Lilith Parker und der Kuss des Todes

Wilk, Janine
Lilith Parker und der Kuss des Todes
Stuttgart [u.a.] ; Planet Girl., 2012
ISBN 978-3-522-50254-2
398 S. – 14, 95 €

Lilith Parker Reihe:
Bd. 1: Lilith Parker – Insel der Schatten
Bd. 2: Lilith Parker und der Kuss des Todes
Bd. 3: Lilith Parker und das Blutstein-Amulett (13.09. 2013)
Lt. einem Interview (letzter Aufruf:14.6.13) hat die Autorin mindestens fünf Bücher geplant, es könnten aber auch mehr werden…

Inhalt:
Lilith hat sich in ihrer neuen Heimat Bonesdale eingelebt. Doch da geschiehen seltsame Mordfälle, die eindeutig von einer Banshee begangen wurden. Nur ist Lilith momentan die einzige Banshee… So muss sie vor den Rat der Vier treten und könnte für immer verbannt werden…

Rezension:
Lilith hat sich gerade eingelebt in ihrer neuen Heimat und sehr viel über ihre Herkunft erfahren. Sie ist eine Erbin des großen Baron St. Nephelius und jetzt auch Trägerin des Bernstein-Amuletts, dass sie als zukünftige Führerin der Nocturi auszeichnet. Nur leider leuchtet es nicht so stark, wie es sollte.

Aber dies ist nicht Liliths einziges Problem in der ganzes Geschichte.
Bürgermeister Scrope, der jetzige Anführer (nur solange, wie Lilith braucht, um es zu werden), setzt alles, aber auch einfach alles daran, dem Mädchen zu schaden. Es ist eine ganze Verschwörung, deren Strippen sehr weit reichen und deren Ausmaße erst zum Schluss vollends erkannt werden.
Lilith hat im Laufe der Geschichte mit einigen Dingen zu kämpfen. Es geht sogar soweit, dass sie selbst an sich zweifelt. Ist sie wirklich eine Mörderin, so wie man es ihr einredet? Denn momentan gibt es scheinbar nur eine einzige Banshee und das ist Lilith. Bei jedem Mordopfer wurde der Todeskuss gefunden und das können nunmal nur Banshees. Die Frage, die wir uns als aufmerksame Leser stellen ist, ob es wirklich nur eine Banshee gibt, oder ob da noch jemand anderes seine Finger im Spiel hat.

Die weiteren Probleme, um die Lilith sich kümmern muss, einmal in Kurzform.
Emma, ihre beste Freundin, hat Angst eine Socor zu werden. Socor werden alle diejenigen magischen Wesen genannt, deren Kräfte nicht an ihrem 13. Geburtstag entstanden sind. Diejenigen ohne magische Kräfte. Das ist Emmas größte Angst und daher hilft Lilith wo sie kann,  bis der Dämon Belial ihr eintrichtert, dass Emma womöglich keine Kräfte bekommen wird.
Emma ist zudem in Matt verliebt, dieser aber in Lilith. Und Lilith erkennt diese Zwickmühle, was ihr arge Bedenken macht. Denn sie möchte beide als Freunde behalten und niemanden kränken. Kompliziert.
Lilith kann mit den Wölfen reden und verspricht diesen zu helfen, damit sie wieder in die Gemeinschaft der Übernatürlichen aufgenommen werden können. Wobei diese besonders verachtet werden, da sie leicht durch die bösen Dämonen gesteuert werden können. Doch die „neue“ junge Generation scheint immun dagegen zu sein.
Lilith muss sich dem Rat der Vier stellen, einem Tribunal mit den Anführern der jeweiligen Dämonengattungen. Normalerweise erscheinen die Dämonen aus dem Höllenreich nicht, doch auf einmal sitzt Belial dabei und will natürlich, dass Lilith verurteilt wird, was bedeuten würde, dass sie verbannt wird und ihr alle Erinnerungen an Bonesdale genommen werden.
Meiner Ansicht nach, beginnt eventuell auch eine Liebesgeschichte, bzw. werden hier die ersten zarten Grundsteine dazu gelegt. Der alte Vampirfürst wird wohl nicht mehr lange leben und hat seinen Sohn André mitgebracht. Also wer da die Funken nicht gesehen hat!

Es spitzt sich alles zu und man fragt sich schon, was denn noch alles kommen soll und was das arme Mädchen alles noch aushalten muss. Damit sie beweisen kann, dass sie eine wahre Erbin ist, soll sie das Schloss an der Burg von Baron St. Nephelius öffnen. Denn nur ein wahrer Erbe könne dies. Deswegen war auch seit Jahren niemand mehr in der Burg. Aber Lilith hat es bereits heimlich versucht und es funktionierte einfach nicht. Wie soll sie das dann bloß vor einem großen Publikum schaffen?

So viele Wendungen und spannende Szenen in einem Buch sind wirklich selten und man wird fast bis zum Schluss im Unklaren gelassen, wer denn nun alles seine Finger im Spiel hat. Einige Vermutungen hatte man und diese waren teils auch richtig, wenn man dann aber bedenkt, welche größere Macht ihre Finger im Spiel hat….

Und das fieseste überhaupt, war das Ende. Eine nicht nur für Lilith, sondern auch für uns, atemraubende Erkenntnis kommt zu Tage. Was den nächsten Band umso interessanter machen wird. Damit hat nun wirklich niemand gerechnet.

Genau das ist es, was die Schreibweise/ -art von Janine Wilk ausmacht. Man fühlt sich geborgen in der Handlung und auf einmal speist sie Wendungen ein, das gibts gar nicht. Mit so was rechnet niemand und dennoch passt es perfekt hinein.

Das Cover:
Auch diesmal kann man den magischen Lack abrubbeln. Die beiden Gargoyles symbolisieren die Wächter des Schlosses, dass Lilith in der Geschichte nicht öffnen kann.

Die Autorin:
Janine Wilk wurde 1977 geboren und begann schon mit elf Jahren zu schreiben. Ihre Leidenschaft für Musik stand aber im Vordergrund. Bis 2010 arbeitete sie als Klavierlehrerin. Anfang 20 fing sie dann an wieder mehr zu schreiben und 2006 wurde ihr erstes Buch herausgebracht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Heilbronn und arbeitet fleißig an weiteren Geschichten.
Ihre Website.

Fazit:
Einge gelungene Fortsetzung, die einige Wendungen und Verwirrungen mit sich bringt. Vom Anfang bis zum Ende spannend.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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