Die Auslese

Charbonneau, Joelle
Nur die Besten überleben
Engl. Titel: The testing
München ; Penhaligon, 2013
ISBN 978-3-7645-3117-1
414 S. – 16,99 €

Die Auslese-Trilogie:
Bd. 1: Nur die Besten überleben
Bd. 2: Nichts vergessen und nie vergeben
Bd. 3: Graduation day (engl. Titel)

Inhalt:
Die Anführer der Regierung werden sorgfältig ausgewählt. Cia hat das Privileg an der sogenannten Auslese teilzunehmen. Als die erste Kandidatin stirbt, beginnt Cia zu zweifeln…

Rezension:
In einer (fernen?) Zukunft wurde aus Nordamerika durch die Sieben Stadien des Krieges das Vereinigte Commonwealth, das aus Kolonien besteht. Zunächst zerstörten die Menschen in den ersten Krieges sich gegenseitig, anschließend rächte sich Mutter Natur. Unzählige Landstriche wurden verseucht und Mutationen entstanden.

Die Menschen in den Kolonien wählen seit einiger Zeit ihrer Anführer durch die Auslese aus. Eine Prüfung bestehend aus mehreren Tests. Die Elite soll nicht nur durch Charakterstärke glänzen.
Bisher wurden nicht viele Kandidaten aus Rias Kolonie Five Lakes ausgewählt, was durchaus an den Uniabsolventen wie Cias Vater lag, die sich trotz fehlendem Gedächtnis an die Prüfungsphase an eine ganz besonders schmerzhafte Prüfungsphase erinnerten und ihre Kinder davor bewahren wollten.

Cia, eigentlich Malencia Vale, hat von ihrem Vater unglaublich viel gelernt, was ihr bei den Prüfungen sehr von Nutzen ist. Mit ihr aus ihrer Kolonie kommend ist Tomas, der ebenso intelligent ist wie sie.
In der Zeit der theoretischen Tests muss Cia alles hinterfragen und jeden Kandidaten genaustens mistrauisch beobachten, denn nicht alle spielen ein faires Spiel.
Da ist es absehbar, das recht viele die Tests nicht schaffen werden und ihr Vater warnte sie sogar sich mit anderen Kandidaten anzufreunden. Jeder würde sein eigenes Spiel spielen und den anderen ans offene Messer laufen lassen.
Mit dem Tod ihrer Zimmergenossen beginnt auch das große Zweifeln. Im Zimmer waren Kameras, warum half niemand? Als Malachi, ein Freund aus der Cias Kolonie, bei einer Aufgabe versagte, hätte man auch ihn retten können, doch niemand reagierte.

Je mehr Kandidaten verschwanden oder auch starben, umso mehr erinnerte mich die Handlung an die Panem-Trilogie von S. Collins. Besonders als der letzte Prüfungsteil, der in der Wildnis außerhalb der Kolonien stattfindet, anbricht, sind viele Ähnlichkeiten vorhanden. Beunruhigend viele Kandidaten wollen einander töten, Mutationen und gefährliche Städte bilden unberechenbare Gefahren.
An der Brutalität hat die Autorin nicht gespart.

Das Cover:
Hier wollte man besonders nah an die Figur rankommen, ist im Grunde gut gelungen. Nur: Der Kratzer war am Oberarm und die Armmanschette war eigentlich eher ein Armband.

Die Autorin:
Joelle Charbonneau begann zu schreiben, als sie noch als Opernsängerin tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Chicago und gibt Stimm- und Schauspielunterricht.

Fazit:
Die Elite, die politischen Anführer, werden in der Zukunft nach strengen Kriterien ausgewählt. Einerseits sinnvoll, doch die Macher dahinter übertreiben es so sehr, dass sie den Tod vieler Jugendlicher in Kauf nehmen.
Ein spannender Pageturner, auf dessen Nachfolger man gespannt sein kann.
4 Büchersterne

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Ein Kommentar zu “Die Auslese

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