Gated – sie sind überall

Parker, Amy Christine
Sie sind überall
Engl. Titel: Astray
München ; Dt. Taschenbuch-Verl., 2015
ISBN 978-3-423-76108-6
332 S. – 16,95 €

Gated-Reihe:
Bd. 1: Die letzten 12 Tage
Bd. 2: Sie sind überall

Inhalt:
Pioneer ist eingesperrt, die Gemeinde aufgelöst und Lyla glaubt sich sicher. Doch sie wird von den Mitgliedern der Gemeinde verfolgt, denn Pioneer will sie nicht gehen lassen…

Rezension:
Lyla hat überlebt und ist den Klauen Pioneers entkommen. Dieser wollte seine „Kleine Eule“ und alle anderen Mitglieder von Mandrodage Meadows im Bunker umbringen, doch dank Lyla wurden fast alle gerettet. Jedoch musste sie mitansehen, wie Pioneer alias Alan Cross ihre Freundin Marie tötete.
Jetzt ist Lyla bei Cody untergekommen und hofft auf ein neues Leben. Jedoch stellt sich das schwieriger an, als gedacht. Im Ort werden die Sektenanhänger sehr kritisch beäugt, zumal scheinbar bis auf Lyla alle an ihrem Glauben festhalten. Auch ihre Eltern sind unter den Anhängern, die nun am Rand der Stadt in einem Wohnwagenpark leben. Um wieder auf die Beine zu kommen, wurden sie von den Rangern unterstützt, eine Gemeinschaft von Waffen-Narren, die gegen Polizeiwillkür ist, jedoch erkennt man schnell, dass die Typen gern Gewalt ausüben.

Amy Christine Parker hat im zweiten Teil der Gated-Reihe über die Zeit nach dem Ausstieg aus einer Sekte geschrieben und dies wirklich gut.
Die Mitglieder des ehemaligen Mandrodage Meadows verfolgen Lyla, überwachen sie, fotographieren jeden ihrer Schritte und versuchen alles, um sie zur Rückkehr zu überzeugen. Selbst Pioneer versucht aus dem Gefängnis, Lyla weiszumachen, dass sie allein ihm und der Gemeinde gehört. Er verpackt alle Ereignisse so, als wären sie vorhergesehen.
Lyla, die sich noch gar nicht richtig dazugehörend fühlt, zweifelt mehr als einmal an ihrer Entscheidung.
Die unterschwellige Bedrohung ist allgegenwärtig.

Von den Charakteren her, ist Lyla momentan eine der labilsten. Sie vermisst ihre Familie, aber dennoch muss sie immer wieder an Maries Ermordung denken und dann ist da noch Cody, in den sie verliebt ist.
Cody selbst versucht alles, um Lyla das Leben in der ihr unbekannten Welt zu erleichtern.
Hingegen ist Will fest von den Idealen der Gemeinde überzeugt.
Von den Gemeindemitgliedern rücken jetzt Mr Brown und Brian immer mehr in den Vordergrund. Mr Brown glaubt schon fast krankhaft fest an alles was Pioneer sagt und unternimmt alles, um Abweichlinge zurechtzuweisen und die Gemeinde zusammenzuhalten. Ebenso Brian, der seit dem Tod seines Vaters nicht nur einen tiefen Hass auf Lyla hat, sondern auch die Stadt und ihre Bewohner hasst. Sie beide sind in ihrer blinden Überzeugung zu allem fähig.

Am Ende gipfelt alles zu einem schrecklichen Höhepunkt.

Die Autorin hat es im Finale ihrer Gated-Reihe sehr gut geschafft, die Psychospiele der Sekte zu beschreiben. Die Manipulationsversuche, um die verlorenen Schädchen zurückzuholen, das Verdrehen der Tatsachen und auch wie sie es immer wieder schaffen, die Aussagen einer Person unglaubbar erscheinen zu lassen. Lyla hat es alles andere als leicht und man kann daran sicher nur bruchstückhaft erkennen, wie schwer es Aussteiger in der realen Welt haben. Abgeschottet von beiden Seiten. Von der, die man kennt und der, die man noch nicht kennt.

Fazit:
Das Finale der Gated-Reihe zeigt wieweit ein Sektenführer gehen würde, um Aussteiger zu bestrafen und ebenso die normalen Menschen, die er der Mitschuld am Untergang der Welt bezichtigt. Das Buch war wieder ein Pageturner und je näher man dem Ende kam, umso spannender und dramtischer wurde alles.
4,5 Büchersterne

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