Lenobias Versprechen

Lenobias VersprechenCast, P.C. ; Cast, Kristin
Lenobias Versprechen
eine House of Night Story
Engl. Titel: Lenobia’s vow
Frankfurt am Main ; FJB, 2012
ISBN 978-3-8414-2216-2
187 S. ; Illustration – 11,99 €

Inhalt:
Bevor Lenobia Zoeys Lehrerin und Vertraute wurde, war sie ein ganz normales Mädchen. Um zu heiraten, wurde sie nach Amerika geschickt. Auf der Überfahrt lernt sie Martin kennen und verliebt sich in ihn, doch der mitreisende Bischof treibt dunkle Spiele…

Rezension:
Eigentlich haben die beiden House-of-Night-Stories den Sinn bestimmte Nebencharaktere der Hauptserie näher zu beleuchten.
Hier geht es hauptsächlich um Lenobia, die Vampirin mit einer Affinität zu Pferden. (Nebenbei: ich hasse dieses Wort… Affinität… schrecklich)

Bevor sie ins House of Night kam und bevor sie eine Vampirin wurde, lebte sie als uneheliche Tochter eines Herzoges ein eher mittelmäßiges Leben. Ihr Vorteil ist vielleicht noch gewesen, dass sie besonders hübsch ist und ihrer legitimen Schwester verblüffend ähnlich sieht. So nutzt ihre Mutter des Tod Céciles, um Lenobia an deren Stelle zu setzen. Das bedeutet für sie, die Überfahrt nach Amerika in eine der neuen Kolonien, wo sie einen ihr unbekannten jungen Mann heiraten soll.

Zeitlich gesehen befinden wir uns in Frankreich, 1788, kurz vor der Revolution. Leider blieb der historische Hintergrund ziemlich auf der Strecke und als die Mädchen nach einer langen Schiffsreise in Amerika ankamen, störte es mich sehr, dass die Verhaltensweisen der damaligen Menschen so stark verdreht wurden.
Es war damals definitiv nicht normal, dass Vampire unter den Menschen weilen. Es war nicht normal, dass sie fast ebenbürtig in einem House of Night leben. Niemand hätte einfach so zugesehen und das geschehen lassen.

Lenobias Geschichte soll eigentlich davon erzählen, wie sie zur Vampirin wurde. Grob passiert dies auch, aber ich konnte mich absolut nicht in die junge Frau hineinversetzen. Vor allem ihre Gefühle gegenüber Martin und die Abneigung gegen den Bischof kamen einfach nicht richtig rüber.

Es scheint mir eher, als wäre die kurze Geschichte so etwas wie eine Art Schreibarbeit. Einfach etwas zusammenschreiben und den Erfolg der Romane nutzen. Viele Themen, wie die Sklaverei wurden angeschnitten, aber nicht weiterverfolgt. Teilweise liest es sich, als wären die Sätze für Kinder geschrieben und an anderen Stellen wurden Fremdwörter eingesetzt, die nie erklärt werden und nicht jeder spricht Französisch.

Am Anfang eines jeden Kapitels sollten wohl Bilder die Geschichte auflockern, aber einige waren äußerst komisch. Der Bischof mit seiner seltsamen Lippe, wie er mit dem Feuer spielt. Woher er die Gabe hat, dass Feuer für seine Zwecke zu nutzen, bleibt ein Geheimnis. Das lustigste Bild ist das zweite, als Lenobia die Hand ausstreckt, um die Katze zu streicheln. Leider hat man die Hand an einem ungünstigen Platz eingezeichnet.

Das Cover ist wie üblich relativ unspektakulär. Soll Lenobia darstellen und rechts unten eine Pferdesilouette.

Die Autorinnen:
Das Mutter-Tochter-Gespann ist erst richtig durch ihre House-of-Night-Saga berühmt geworden. Sie leben beide in Tulsa, wo die Geschichte auch spielt. P.C. Cast war Lehrerin und der ein oder andere Roman von ihr hat auch eine Lehrerin als Hauptperson. Kristin Cast ist in der House-of-Night-Saga für die Jugensprache verantwortlich.

Fazit:
Ein Lückenbüßer, der eigentlich das Interesse an den nächsten House of Night Bänden steigern soll. Vollbringt aber eher das Gegenteil. Die Hauptperson bleibt blass und der geschichtliche Hintergrund wird verfremdet.
Ich vergebe 2 Büchersterne.

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