Pandemonium [Chaos, Wirrnis, Tumult]

PandemoniumOliver, Lauren
Pandemonium
Engl. Titel: Pandemonium
Hamburg ; Carlsen, 2012
ISBN 978-3-551-58284-3
349 S.  – 17,90 €

Amor-Trilogie:
Bd. 1: Delirium
Bd. 2: Pandemonium
Bd. 3: Requiem (engl. Titel)

ACHTUNG! Band eins sollte vorher gelesen werden und zudem muss ich etwas spoilern.

Inhalt:
Lena ist die Flucht in die Wildnis geglückt, doch Alex wurde gefangen genommen. Nach und nach lebt sie sich bei den Menschen ein, die sie fanden und heilten. Sie durchlebt einige harte Zeiten, bis sie wieder in die Gesellschaft kommt und dort eine Aufgabe zu erfüllen hat. Die Beschattung von Julian Fineman.

Rezension:
Der erste Band endete abrupt als Lena es über die Grenze zur Wildnis schaffte und Alex von den Wachen erwischt wurde. Schwer verletzt wurde Lena von einer Gruppe „Invaliden“ aufgenommen und gepflegt.
Raven, die Anführerin zeigt Lena das grausam harte Leben in der Wildnis. Aus jedem kleinen Fitzelchen Rest wird noch etwas Essbares gekocht. Sie lernt schnell, dass sie selber hart anpacken muss, um zu überleben. Zudem wird sie mit dem Tod konfrontiert, der dort draußen vor allem Winter an jeder Ecke lauert.

Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Abwechselnd erzählt Lena was sie Damals erlebt und was sie Jetzt durchmacht. In den „Damals“-Kapiteln erleben wir Lenas Überleben in der Wildnis, der Aufbruch aus dem Camp zu einem sicheren und der Zusammenprall mit den „Schmarotzern“. Schmarotzer sind auch „Invalide“, aber viel gefährlichere, die für ihren eigenen Zweck über Leichen gehen.
In den „Jetzt“-Kapiteln lebt Lena plötzlich wieder unter den „normalen“ Menschen und geht zur Schule und Sitzungen der VDFA (Vereinigung für ein Deliria freies Amerika). Das war am Anfang etwas verwirrend, aber nach und nach erfährt der Leser, dass Lena eine Aufgabe zu erfüllen hat. Nämlich das Beschatten von Julian Fineman, dem Sohn des VDFA-Vorsitzenden und bislang noch ungeheilt. Julian hat anscheinend einen Girhintumor, der bisher verhinderte, dass man ihn von der Deliria heilen kann. Doch bald soll der Eingriff stattfinden.

Bei einer Kundgebung überschlagen sich die Ereignisse, Lena und Julian werden von Schmarotzern gefangengenommen und eingesperrt. Zunächst ist Julian mehr auf Abstand bedacht, weil er Angst hat, sich mit Deliria anzustecken, doch nach und nach gibt er seiner Neugier nach und kommt Lena näher.
Hier erkennt man schon, dass da eine Dreiecksbeziehung heranwächst. Alex taucht in Lenas Erinnerungen und Gedanken viel seltener auf und mit Julian versteht sie sich immer besser.

Mit Julian Fineman hat die Autorin einen besonderen Charakter geschaffen. Einerseits verkörpert er den Inbegriff eines folgsamen Kindes, dass unbedingt geheilt werden will. Andererseits spielt er nur eine Rolle vor seinem gewalttätigen Vater und hegt viele Zweifel gegenüber den Prinzipien und Ansichten der VDFA.

Ein großer Teil der Geschichte macht Lenas und Julians Flucht aus, bis sie sich zwar in Sicherheit wiegen, aber dann von der VDFA aufgegriffen werden. Ab hier etwa beginnt ein Teil des Cliffhangers mit der Person, die Lena rettete. Ja, beim Lesen wussten wir wer es ist, aber Lena nicht und da fragen wir uns, ob sie im dritten Band diese Person wiedersieht.
Zudem erfährt Lena, dass ihr Auftrag im Grunde ein Fake war, der ihr Vertrauen in Raven erschüttert.

Spannend macht es zum Schluss noch der Cliffhanger, der auf eine interessante Dreiecksbeziehung samt aller Konflikte hoffen lässt.

Das Cover besticht durch das Gekritzel über das gesamte Buch. Lena scheint wieder das Gesicht zu sein, wobei das irgendwie uninteressant ist, aber je mehr man sich auf das Wort „Kampf“ konzentriert, um so größer ist die Wirkung des Covers.

Die Autorin:
Lauren Oliver hat Philosophie und Literatur studiert und schon als Kind leidenschaftlich gern Fortsetzungen geschrieben. Neben der Amor-Trilogie hat sie den Titel Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie veröffentlicht.

Fazit:
Mit Pandemonium schlägt die Amor-Trilogie eine neue Wendung ein. Zuvor ging es um die erste Liebe von Lena, das Erkennen, dass es keine Krankheit ist und das Schmachten nach Alex. Jetzt ist Alex scheinbar Nebensache und Lena taucht ein in den Kampf der Invaliden und der VDFA.
Anfangs war der Einstieg etwas mühsam, da wir in das Jetzt geschmissen wurden, aber man mag das Buch gar nicht weglegen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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