Renegade; 1

Souders, J(essica). A.
Tiefenrausch
Engl. Titel: Renegade
München ; iVi, 2012
ISBN 978-3-492-70281-2
362 S. – 16,99 €

Renegade-Trilogie / Elysium Chronicles:
Bd. 1: Tiefenrausch
Bd. 2: Relevations ab November 2013 auf Englisch
Bd. 3: noch kein Titel bekannt

Inhalt:
Evie lebt in Elysium, einer Stadt unter Wasser. Ihr Leben ist perfekt, bis der Oberflächenbewohner Gavin die Stadt findet. Von da an stellt sie fest, dass nichts an ihrem Leben perfekt ist…

Rezension:
Der erste Band der Renegade-Trilogie stand eine sehr lange Zeit in meinem Regal. Zu Unrecht. Diese Dystopie hat mir sehr gefallen.

Die USA haben mal wieder einen Krieg hinter sich. Um den Grauen der Menschen zu entgehen, haben einige Menschen den Umzug unter Wasser gewagt. Je mehr man sich dem Ende des Buches entgegen bewegt, umso größer und bildlicher erscheint der neu geschaffene Lebensraum. Bewegt man sich mit den Charakteren durch die Straßen der Stadt, merkt man gar nicht, dass man sich unter Wasser befindet. Die Menschen, die hier leben, stellen alles was sie brauchen, selber her. Von den Lebensmitteln (nur auf vegetarischer Art, kein Fleisch!) bis zur Atemluft.
Scheinbar leben alle in einer perfekten Welt.

Doch je mehr wir in diese Welt eintauchen, umso skeptischer werden wir. Das Oberhaupt wird von allen „Mutter“ genannt. Sie bestimmt die Regeln. Heiraten darf nur, wer genetisch zueinander passt. Du darfst nur Kinder bekommen, wenn deine Gene stimmen. Widerworte werden sofort hart bestraft.
Hierfür gibt es die Vollstreckerinnen, junge Frauen, die als kleine Kinder bereits ein körperlich unmenschliches Training absolviert haben. Sie töten ohne Fragen auf Befehl von Mutter.

Der Wahn, der hinter Mutters Streben nach perfekten Genen steckt, hat eng mit Evie (Evelyn Winters) zu tun. Wie alle anderen Bewohner hat auch sie blonde Haare und blaue Augen. Sie wurde von Mutter adoptiert und lebt ein priviligiertes Leben im Palast. Sogar einen Garten nennt sie ihr eigen. Die ersten Kapitel kam mir Evie gleich seltsam vor. Etwas „dumm“ kann man schon sagen. Dann aber merkt man schnell, dass etwas mir ihr nicht stimmt. Die ersten beiden Kapitel fangen exakt gleich an.
Evie wird ständig einer Gehirnwäsche unterzogen, um etwas bestimmtes zu vergessen. Um das herauszufinden, müssen wir bis ins letzte Drittel des Buches gehen und dann ist es schon krass.

Mit Gavin zieht ein verhasster Oberflächenbewohner in die Stadt. Seltsamerweise darf Evie ihn verhören. Zuvor allerdings muss sie durch DNA-gesteuerte Selbstschussanlagen. Dabei kommen sie sich natürlich näher und ehe wir uns versehen, sind sie auf der Flucht.

„Für das Wohl aller müssen Opfer gebracht werden.“

Immer wieder merken wir, dass Evie bestimmte Phrasen aus ihrer Konditionierung in Extremsituationen wiederholt. „Mein Leben ist absolut perfekt“ ist einer der häufigsten Sätze, die uns begegnen.

Ich möchte nun nicht zu viel verraten, aber vor allem im letzten Dritte werden Mutters Absichten richtig klar dargestellt und offenbart wie gestört diese Frau wirklich ist.

Cover:
Das Cover gefällt mir richtig gut, nur passt das Mädchen darauf nicht zur Geschichte. Wie bereits erwähnt, sind in Elysium, der Unterwasserwelt, alle Menschen blond.

Die Autorin:
Jessica A. Souders schreibt seit ihrem 13. Lebensjahr und engagiert sich in zahlreichen Workshops zum Kretiven Schreiben. „Tiefenrausch“ ist ihr erster Roman. Mit ihrer Familie lebt sie in Florida.

Fazit:
Ein vielsprechender Trilogieauftakt, der mit einem Cliffhanger endet, der nach meer schreit.
5 Büchersterne. Monatshiglight im September.

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