The 100

Morgan, Kass
Die 100
Engl. Titel: The 100
München ; Heyne, 2015
ISBN 978-3-453-26949-1
317 S. – 12,99 €

The 100-Trilogie:
Bd. 1: Die 100
Bd. 2: Tag 21
Bd. 3: Homecoming (engl. Titel)

Inhalt:
Die Menschen leben nach einem Atomkrieg auf Raumschiffen im All. Nach 300 Jahren sollen 100 jugendliche Straftäter testen, ob die Erde wieder bewohnbar ist…

Rezension:
Wie das Cover schon voraussagt, ist es das Buch zur TV-Serie, die auf Prosieben läuft. Aber Serie und Buch sollten getrennt betrachtet und bewertet werden, da sie in vielerlei Hinsicht voneinander abweichen. Die Autorin hat die Rechte bereits vor Veröffentlichung des ersten Buches verkauft.

Wir sind in der Zukunft angekommen, in der die Menschen auf Raumschiffen leben, da ein Atomkrieg jedes Leben auf der Erde vernichtet hat. Im All herrschen sehr strenge Regeln, deren Nichteinhaltung sofort und hart geahndet wird. Allerdings wird die Strafe jedes Mal härter, da wir als Leser wissen, dass den Menschen der Sauerstoff ausgeht. Jede kleine Verfehlung wird mit dem Tod bestraft. Dies geschieht durch eine Todesspritze und anschließend wird man in einem Sarg im Weltall entsorgt. Dies ist schon mal eine Abweichung zur TV-Serie. Dort wird man „gefloated“. Man befindet sich in einem abgeschottenen Raum, die Schleusen werden geöffnet und man wird lebendig ins All gezogen, was man natürlich nicht überlebt.

Von den 100 jugendlichen Straftätern, die eigentlich auf ein Wiederaufnahmeverfahren nach ihrem 18. Geburtstag warten, stechen zunächst Clarke und Bellamy heraus. Clarke hat im Buch ihre Eltern verloren und in der TV-Serie ihren Vater. Sie wollte eigentlich Ärztin werden und ist nun auf der Erde gelandet. Von ihren besten Freuden ist Wells, der Sohn des Kanzlers Jaha ebenfalls gelandet, den sie aber verachtet, da er ihrer Meinungs nach Schuld am Tod ihrer Eltern ist.
Bellamy ist im Buch ganz anders als in der Serie. Ich hatte das Gefühl, dass diverse Charaktere aus dem Buch im Serien-Bellamy zusammengfügt wurden. Er hat als einziger eine Schwester, Octavia, da im All eine Ein-Kind-Politik herrscht. Aus diesem Grunde ist seine Mutter tot und seine Schwester inhaftiert. Da er einen ausgeprägten Beschützerinstikt hat, weicht er seiner kleinen Schwester nicht von der Seite.

Während es auf der Erde hauptsächlich ums Überleben geht und auch um die Erhaltung gesellschaftlicher Grundwerte, kämpft die Raumstation immer stärker mit den Schwächen der veralteten Technik. Vieles lässt sich nicht mehr reparieren, der lebenswichtige Sauerstoff entweicht immer öfter durch Lecks und der Rat sieht sich gezwungen ganze Stationen abzuschalten, auch wenn dadurch Menschen sterben. Zum Wohle aller, müssen einige sterben.
Mit dem Tod sind die Autorin und die Serien-Macher nicht zimperlich. Es wird das knallharte Überleben gezeigt und auch wie eben erwähnt im All. Opfer müssen gebracht werden, auch wenn unschuldige Seelen dieses aufbringen müssen.

Die Buch-Reihe ist als Trilogie geplant, während bei der Serie bereits im Vergleich deutlich wird, dass sie viel mehr Potenzial einfließen lassen kann. Kurz vor Ende der ersten Staffel ist die Serie bereits weiter als das Buch und eine zweite Staffel ist bereits fertig, eine dritte geplant.

Fazit:
Trotz der Unterschiede zwischen Buch und TV-Serie erwies sich dies nicht als negativ, man taucht eher in eine andere Welt ein und entdeckt etwas ganz Neues. Mir gefällt die Buch-Clarke sogar noch etwas besser. Jedenfalls ist es ein dystopischer Lesegenuss, egal ob man die Serie schaut oder nicht.
4 1/2 Büchersterne

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s