Warum Nicholas Cage nicht der letzte Tempelritter ist

Das wird das erste Mal, dass ich über einen Film rezensiere, was keine Regelmäßigkeit zur Folge hat.

Bei diesem Film musste ich allerdings mal meinen Senf dazu geben.

Alles fing eigentlich damit an, dass ich ein paar Filme haben wollte, wenn mein Freund aus dem Krankenhaus kommt und er noch nicht so viel unternehmem kann.
Den Film mit Nicholas Cage habe ich bei einer 5,55 €-Angebots-Woche erstanden. Die Kaufgründe waren u.a. der Preis und auch dass der Film historisch sein sollte.N. Cage spielt einen Tempelritter, der eine angebliche Hexe in ein Kloster bringt, wo ihr der Prozess gemacht werden soll.
Vom Zeitalter befinden wir uns im 14. Jahrhundert, in dem Hexenverbrennungen keine Seltenheit sind.

Da fängt es leider schon an. Die Hexenverbrennungen. Die angeblichen Hexen werden nicht verbrannt, sondern erhängt und anschließend ertränkt. Das erste mystische Element setzt gleich ein, als eine der Getöteten aus dem Wasser aufersteht und den Priester tötet.

Nicholas Cage spielt den Ritter Behmen und Ron Pearlman seinen Kumpanen Felson. Beide verlassen ihre Einheit, da sie es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können, wenn sie unschuldige Kinder und Frauen töten müssen. Nun, als Desserteure haben sie es gewiss nicht leicht. Sie landen schon bald in einer Stadt, in der eine Seuche wütet. Der Kardinal der Stadt, gespielt von Christopher Lee verlangt von Behmen eine Hexe in ein Kloster zu bringen. Sie soll an der Seuche Schuld sein und in dem Kloster wären die Mönche dazu fähig, den Hexenbann mit einem Ritual zu brechen.

Jetzt kommen wir zur Hexe. Gleich von Beginn an scheint sie kein normales unschuldiges Mädchen zu sein, dass man wie so oft willkürlich verhaftet hat. Sie hat urplötzlich unmenschliche Kräfte und wenig später wieder furchtbare Angst vor den Männern der Kirche.
Auf der Fahrt ins Kloster werden fast alle der Gruppe getötet. Am fiesesten war noch der Tod des Räubers, der alle durch den Wald führen soll. Nachdem er das Mädchen töten wollte, rief diese Wölfe herbei, deren Gesichter sich bei jedem Kamerazoom in fiese Fratzen verzogen.

Worauf ich hinaus will, ohne zu viel von der Handlung zu verraten: Mit dem Mädel stimmt etwas gewaltig nicht. Sie kennt die Schwächen und Sehnsüchte der Männer um sie herum, ihre Gesichtszüge verziehen sich und sie hat immer wieder diese Kraft. Welche Frau kann schon einen Jugendlichen mit einer Hand über einen Abgrund halten und hochziehen???

Das Ende oder besser gesagt der Showdown im Kloster lässt dem Zuschauer endgültig am Titel des Films zweifeln. Ich möchte niemanden etwas verraten. Ich stellte mir nur die Frage, warum man in Deutschland einen Film derat falsch darstellt. Der englische Titel ist Season of the witch und von der Gestaltung und der diversen Trailer wird hier viel deutlicher gemacht, dass es sich nicht um einen historischen Film handelt, sondern um Fantasy. Im deutschen Trailer wird nahezu alles Fantastische herausgehalten.

Und was ist mit den Tempelrittern? Die gibt es nur auf dem Titel. Im Film werden sie nicht erwähnt und auch die Kleidung der Ritter entspricht nicht denen der Tempelritter. Und mal abgesehen von der blöden Formulierung „letzte“. Am Ende bleibt zwar ein Ritter übrig, aber er ist gewiss nicht der letzte seiner Art.

Fazit:
Der Film ist gut gelungen, wir haben ihn gern angesehen, wenn man mal davon absieht, was irreführende Titel und Inhaltsbeschreibungen anrichten können.

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