Eve & Caleb – wo Licht war

Eve & Caleb; 1Carey, Anna
Wo Licht war
Engl. Titel: Eve
Bindlach ; Loewe, 2013
ISBN 978-3-7855-7103-3
299 S. – 8,95 €

Eve & Caleb-Trilogie:
Bd. 1: Wo Licht war
Bd. 2: Once
Bd. 3: Rise

Inhalt:
Durch die Große Seuche ist der Großteil der Menschheit gestorben. Die wenigen Überlebenden haben sich zusammengerottet. Die Kinder leben in verschiedenen Heimen getrennt voneinander. Eve wächst in der Hoffnung auf durch ihre gute Bildung ein wertvolles Mitglied der neuen Gesellschaft zu werden. Doch dann findet sie heraus, was mit den Absolventinnen ihrer Schule wirklich geschieht…

Rezension:
Gleich zu Beginn der Geschichte schmeißt uns die Autorin in eine fast unvorstellbare Zukunft. Der Großteil der Menschheit ist durch eine Seuche dahingerafft, nur wenige überlebten. Die Übriggebliebenen rotten sich zusammen und ein Mann übernimmt die Führung. Der König des Neuen Amerikas verspricht eine neue Ära.
Die Wirklichkeit aber sieht erschreckend anders aus. Die Mädchen werden in Internaten aufgezogen, mit Vitaminen vollgepumpt und gut genährt. Für die Mädchen scheint es normal, sie verspüren gar keinen Drang danach zu schauen, was hinter den Schulmauern liegt. Sie hinterfragen nicht die vielen ärtzlichen Untersuchungen und glauben daran, dass sie ein wichtiges Mitglied beim Wiederaufbau des Neuen Amerikas werden können, wenn sie besonders fleißig sind.

Eve ist die Hauptperson dieser Geschichte und aus ihrer Sicht erleben wir das Geschehen. Sie glaubt vollkommen an das neue System, einfach weil sie es nicht anders gelernt hat.
Doch schon sehr bald muss sie feststellen, dass alles was man ihr sagte, eine Lüge ist und ihr und ihren Mitschülerinnen keine rosige Zukunft in Aussicht steht. Mit eigenen Augen muss sie feststellen, dass die Mädchen nur deshalb so behütet aufgezogen werden, damit sie möglichst viele Kinder gebären können. Kaum nach ihrem Schulabschluss werden sie in ein anderes Gebäude umziehen und dort an Betten festgeschnallt um Kinder austragen.

Schon im vierten Kapitel macht sich Eve auf die Flucht, mit ein wenig Unterstützung von einer Lehrerin. Aber sie ist der Wildnis vollkommen ausgeliefert. Zusammen mit Arden, die schon vor Eve flüchtete und sie auf die Gebärstation aufmerksam machte, versucht sie nach Califa zu kommen. Eine Stadt, in der sie sicher ist.

Um dem Titel endlich gerecht zu werden, kommt nun der Mann ins Spiel. Unterwegs treffen die Mädchen auf Caleb, der sofort erkennt, woher die Mädchen kommen und ihnen hilft.
Eve bleibt ihm gegenüber immer noch skeptisch, gemäß dem was sie von ihren Lehrerinnen gelernt hat.
Wenn man sich dem Hintergrund von Eve nicht voll bewusst ist, dann können einige Handlungen und Entscheidungen nicht ganz nachvollzogen werden. Im Internat hat man ihr eingetrichtert, dass die Männer eben von Natur aus ihren Trieben folgen und im Nachhinein ist eine Szene, in der sie von Leif derart bedroht wird, doch nachvollziehbar. Sie hat eben keinerlei Ahnung von Liebe und Partnerschaften und sucht die „Schuld“ auch bei sich. Hier hätte Caleb eigentlich anders reagieren müssen, aber auch er ist unter anderen Umständen groß geworden. Die Jungen mussten die Städte wieder aufbauen und das einzige was sie von den Mädchen erfuhren, war dass sie die „Säue des Königs“ sein.

Was die Autorin oft gut gemacht hat, war das „Wieder-wach-rütteln“. Irgendwann flachte die Geschichte ab und plötzlich passierte wieder etwas Spannendes. Kaum fühlte sich Eve einigermaßen sicher, als der nächste böse Mensch auftaucht.

Das Cover / Der Titel:
Das Cover ist sehr schlicht, was ein toller Kontrast zu allen Gesichter-Covern der anderen Neuerscheinungen ist. Der Titel ließ mich zunächst an Adam & Eva denken.

Die Autorin:
Anna Carey studierte Literatur und Kreatives Schreiben, arbeitete als Lektorin für Kinder- und Jugendbücher und verfasste mit Wo Licht war ihren ersten Jugenroman.

Fazit:
Ein krasser Einstieg in eine dystopische Welt, deren Spannung teilweise abflachte, um dann wieder hochzusteigen. Das Ende ist ein Cliffhanger, der die Frage offen lässt, warum Caleb das getan hat. Und dann ist da noch die Sache mit dem König. Auf jeden Fall weiterlesen!
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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