Edelherb

Zevin, Gabrielle
Edelherb
Engl. Titel: Because it is my blood
Frankfurt am Main ; FJB, 2013
ISBN 978-3-8414-2131-9
520 S. – 16,99 €

Anya Balanchine Trilogie (Birthright Trilogy):
Bd. 1: Bitterzart
Bd. 2: Edelherb
Bd. 3: In the age of love and chocolate

Inhalt:
Anya ist wieder in Liberty, dank Wills Vater Charles, der die Wahl zum Staatsanwalt unbedingt gewinnen will und Anya im Weg ist.
Sie flüchtet nach Mexiko und lernt den Kakaoanbau. Aber nach einem Attentat, kehrt sie zurück…

Rezension:
Der zweite Teil der Trilogie spielt in zwei Ländern. Einerseits in den USA, wo Anya abwechselnd in der Jugendstrafanstalt einsitzt oder zu Beerdigungen geht, oder eine neue Schule sucht und dann in Mexiko, als sie nach ihrer Flucht Unterschlupf sucht.

Durch den Ortswechsel erleben wir mit Anya wie unterschiedlich die Länder doch mit Kakao und Schokolade umgehen. Mehr und mehr wird bewusst, dass das Verbot in den USA nicht wirklich sinnig ist. Zudem lernt sie Theo kennen, der der Erbe einer großen Kakaoplantage ist und sie mit der Technik des Anbauens vertraut macht.
Doch ein Mordanschlag auf Anya, der Theo fast umbringt, zwingt alle wieder zurück in die Realität.

Diese spielt wiederum in New York, Anyas Heimat und dort sind auch wieder alle Charaktere aus dem ersten Band vorhanden. Diverse Probleme kreisen um Anya herum und für ihre 17, bald 18 Jahre hat sie viele Entscheidungen zu treffen.
Von den anderen Personen bleiben zwei immer in meinem Hinterkopf. Charles Delacroix, weil man ihn einfach nicht vernünftig einschätzen kann. Erst greift er hart gegen Anya durch und dann ist er doch wieder nett zu ihr. Er hat zwei Gesichter und je nachdem, welches nützlicher ist, setzt er es ein.
Und dann ist da noch Simon, der zweite Anwalt von Anya. Er war mir schon von Anfang an nicht ganz „koscher“, wie man so schön sagt. Irgendwas muss an ihm sein. Jetzt erfahren wir etwas mehr über ihn, aber irgendwie hakt da dennoch etwas.

Abgerundet wird die ganze Sache mit dem typischen Highschool-Abschluss-College-Plan-Drama. Anya hat Scarlet vor Gable gewarnt, sich aber zurückgehalten da sie zeitweise doch ein schlechtes Gewissen hatte. Rückblick: Gable war mit Anya zusammen, dann aber zu aufdringlich. Er aß von der Schokolade die Anya von ihrer Familie geschenkt bekam (sie ist Teil des Balachines-Clan, der Schokoladen-Mafia) und hat schwere Verletzungen davongetragen, da die Schoki vergiftet war. Anschließend kam er mit Scarlet, Anyas bester Freundin zusammen. – Nun ist Scarlet schwanger und da ihre Familie streng katholisch ist, steht sie vor einem großen Problem. So groß, dass sie am Ende eine minderschere schlechte Entscheidung trifft.

Der Zwischenband ist von seiner Handlung her immer abwechselnd spannend und informativ. Er verleitet zu wilden Spekulationen und Mutmaßungen, wer nun der wirklich Böse bei der ganzen Sache ist.
Anstatt eines Cliffhangers endet das Buch ganz passabel, so dass man durchaus sagen kann: OK, so kann’s auch enden. Man ist nicht unbedingt gezwungen weiterzulesen, auch wenn sehr viele Erzählstränge noch offen sind.

Die Autorin:
Gabrielle Zevin hat Literatur studiert und bereits mehrere Bücher sowie Drehbücher verfasst. Ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Fazit:
Der Zwischenband Edelherb aus der Anya-Balanchine-Trilogie gibt viele Informationen und regt während der spannenden Phasen zu wilden Spekulationen an. Das Ende lädt allerdings nicht unbedingt zum dritten Band ein, man könnte sich mit dem Ende so zufriedengeben.
3,5 Büchersterne

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