Wie Monde so silbern

Meyer, Marissa
Wie Monde so silbern
Engl. Titel: Cinder
Hamburg ; Carlsen, 2014
ISBN 978-3-551-58286-7
383 S. – 18,90 €

Luna-Chroniken:
Bd. 1: Wie Monde so silbern
Bd. 2: Wie Blut so rot
Bd. 3: Wie Sterne so golden
Bd. 4: Winter (engl. Titel)

Inhalt:
Cinder ist die beste Mechanikern von Neu-Peking. Eines Tages bringt Prinz Kai seine Androidin zur Reparatur. Warum braucht der Prinz gerade ihre Hilfe?

Rezension:
Marissa Meyer hat mit ihren Luna-Chroniken eine Reihe von Märchenadaptionen gestartet. Diese sind insoweit besonders, da sie nicht nur in einer anderen Zeit, sondern auch in einer Zukunftswelt spielen, in der es Cyborgs und Androiden gibt.
Hier hat sich die Menschheit nach dem 4. Weltkrieg neu zusammengefügt und den Asiatischen Staatenbund regiert Prinz Kaitos Vater. Die Wissenschaft hat beachtliche Fortschritte gemacht und so ist es möglich menschliche Körperteile durch mechanische auszutauschen. Nur haben Cyborgs nicht dieselben Rechte wie „vollständige“ Menschen.
Cinder, die zu 36,28% Cyborg ist, erlebt die Unterdrückung in Form ihrer Stiefmutter Adri. Sie schuftet als Mechanikerin um der Familie den Unterhaltung zu sichern.
Eines Tages ändert sich so einiges als der Prinz vor ihr steht und möchte, dass sie seine Androidin repariert, was weitreichende Folgen haben wird, die beide so noch nicht absehen können.

Die klassischen Merkmale des Märchens sind auch in dieser Geschichte vorhanden. Die Liebesgeschichte mit dem Prinzen, wenn auch weit dramatischer, die bösen Stiefschwestern (wobei ich es gut finde, dass eine von ihnen Cinder wirklich mag) und schließlich der Ball, auf dem der Prinz sich seine Braut suchen soll.

Zusätzlich wurde eine böse Macht hinzugefügt, die vom Mond stammt und die Gabe hat andere Lebewesen kraft ihrer Gedanken zu manipulieren. Die böse Anführerin Levana begibt sich auf die Erde, um Prinz Kai zu „überreden“ sie zu heiraten, doch er hält seinen Willen. Nun, eine Wahl wird er wahrscheinlich nicht wirklich haben, denn sie kann nicht nur alle Menschen um ihn herum kontrollieren, sie hat auch das einzige Gegenmittel gegen die blaue Pest. Eine Krankheit, die bisher unheilbar ist und an der schon Tausende Menschen starben.
Die Lunarier haben selber eine tragische Geschichte, denn eigentlich wollen sie Levana nicht als Herrscherin, doch leider verstarb die eigentliche junge Thronerbin bei einem Unfall.

Marissa Meyer schafft es ziemlich gut, dass alles miteinander zu kombinieren. Auch wenn Cinders Herkunft sehr schnell erkennbar ist, trügt diese Tatsache nicht den Lesespaß. Man möchte die Hintergründe erfahren und was zum Schluss passieren wird.

Die Autorin:
Marissa Meyer hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert, liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Die Luna-Chroniken, die vier Bände umfassen, ist ihr Debüt.

Fazit:
Eine gelungene Adaption des Märchenklassiker Aschenputtel/Cinderella in einer Welt in der Cyborgs und Androiden keine Seltenheit mehr sind.
4 Büchersterne

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