Bunker Diary

Brooks, Kevin
Bunker Diary
Engl. Titel: The bunker diary
München ; Dt. Taschenbuch-Verl., 2014
ISBN 978-3-423-74003-6
276 S. – 12,95 €
(dtv; 74003)

Inhalt:
Sechs Menschen werden entführt und in einen Bunker gesperrt. Von nun an kämpfen sie um ihr Überleben…

Rezension:
Dieses Buch zu rezensieren ist wahrlich nicht einfach, zumal mir auch die Intention des Autors fehlt. Scheinbar gibt es andere Leser die eine Art Vorwort in ihrem Buch haben (???), bei mir fängt sogleich die Geschichte an und ein Nachwort gibt es auch nicht.

Der Handlungsort ist durchgehend ein unterirdischer Bunker, der mit sechs Zimmern, einem Flur, einem Bad, einer Küche und einem kleinen Aufenthaltsraum ausgestattet ist. Die „Uhr“ dieses Raumes ist der Aufzug, der morgens herunterkommt und abends wieder herauffährt.

Die Sichweise aus der wir das Vegetieren der Insassen erleben ist die von Linus. Der 16-Jährige lebt auf der Straße, da er das Leben bei seinem Vater nicht mehr aushalten konnte. Je mehr Seiten und Tage vergehen, desto mehr merkt man, wie das Leben in diesem Bunker den Charakteren zusetzt. Unterernährung, Mangelerscheinungen und die Gedanken driften ab. Stellenweise wirkt Linus fast schon verrückt.

Linus erkennt schnell, dass er im Bunker nicht alleine bleiben wird und schon bald gelangen weitere Personen in das unterirdische Gefängnis. Die kleine Jenny, gerade mal 9 Jahre, dann der drogenabhängige Fred und die zickige Anja. Mit William Bird zieht ein scheinbar erfolgreicher dicker Geschäftsmann ein und zum Schluss der Wissenschaftler Russell. Diese sechs Personen decken alle Altersschichten ab und zeigen auf, wie schwer es ist in so einer Gruppe das „Beste“ für alle zu finden.

Als Leser sympathisiert man schnell mit Linus, nicht nur weil es seine Sicht der Dinge ist, man hat schnell die gleiche Meinung von all den anderen Figuren.

Was ich mir allerdings doch gewünscht hätte wären mehr Informationen über den oder vielleicht doch die Entführer. Er oder sie spielt/spielen ein sehr perfides Spiel. Die Insassen sind von ihm/ihnen abhängig und müssen die Launen aushalten. Es ist stets ungewiss, ob es Essen gibt oder nicht. Ein wahres Psychospiel. Gerade deshalb wäre es mir wichtig gewesen, wer der Bösewicht ist.

Fazit:
Eine bedrückende und schonungslose Aussichtslosigkeit in der sechs Personen gefangen sind. Am Ende lässt einen das Buch ziemlich allein zurück und man weiß gar nicht so recht was man nun damit anfangen soll. Daher fällt mir auch die Bewertung so schwer.
3,5 Büchersterne

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