Game of Thrones ; 1 – Graphic Novel

Game of Thrones – das Lied von Eis und Feuer
nach George R. R. Martin
Comic-Adaption: Daniel Abraham
Engl. Titel: A game of thrones
Stuttgart ; Panini, 2013
196 S. – 19,95 €
durchgehend Ill.

Kurzrezension:
Gleich zu Beginn möchte ich feststellen, dass ich die Bücher von George R. R. Martin nicht gelesen habe und daher auch nicht beurteilen kann, wie nah die Graphic Novel dem Buch kommt. Auch nicht, ob die Charaktere denen im Buch entsprechen oder ob sie sehr abgewandelt wurden.

Bevor ich die Graphic Novel entdeckt habe, hatte ich bereits die erste Staffel auf DVD gesehen. Irgendwie lieferte Game of Thrones etwas Neues. Allein schon was die ganzen Verbindungen und Verknüpfungen der Charaktere angeht.

Auf den Inhalt möchte ich nicht sonderlich eingehen, da er sehr komplex ist.

Die Zeichnungen sind sehr gelungen und auch das Charakterdesign gefällt mir. Im Vergleich zur Serie kann ich sagen, dass nahezu alle Charaktere ihren Schauspielkollegen ähnlich sehen, obgleich die Zeichner sich an die Angaben aus dem Buch gehalten haben.

Bei jeder Geschichte entwickelt man für den einen oder anderen Charakter eine Abneigung oder mag ihn sehr. Eigentlich könnte man ja denken, wenn man die Serienfigur mag, dann würde man auch die Comicfigur mögen, aber das ist nicht immer so.
Z. B. gefiel mir die Figur des Jaimee Lennister in der Serie ganz gut, seine verschiedenen Charakterzüge waren gut ausgearbeitet. Hier im Comic war er mir irgendwie nicht präsent genug. Auch Catelyn Stark, die ich in der Serie ganz gut fand, hat im Comic die ein oder andere Seite, die mir nicht ganz so gefällt. Mir ist in der Serie z.B. ihr starker Hass auf Jon Schnee gar nicht aufgefallen.
Eine Person mag ich in beiden Medien nicht und das ist Sansa Stark. Die Abneigung ist einfach da und das in Serie und Comic. Ebenso wie in der Serie entwickelt sich auch Tyrion Lennister, der Gnom, zu einem liebenswerten Charakter.

Besonders gut hat mir Daenerys Wandlung zur Khaleesi und vor allem das Erwachen des Drachen gefallen. In der Serie kam das nicht ganz so gut rüber, hier im Comic kam man irgendwie besser mit.

Ein besonderes Schmankerl, wie ich finde, ist das Vorwort von George R. R. Martin, in dem er den Werdegang des Comics beschrieb. Comics hatten es noch nie leicht, denn auch heute noch werden sie abgetan, als wären sie Bücher zweiter Wahl. Vor allem Kinder hören sicher noch sehr oft: „Lies ein richtiges Buch!“ Das ist sehr schade. Gerade dann, wenn sie eine bereits bestehende Geschichte erzählen, wie hier die Game of Thrones-Reihe, dann ist es nicht einfach eine Nacherzählung mit Bildern, sondern ein eigenständig zu betrachtenes Werk. Jeder Künstler legt einen anderen Schwerpunkt und einen Ansatzpunkt in seine Geschichte, so dass man eine völlig neue Welt entdecken kann.

Fazit:
Wie George R. R. Martin so schön beschreibt: „eine eigenständige Bearbeitung der Romane“. Auch ohne die Romane zu kennen, ein bildgewaltiges Werk, das Lust auf mehr macht. Der zweite Band ist schon angelesen.
4 Büchersterne.

P.S.: Ein Hinweis vom Autor: Wir sollen die Charaktere nicht zu sehr ins Herz schließen, was aber gar nicht so leicht fällt….

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