eine Art Berichterstattung. Die Autorin hätte vielleicht eher ein Sachbuch zum Thema geschrieben, denn recherchiert hat sie.

Fazit:
Leider enttäuschend. Die Autorin hat sich leider übernommen. Viel zu viel politische Details, wie eine Berichterstattung und zu wenig Fokus auf die Ausstattung der Hauptfiguren.
  2 Büchersterne

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