Dove Arising

Bao, Karen
Dove Arising – im Herzen des Feindes
Engl. Titel: Dove arising
Ravensburg; Ravensburger Buchverl., 2015
ISBN 978-3-473-40125-3
413 S. – 16,99€

Dove Chronicles Trilogie:
Bd. 1: Dove Arising
Bd. 2: Dove exiled
Bd. 3: ?

Inhalt:
Nachdem die Menschheit die Erde nahezu zerstört hat, bevölkern sie den Mond. Strenge Regeln beherrschen den Alltag. Als Phaets Mutter von der Miliz abgeführt wird, droht ihr und ihren Geschwistern ein Leben voller Armut in der Notunterkunft. Um dies zu verhindern, fängt sie die Ausbildung in der Miliz an. Hier jedoch ist fast jeder Tag ein Kampf auf Leben und Tod…

Rezension:
In Karen Baos Erstling hat die Menschheit wie in vielen anderen Dystopien die Erde auf der sie lebt zugrunde gerichtet. Eine Umweltkatastrophe jagte die nächste. Und so opferten sich einige, um ihren Familien ein Leben auf dem Mond zu ermöglichen.
Diesen beschreibt die Autorin sehr detailliert, ebenso wie den technischen Hintergrund. Das Simulieren von Tag und Nacht, die Schwerkraft usw. Dies fügte einen Hauch mehr Glaubwürdigkeit hinzu, so dass man sich den Handlungsort fast real vorstellen konnte.

Allerdings gab es die ein oder andere Ähnlichkeit zu den mittlerweile vielfältig erschienenen Dystopien. So musste ich an Ursula Poznanskis Dystopie denken, als man als Leser erfuhr, dass jeder Bewohner einen Handmonitor trägt, der die Vitalfunktionen erfasst, als Funkgerät dient, Videos anspielen kann und wie inoffiziell jeder weiß vom regierenden Komitee als Abhörmittel genutzt wird. Ähnlich dem Salvator.

Es brauchte eine Zeit, bis ich mich von den bisher gelesenen Dystopien lösen konnte. Ebenso wie in Poznanskis Dystopie muss auch Phaet einen Art Wettbewerb bestehen, denn nur der beste Soldat bekommt das meiste Geld. Dieses braucht Phaet um das Leben ihrer Familie sicherzustellen.
Ein soziales System, wie wir es kennen, gibt es auf dem Mond nicht mehr. Wer krank wird, bekommt kein Geld, wer kein Geld hat, verliert seine Wohnung. Und wer somit mittellos ist, muss in die Notunterkunft. Eine heruntergekommene Einrichtung.

Vorrang vor der sich anbahnenden Liebesgeschichte um Umbriel und Wes hat die familiäre Bindung. Man steht füreinander ein und kümmert sich um einander.

Ein noch an Bedeutung gewinnender Punkt ist das Kriegstreiben des Mondes und der verbliebenen Staaten. Hier ist unklar wer wie provoziert. Fakt jedoch ist, dass das regierende Komitee, deren Mitglieder so gut wie keiner bildlich kennt, seit vielen Jahren an der Macht ist und keine Absicht hat, Wahlen stattfinden zu lassen.
Also mal wieder eine unterdrückende Lebenssituation.

Was allerdings noch spannend werden kann, ist die erst spät aufgetretene Widerstandsorganisation, sodass ich hier erstmal nichts dazu sage.

Fazit:
Zum Start einige Ähnlichkeit mit anderen Dystopien, was bald gar nicht mehr ausbleiben kann. Dann entwickelt die Geschichte ihren eigenen Charme und zum Schluss wird es nochmal richtig spannend.
Band zwei kann nicht mehr lange auf sich warten lassen.
   4 Büchersterne

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