Maddie – der Widerstand geht weiter

Kacvinsky, Katie
Maddie – der Widerstand geht weiter
Engl. Titel: Middle ground
Köln ; Boje, 2013
ISBN 978-3-414-82338-0
379 S. – 15,99 €

Maddie-Trilogie:
Bd. 1: Die Rebellion der Maddie Freeman
Bd. 2: Maddie – der Widerstand geht weiter
Bd. 3: lt. Website der Autorin z.Z. in Arbeit

Inhalt:
Maddie geht weiter gegen die Digital School und das Online-Leben vor. Ihr Vater versucht sie zu überwachen, doch er kann es nicht verhindern, dass Maddie in die DCLA (Detention Center L.A.) eingeliefert wird. Ein Umerziehungscenter. Hier versuchen die Mitarbeiter mit allen Mitteln, Abweichler wie Maddie wieder ins System einzufügen. Maddie bemerkt, dass sie dem Druck nicht lange standhalten kann…

Rezension:
Band zwei schließt im Grunde nahtlos an Band eins an. Maddie muss zu ihrem Bruder nach L.A. ziehen, damit ihr Vater sie im Auge behalten kann. Da Maddie aber mittlerweile das Leben neben dem PC zu schätzen gelernt hat, ist es ihr einfach zuwider sich mit ihrem Bruder per PC zu unterhalten, während er nur einen Raum weiter sitzt.
So lässt sie sich auch dazu hinreißen, einen Club zu „sprengen“, indem sie sich ins Computersystem hackt und den anderen Gästen von einem Leben ohne gefakte Avatare erzählt.

Die Aktion bleibt nicht unentdeckt und diesmal steht es schlecht für Maddie. Nicht mal ihr Vater, der soviel Macht besitzt, kann sie vor einer Einweisung in ein Umerziehungscenter bewahren.

Hier beginnt fortan der Psychoterror, dem Maddie mindestens ein halbes Jahr ausgesetzt sein wird. Schon nach der ersten menschenverachtenden „Untersuchung“ merkt Maddie schnell, dass sie die Zeit nicht durchhalten kann.
Alle Insassen der Anstalt erhalten eine Droge, getarnt als Medikament, dass zu schrecklichen Albträumen führt und dazu führt, dass niemand mehr freiwillig seinen Raum verlässt. Zudem wird so vertuscht, dass den Insassen andere Erinnerungen eingespielt werden. Es dauert nicht lange, da hat Maddie panische Angst vor Berührungen.

Während wir im ersten Band erlebt haben, wie sehr sich Maddie geändert hat, so lernen wir im zweiten Band auch Justin besser kennen und warum er bei Beziehungen so zurückhaltend ist. Es war fast schon irritierend, als er auf einmal mit seinen wahren Gefühlen rausrückte, dass ich fast glaubte einen anderen Justin vor mir zu haben.

Er ist aber auch zwiegespalten mit seinen Gefühlen. Einerseits macht Maddie viel zu viel Schreckliches durch und dank dem Pfleger Gabe haben sie eine Chance sie zu befreien, doch wenn Maddie länger bleibt, haben sie auch etwas gegen die Machenschaften des Umerziehungscenters in der Hand.
Hier steht die Frage im Raum, ob Maddie wirklich so freiwillig bleibt, oder ob sie Justin etwas beweisen möchte.

Jedenfalls erfahren wir als Leser hier nun die Hintergründe der Gründung der DS (Digital School) durch Maddies Vater und dem Neurowissenschaftler Richard Vaughn, der das Strebenvon Mr. Freeman nach einer sicheren Welt schamlos ausnutzt, um seine Drogen an den Insassen zu testen.

Besonders viel passiert im letzten Part des Buches und auch rasant, so dass dem Leser einige Informationen zugespielt werden. Über Justin, die Gründung der DS, die Manipulation der jüngeren Generation und die Skrupellosigkeit von machtbesessenen Menschen.

Das Cover:
Ist im Grunde exakt das gleiche wie beim ersten Band, nur in blau und mit einem anderen Titel.

Die Autorin:
Katie Kacvinsky war eigentlich Model und Lehrerin bevor sie sich dem Schreiben widmete. Neben der Maddie-Trilogie hat sie noch eine weitere Trilogie am Laufen und zwar um Dylan & Gray.

Fazit:
Die Welt im Jahr 2060 kannten wir schon aus dem Vorgänger, doch diesmal erleben wir Psychoterror und Manipulation hautnah mit. Wie viel kann ein Mensch verkraften und wie lange kann er dem Druck standhalten? Sieht so wirklich die Zukunft aus, wenn wir alle nur noch vor den Bildschirmen sitzen? Nicht ganz so spannend, wie der Vorgänger, aber dafür erhalten wir Hintergrundinformationen.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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