Lady Alexia; 1

Carriger, Gail
Glühende Dunkelheit
Engl. Titel: Soulless
Augsburg ; Weltbild, 2013
Lizenzausg.
Sonderausg., 3 Bd. zs. 14,99 €

415 S.

Lady Alexia Reihe:
Bd. 1: Glühende Dunkelheit
Bd. 2: Brennende Finsternis
Bd. 3: Entflammte Nacht
Bd. 4: Feurige Schatten
Bd. 5: Sengendes Zwielicht (Abschlussband)

Inhalt:
Lady Alexia Tarabotti hat in Notwehr einen Vampir getötet. Nun muss sie Lord Maccon, dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten, Rede und Antwort stehen. Da er sich weigert sie in die Ermittlungen einzubeziehen, forscht die Außernatürliche auf eigene Faust…

Rezension:
Nachdem ich die Mangaversion des ersten Bandes gelesen hatte und dann die drei Bände als Sonderausgabe bei Weltbild sah, musste ich zugreifen.
Und ich bin positiv überrascht. Auch wenn mir der Inhalt bekannt war und ich jederzeit wusste, was passieren würde, war keine Langeweile aufgekommen. Im Gegenteil. Während der Manga eher durch Zeichnungen glänzt, kommen die ganzen Charaktereigenschaften der Figuren im Buch viel besser raus.
Das ist auch einer der großen Pluspunkte der Reihe. Die Charaktere. Gail Carriger schafft es alle so treffend zu beschreiben und ihnen alle verschiedene Eigenschaften zuzuordnen, die einfach sympathisch rüberkommen, dass man sehr oft ein Schmunzeln auf den Lippen hat.
Allein die Beziehung oder Nicht-Beziehung zwischen Alexia und Lord Maccon ist herrlich. Es ist fast unmöglich die beiden nicht ins Herz zu schließen.
Und auch Figuren, die man einfach nicht mögen kann, sind gut getroffen. Das beste Beispiel ist einfach Alexias Familie, allen voran ihre Mutter und ihre naiven Schwestern.

Zudem gefällt mir die Kulisse der Geschichte. Wir sind in England, London im viktorianischen Zeitalter. Die Stellung der Frau und dass frau mit Mitte 20 als alte Jungfer gilt, die eh nicht mehr verheiratet werden kann. Gewürzt mit einer ordentlichen Prise Fantasy: Werwölfe und Vampire sind nahezu anerkannt in der Gesellschaft und marschieren durch die Stadt. Hinzu kommt das Steampunk-Genre. Gerätschaften, die mit unzählichen Zahnrädern und Dampf betrieben werden. Es ist alles stimmig und wirkt nie aufgesetzt, oder fehl am Platze.

Das Cover:
Das Cover der Weltbild-Ausgaben gefällt mir nicht annährend so gut, wie die der Blanvalet-Ausgaben, die das Seampunk-Genre viel besser aufgreifen.

Die Autorin:
Gail Carriger wuchs nach eigenen Aussagen als Tochter einer Exil-Britin und einem unheilbaren Griesgram auf. Bereits in jungen Jahren begann sie zu schreiben und absolvierte mehere Hochschulabschlüsse. Sie reiste durch Europa und hat mittlerweile eine große Sammlung an großartigen Schuhen.

Fazit:
Eine Außernatürliche und ein Werwolf ermitteln im Fall verschwundener Vampire und zicken sich auf grandiose Art an. Ein Beta-Wolf, der die Situationen herrlich treffend analysiert und diesbezüglich kommentiert und eine Freundin, die die schrecklichste Hutmode aller Zeiten trägt. Schwungvoll ausgeschmückter Schreibstil und besonders liebevoll kreierte Charaktere.
4,5 Büchersterne.

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