Bitterzart

Zevin, Gabrielle
Bitterzart
Engl. Titel: All these things I’ve done
Frankfurt am Main ; FJB, 2013
ISBN 978-3-8414-2130-2
540 S. – 16,99 €

Anya Balanchine Trilogie (Birthright Trilogy):
Bd. 1: Bitterzart
Bd. 2: Edelherb
Bd. 3: In the age of love and chocolate (engl. Titel, Oktober 2013)

Inhalt:
Im Amerika im Jahre 2083 ist Schokolade illegal, ebenso wie Koffein. Anyas Familie besitzt eine Schokoladenfabrik und sie ist die Tochter des Mafiabosses des Balanchine-Kartells.
Sie verliebt sich in Win, doch dieser ist der Sohn des neuen Staatsanwaltes…

Rezension:
Das Interessante an dieser Dystopie ist die Tatsache, dass Schokolade und Koffein illegal sind. Wasser stark rationiert wird, Papier zu kostbar zum Beschreiben ist und man für fast alles Lebensmittelmarken nutzen muss.

Anya Balachine ist gerade 16 Jahre alt und lebt mitten in dieser Welt. Ihrer Familie gehört aber eine Schokoladenfabrik und die Strukturen sind die der Mafia. Ihr Onkel Yuri ist das Oberhaupt, nachdem ihr Vater getötet wurde.
So oder so musste Anya schon sehr viel miterleben und macht sie irgendwie sehr gefühlsarm. Sie kümmert sich um ihren älteren Bruder, der bei einem Unfall schwer verletzt wurde. Bei diesem starb übrigens ihre Mutter. Seitdem ist Leo geistig behindert. Zudem passt Anya auf ihre kleine Schwester Natti auf, die fast jede Nacht starke Albträume hat und fast immer vom Tod eines ihre Liebsten hat. Zum Schluss wäre da noch ihre Oma Nana, die bald 88 Jahre wird. Sie ist von den Symptomen her an Alzheimer erkrankt, versucht aber stark zu sein. Solange bis Anya 18 wird, damit sie nicht dem Jugendamt auffallen.

Manchmal kam mir Anya leider viel zu beherrscht rüber. Sie war neun als sie Zeugin des Mordes an ihrem Vater wurde, achtete aber selber darauf dass ihre Schwester keinen Mucks machte. Sie kümmert sich um alles und jenen in ihrer kleinen Familie. Nur die Gefühle bleiben da irgendwie auf der Strecke.
Daher kam die „Liebe“ zwischen ihr und Win auch nicht bei mir an. Es entwickelt sich langsam und irgendwann waren sie zusammen. Win ist der Sohn des neuen Staatsanwaltes Charles Delacroix und so was wie ihr Erzfeind.
Seine „Drohungen“ kamen auch eher wie ein Witz daher, weil er gleichzeitig betont, dass er sie nett findet und der Liebe zu seinem Sohn nicht im Wege stehen würde. Bei dem Typ weiß man nicht genau, ob man ihm trauen soll, oder nicht.

Ein nächstes Problem für Anya ist die Familie, die sich um das Geschäft kümmert. Natürlich geht es hier ums Schmuggeln usw, um den Kampf der Schokoladenproduzenten. Der uneheliche Sohn von Yuri, Jacks, versucht sich plötzlich um Leo zu kümmern, bietet ihm einen Job an und später verschenkt er eine ganze Kiste Schokolade an Anya. Doch diese ist vergiftet, was Anyas Ex fast tötet.

Es sind eine Reihe an Zutaten, die die Geschichte zwar würzen, aber leider keine richtige Spannung zum Kochen bringen.

Die Autorin:
Gabrielle Zevin hat Literatur studiert und bereits mehrere Bücher sowie Drehbücher verfasst. Ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Ihre Website.

Fazit:
Der Anfang einer Schokoladen-Mafia-Geschichte, die stellenweise sehr tagebuchartig wirkte und erst noch an Fahrt aufnehmen muss. Was mich zum zweiten Band greifen lässt, ist die sich andeutende Entwicklung zur Clan-Chefin.
4 Büchersterne.

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