Silber, das erste Buch der Träume

Gier, Kerstin
Silber ; das erste Buch der Träume
München; FJB, 2013
ISBN 978-3-8414-2105-0
18,99 € – 410 S.

Silber-Trilogie:
Bd. 1: Das erste Buch der Träume
Bd. 2: Das zweite Buch der Träume
Bd. 3: Das dritte Buch der Träume

Inhalt:
Liv Silber zieht nach England um, bekommt eine Stieffamilie und lernt eine Gruppe Jungs kennen, die durch Träume gehen können. Schon bald ist sie eine von ihnen. Doch die Jungs, vor allem Arthur, verfolgen ein Ziel, dessen Auswirkungen dämonisch sind…

Rezension:
Mit Silber beginnt die neue Jugendbuch-Trilogie von Kerstin Gier. In der Edelstein-Trilogie befasste sich die Autorin mit dem Zeitreisen, jetzt blickt sie in die Tiefen unserer Träume.
Der Einstieg wird uns gleich sehr lustig dargereicht, da die Hauptperson und Ich-Erzählerin Olivia, Liv, Silber am Flughafen in eine Kontrolle gerät und dabei den stinkenden Entlebucher Biosphärenkäse auspacken muss.
Weiter gehts mit dem eigentlichen Umzug in ein schickes Cottage, doch daraus wird nichts. Liv und ihre Schwester Mia müssen erstmal verdauen, dass ihre Mutter einen Neuen hat.
Aber es geht noch weiter. Der erste Tag in der Schule und schon die nervigste Person der Welt, Persephone Porter-Peregrim an der Backe. Und wie der Zufall so will der erste Zusammenstoß mit der Boygroup der Schule. Vier Jungs deren Haare immer im Wind wehen, die bei jedem Blickwinkel zum Schreien schnuckelig aussehen und immer perfekten Ganges durch die Flure schreiten.

Tja und einer dieser vier ist Livs neuer Stiefbruder Grayson. Yeah.  An dieser Stelle nehme ich mal Bezug auf die Lesung mit Kerstin Gier, die ich besucht habe. Sie meinte, dass man den Typen, der am Flughafen war und sich über Liv, das Käsemadchen lustig machte, ruhig vergessen könne. Das machen Autoren ja oft, Figuren einbauen, die man gar nicht mehr wiedersieht. Hmm. Dieser Typ ist Henry und er wird eine der wichtigsten Personen im Buch. Jaja.
Jasper ist der Rasierspaß-Ken und leider ziemlich doof.
Dank seiner vielen „Verplapperer“ erhält Liv so einige Informationen, die andere ihr sonst verweigerten.

Aber was hat das denn nun mit Träumen zu tun? Erst mal nichts. Wir erhalten zunächst Einsicht in Livs Leben und die neuen Umstände. Wie der Umzug in das Haus von Graysons Vater, da dieser der neue Freund ihrer Mom ist. Es folgen viele typische Zickereien, sei es in der Schule oder zuhause. Irgendwo gibt es immer einen, bei dem man aneckt.
Liebevoll beschrieben ist das enge Verhältnis der beiden Silber-Schwestern. Liv und ihre jüngere Schwester Mia sind sehr zusammengewachsen, gerade weil sie sehr oft Schule und Wohnort wechseln mussten und dadurch kaum Freundschaften bestehen konnten.

Ganz leicht schleicht sich dann die Sache mit den Träumen ein. Liv bemerkt zunächst die Tattoos der Jungs und vor allem Jasper verplappert sich sehr oft. Eines Nachts landet Liv ohne ihr Wissen in Graysons Traum und erlebt ein Ritual der vier Jungs mit. Von da an forscht sie nicht nur, was übrigens eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist, sondern kommt den vier Jungs auch immer näher. Vor allem Henry. Zudem versucht Grayson sie immer wieder auf Abstand zu halten, doch das facht ihren detektivischen Spürsinn nur noch mehr an.
Was nun hinter den ganzen Träumen steckt, verrate ich hier nich, nur ein Hinweis auf eine bestimmte Person. Wer aufmerksam liest, wird sofort sagen können, dass mit diesem Charakter etwas nicht stimmt. In meinem Notizbuch war dieser Eintrag schon auf Seite 4 (ich habe ein kleines Notizbuch) mit drei Ausrufezeichen.

Grundsätzlich möchte ich noch sagen, dass Kerstin Gier alles rund um die Träume sehr genau konstruiert hat, man könnte im Grunde ein Handbuch schreiben, auf was man alles achten muss und wie was funktioniert.
Und zum Schluss gibt es noch eine nette Vorschau auf Band zwei.

Die Autorin:
Kerstin Gier schreibt nicht nur Jugendbücher, sondern auch Romane für Erwachsene. Mit ihrer Edelstein-Trilogie verbuchte sie einen sehr großen Erfolg, der erste Band Rubinrot wurde bereits verfilmt und ist als DVD erhältlich.  Weitere Titel der studierten Diplompädagogin sind z.B. Die Müttermafia und Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner. Mit Silber – das erste Buch der Träume startet ihre zweite Jugendbuchreihe.

Fazit:
Auch wenn kaum Spannung vorhanden war, so fesselt dieses Buch dennoch. Interessant, lustig und einfach „typisch Kerstin Gier“ kann man es nicht aus der Hand legen und will am liebsten solange lesen, bis die letzte Seite umgeblättert ist.
5 Büchersterne. Monatshighlight November

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2 Kommentare zu “Silber, das erste Buch der Träume

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