Die Verschworenen

Poznanski, Ursula
Die Verschworenen
Bindlach, Loewe, 2013
ISBN 978-3-7855-7547-5
463 S. – 18,95 €

Trilogie:
Bd. 1: Die Verratenen
Bd. 2: Die Verschworenen
Bd. 3: ? – erscheint ca. Herbst 2014

Inhalt:
Auch bei den Dornen sind Ria, Aureljo und die anderen nicht sicher genug. Während Aureljo an einem Plan zur Rückkehr in die Spähren tüftelt, untersucht Ria alte Bücher in Quirins Bibliothek und entdeckt Teile von Jorans Chronik…

Rezension:
Band eins endete damit, dass der Verräter Flemimg ermordet wurde, bevor er noch irgendwelche Informationen von sich geben konnte sowie der Umzug der Flüchtlinge in die unterirdische Stadt.

Die ersten Seiten zogen sich für mich leider etwas dahin, dass ich dachte „na, Fr. Proznanski, dat‘ wird mal wieder nix mit uns, oder?“, aber dann doch durchhielt und weiter las. Gut, dass ich es getan habe, denn was folgt, ist einfach eine geniale Geschichte.

Durch Informationen aus dem ersten Band und den neuen Details erfahren wir, was dazu geführt hat, dass sich die heutige Welt so dermaßen verändert hat. Ein Vulkanausbruch im Yellostone Nationalpark umhüllte die Welt mit einer Aschewolke. Bereits davor warnte ein Wissenschaftler vor so etwas und die ersten Spähren wurde gebaut. Die Spähren entwickelten sich weiter und die Menschen sonderten sich von den Außenbewohnern die sie Prims nennen ab.

Mir gefällt, dass bei Fr. Poznanski alles so gut durchdacht ist und scheinbar dahin gesagte Dinge auf einmal wichtig werden und vor allem die Weiterentwicklungen der Charaktere. Es sind nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebencharaktere die sich entwickeln.
Nach erneutem Ansehen des Covers ist mir aufgefallen, dass es aussieht, als würde man Tunnelgänge von oben betrachten. Und das passt wunderbar auf den Großteil der Geschichte. Ria und ihre Freunde sind in der unterirdischen Stadt und harren der Dinge. Aureljo und Dantaorian feilen an ihrem Plan in die Spähre Vienna 2 zu kommen und später auf sich aufmerksam zu machen. Tomma, die immer mehr von einer unbekannten Krankheit gezeichnet wird, kapselt sich ab, während Tycho die unterirdischen Gänge erforscht. Und Ria schließlich, die von Quirin die Aufgabe erhält die Bibliothek aufzuräumen.
Warum ausgerechnet dort findet sie Teile von Jordans Chronik? Was für mich zunächst aussah wie ein einfaches Hinbiegen der Geschichte, hat einen ziemlich einleuchtenden Sinn, der erst im spannenden Finale herauskommt.

Eine für mich doch überraschende Wandlung hat auch Sandor hinter sich. Ich hätte nicht erwartet, dass sich zwischen ihm und Ria etwas anbahnt, geschweige denn, dass sie sich überhaupt besser verstehen. Vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich hatte ihn immer als unnahbaren starken Kämpfer in Erinnerung.
Auch bei der Beziehungsgeschichte zwischen Ria und Sandor schafft es Poznanski den Leser richtig leiden zu lassen. Da verstehen sich die beiden so gut und kommen sich näher und dann gibt’s den Stich ins Herz und auch hier müssen wir ausharren bis zum Ende.

Um nochmals auf Cover zurückzukommen: Selbst der Titel ist einfach klasse gewählt, denn hinter allem steckt wirklich eine derart riesen Verschwörung, die das Leben aller verändert und die so sicherlich niemand voraussagen konnte.

Die Autorin:
Ursula Poznanski, in Wien geboren, studierte querbeet, bis sie schließlich als Medizinjournalistin arbeitete. Nach der Geburt ihres Sohnes schrieb sie Kinderbücher und ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Mittlerweile konzentriert sie sich nur noch aufs Schreiben.

Fazit:
Zum Anfang etwas schwächelnd, entwickelte U. Poznanski eine fesselnde Fortsetzung ihrer Dystopie-Trilogie um Ria aus den Spähren. Das große Finale wird im dritten Band erwartet.
4, 5 Büchersterne

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7 Kommentare zu “Die Verschworenen

  1. Vielen Dank für deine klasse Rezension, ich bin gerade bei dem Punkt: „na, Fr. Proznanski, dat’ wird mal wieder nix mit uns, oder?“ Kannst du mir sagen, wie lange es durchzuhalten gilt, bis es besser wird?
    Lieben Gruß
    Yvonne

    • So ca. 50 Seiten würde ich sagen. Das steigerte sich ganz langsam und wurde immer interessanter.
      Mir fiel der Einstieg schwer, das zog sich so in die Länge.

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