Starters

StartersPrice, Lissa
Starters
Engl. Titel: Starters
München ; iVi-Verl., 2012
ISBN 978-3-492-70263-8
15,99 €. – 398 S.

Bd. 1: Starters
Bd. 2: Enders (erscheint voraussuchtlich Mai 2013)

Inhalt:
Callie bietet aus Geldnöten und aus großer Sorge um ihren Bruder ihren Körper der Body Bank an. Diese vermietet den Körper an ältere Personen, damit sie sich nochmal „jung“ fühlen können. Aber Callie erwacht zu früh und stellt fest, dass ihre „Mieterin“ etwas Schreckliches vor hatte. Callie will dies verhindern und gerät tief in den Sumpf…..

Rezension:
Auch diese Dystopie spielt in den USA, welche nicht mehr das sind, was wir heute von ihr kennen.
Der sogenannte Sporenkrieg hat eine ganze Generation von Menschen ausgelöscht. Überlebt haben nur die Kinder und die „Alten“. Man nennt sie nur noch Starters und Enders. Während das Leben der Enders komfortabler denn je ist und eine Alter von 140 keine Seltenheit mehr ist, lebt der Großteil der Starters in Armut und Angst.
So auch Callie (16 Jahre) und ihr kleiner Bruder. Schon bald verlieren sie alles was sie an ihre Eltern erinnert und flüchten von Ort zu Ort. Dabei verschlimmert sich der Gesundheitszustand von Tyler, sodass Callie sich gezwungen sieht, das Angebot von Prime Destinations, der sogenannten Body Bank, anzunehmen.
Vielleicht mag es am Anfang interessant erscheinen, dass man in der Zukunft einen Körper mieten kann, um sich noch einmal jung zu fühlen. Aber ist es nicht seltsam, wenn der Körpervermieter aufwacht und eine große Schnittwunde am Arm vorfindet? Dann kommt die Frage, was der Mieter mit dem Körper getan hat, auch wenn er gewissen Regeln zugestimmt hat. Regeln sind da um gebrochen zu werden, oder?

Callie erwacht eines Tages viel zu früh und erkennt nach und nach, was Helena, ihre Mieterin mit ihrem Körper vor hat. Sie will den „Old Man“ töten, der hinter Prime Destinations steht. Immer tiefer gerät Callie anschließend in den Sog von Helenas Nachforschungen und der Wahrheit hinter der Body Bank. Wer während des Lesens schon anfängt weiter zu denken, zu grübeln, wo das Ganze hinführen könnte, hat vermutlich sicher einen kleines Geistesblitz, was so alles möglich sein könnte. Wenn man einen Körper für eine bestimmte Zeit übernehmen könnte, was würden dann skrupellose Menschen/Enders dann wohl planen?
Jedenfalls stellt Callie fest, dass es schwer ist, jemanden zu finden, dem man trauen kann, gerade dann, wenn du nicht sicher sein kannst, ob du vor dir einen Ender im Starter-Körper hast.

Meine Erwartungshaltung an dieses Buch war sehr hoch, gerade weil ich überall gehört habe, wie toll es ist. Daher hatte es das Buch von Anfang an nicht allzu leicht, was ich im Nachhinein durchaus schade finde, da es echt Potenzial hat.

Sobald ein Erzählstrang oder eine Szene sich wie eine Sackgasse für unsere Protagonistin anfühlte, passierte auf einmal etwas, dass mehere neue Abzweigungen erscheinen lies und es anschließend wieder weiter ging, bis sie erneut in einer Sackgasse stand.
Die Ich-Perspektive, die L. Price für ihr Werk wählte, passt sehr gut. Denn wenn Callie rätselt, was mit ihrem Körper geschah, als eine Mieterin ihn übernahm, rätseln wir auch. Das weiß nur die jeweilige Mieterin und Callie lernt nie eine von ihnen kennen.
Erschreckend ist allerdings, dass es möglich sein könnte, einen Chip ins Gehirn eingepflanzt zu bekommen, der nie wieder ohne Schäden entfernt werden kann. Dieser Chip ermöglicht es zwar, dass Callie und ihre Mieterin Helena in Kontakt zueinander treten können, doch dadurch weiß Prime Destinations stets wo sie ist.

Eine andere Sache ist der Autorin auch besonders gut gelungen. Die Charaktere des Old Mans und Blakes. Der Old Man, dessen Gesicht man nie erkennen kann und Blake, in den sich Callie verliebt, als sie dank Helena in der Oberschicht der Enders spazieren kann. Sehr überrascht und auch etwas angeekelt fühlt man sich, sobald man dem Ende nahekommt und die Geschichte um Blake aufgelöst wird.

Das Cover ist sehr schlicht geraten, wodurch das Buch aus der Masse heraussticht. Etwas befremdlich wirkt es zudem, da wir kein Gesicht erkennen.

Die Autorin:
Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebte schon in Japan und Indien. Zurzeit wohnt sie in Kalifornien. Starters war das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

Fazit:
Meine Erwartunsghaltung an das Buch war hoch, leider zu hoch. Ich wartete darauf, dass das Buch noch an Fahrt auf nimmt, noch „einen drauf legt“, aber das tat es leider nicht. Jedoch ist das Buch daran nicht maßgeblich schuld.
Die Idee hinter Starters ist genial und erschreckend und zeigt, auf was sich unsere Menschheit eventuell einlassen muss.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s