Das Juwel

Ewing, Amy
Die Gabe
Engl. Titel: The jewel
Frankfurt am Main ; FJB, 2015
ISBN 978-3-8414-2104-3
447 S. – 16,99 €

Das Juwel (Trilogie)
Bd. 1: Die Gabe
Bd. 2: The white rose (engl.)
Bd. 3: ?

Inhalt:
Violet wird als Surrogat ausgebildet und von der Herzogin vom See ersteigert. Ihre einzige Aufgabe wird sein, dieser Adligen ein Kind zu gebären.

Rezension:
Amy Ewing erschafft eine Welt, in der eine herrschende Klasse von Adligen ihr Blut rein halten will, sich daher sterilisieren lässt und ihre Kinder von sogenannten Surrogaten austragen lässt. Diese Surrogaten sind Mädchen aus dem ärmsten Teil der Stadt und haben allesamt besondere Gaben. Die Hauptperson Violet stammt aus dem Sumpf, ebenso wie ihre Freundin Raven und zusammen durchleben sie die Ausbildung in Southgate, der Verwahranstalt für Surrogats.
Hier lernen sie auch ihre Gaben zu kontrollieren, denn diese werden eine zentrale Rolle während der Schwangerschaft spielen.

Der Schreibstil der Autorin ist bei weitem kein anspruchsvoller, aber er führt den Leser zu wichgtigen Empfindungen. Man spürt deutlich, dass die Mädchen die Sklaven der Adligen sind und auf der Auktion wie Vieh verschachert werden. Es entbrennt ein Preiskampf zwischen der Fürstin und der Herzogin vom See um Violet. Zudem werden die Surrogaten gar nicht als Menschen wahrgenommen. Sie sind wie ein Gegenstand. „Ignorier es, sprich es nicht an“, gilt für sie. Und wie erniedrigend es ist, wenn die Damen ihre Surrogats wie Hunde an der Leine führen….

Es ist wahrlich nicht leicht, vor allem wenn man bedenkt, dass die Mädchen keine Wahl haben. Es gibt einen Test, dem sich alle Mädchen unterziehen müssen, wer es nicht tut, wird hingerichtet.

Das Buch bringt wirklich was Neues auf den Jugendbuchmarkt, nur leider bin ich noch nicht von der Hauptperson überzeugt. Ihr Wandel von einem schüchternen, unerfahrenen Mädchen bis hin zu der angestrebten Revolutionärin ist viel zu schnell gegangen und dadurch fehlt die Glaubwürdigkeit.
Die Liebesgeschichte hingegen hat mich nicht sonderlich gestört. Violet ist diese Gefühle nicht gewöhnt, sie kannte sie einfach nicht. Umso heftiger sind sie dann, als ihr Ash begegnet.

Als Amy Ewing die Machtspiele der Fürstin und der Herzogin sowie die politischen Rankeleien mehr in der Mittelpunkt rückt, quellen noch weitaus schlimmere Tatsachen an die Oberfläche. Nicht nur, was die Fürstin mit den Surrogaten plant, sondern auch was mit den Mädchen passiert, sobald sie ihre Pflicht getan haben und ihrer Herrin das gewünschte perfekte Baby produzieren..

Fazit:
Der erste Band der „Das Juwel-Reihe“ überzeugt mit seiner Grundidee und schockiert über das harte Schicksal der Surrogaten. Jedoch verlief die Entwicklung der Hauptperson zu schnell und überzeugte nicht. Dennoch wartet man gespannt auf Band 2.
4 1/2 Büchersterne

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