Requiem

Oliver, Lauren
Requiem : [missa pro defunctis]
Engl. Titel: Requiem
Hamburg ; Carlsen, 2014
ISBN 978-3-551-58301-7
399 S. – 18,90 €

Amor-Trilogie:
Bd. 1: Delirium
Bd. 2: Pandemonium
Bd. 3: Requiem

Inhalt:
Lena und Julian konnten sich den Rebellen anschließen, als Alex plötzlich auftaucht. Währenddessen scheint Hana in Portland in ein sicheres Leben einzutreten, denn sie wird den zukünftigen Bürgermeister heiraten…

Rezension:
Band zwei endete mit dem plötzlichen Auftauchen von Alex, den eigentlich alle für tot hielten. Lena steckt nun in der üblichen Jugendbuch-Dreieicksbeziehung fest. Sie und Julian sind sich sehr nahe gekommen und dann taucht die erste große Liebe wieder auf.

Der dritte abschließende Band startet kurze Zeit nach diesem Wiedersehen. Alle drei sind mit einer kleinen Gruppe unterwegs zum Lager des Widerstandes, aber immer auf der Flucht vor den Aufsehern. Alex hat sich weitesgehend von Lena zurückhgezogen und redet nicht mehr mit ihr, während Julian seine Liebe nicht verheimlicht.

Das Buch ist wieder in zwei Erzählstränge aufgeteilt. Während es im letzten Band noch Lenas Vergangenheit und Gegenwart waren, sind es nun Lenas und Hanas Sicht, die zur gleichen Zeit ablaufen.
Dabei muss ich sagen, gefiel mir Hanas Sicht viel besser. Lena war ständig auf der Flucht, von hier nach da und wieder zurück, verstecken, planen usw. Zudem hat sie die ganze Zeit das Alex-/Julian-Problem, eine Beziehung, die mich irgendwann nervte. Ich merkte, wie ich Lenas Erlebnisse immer schneller las, damit ich wieder zu Hana komme.

Hana, Lenas ehemalige Freundin, ist eine von den Geheilten. Sie hat den Eingriff hinter sich und erzählt nun wie es ihr ergeht. Sie hat das große Los gezogen und wird Fred Hargrove heiraten, den Sohn des verstorbenen Bürgermeisters. Dass die ganze Sache nicht so vorteilhaft für sie ist, kann man sich denken und im Grunde geht Hana von der einen Bevormundung (ihre Mutter) in die nächste (Fred). Sie muss funktionieren und möglichst wenig denken.

Zwei Märchen spielen während der Geschichte eine größere Rolle. Zum einen die Geschichte vom gerechten König Salomo, der den Streit zwischen zwei Frauen regelte, die beide die Mutter eines Babys sein wollten. Und das Märchen von Blaubart (huch, schon wieder Blaubart? Hab‘ ich doch grad‘ erst was gelesen…. 😉 )
Jedoch sind beide Märchen verfremdet. König Salomo zerteilt das Baby in der von Lena gekannten Geschichte und Blaubart tötet alle seine Frauen, keine wird gerettet.

Um nochmal auf Hana zurückzukommen. In ihrer Geschichte entwickelt sie sich außergewöhnlich schnell, es ist spannend und man will unbedingt mehr wissen. Intrigen, Machtkomplotte, das war viel aufregender als die Zeit mit Lena in der Wildnis, auch wenn sie bereits tot geglaubte Menschen wiedertraf.

Die Autorin:
Lauren Oliver hat Philosophie und Literatur studiert und schon als Kind leidenschaftlich gern Fortsetzungen geschrieben. Neben der Amor-Trilogie hat sie den Titel Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie veröffentlicht.

Fazit:
Im Finale der Amor-Trilogie muss Lena nicht nur um ihre Freiheit kämpfen, sondern sich auch ihrer Liebe bewusst werden. Interessanter ist allerdings das Leben von Hana, die zwar geheilt ist, aber trotzdem Zweifel an ihrer neuen Lebensumgebung hat. Das Ende ist relativ offen, so dass der Leser sehr viel weiterspinnen kann. In ein oder zwei Punkten hätte man aber gern eine Auflösung gehabt.
3 1/2 Büchersterne

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2 Kommentare zu “Requiem

  1. Hmm, na da bin ich ja mal gespannt. Aber ich wusste gar nicht, dass auch aus Hanas Sicht geschrieben wird, ich denke, die wird mir auch besser gefallen als Lenas ;-).

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