„Du tust dem Buch weh!“ – nur ein bisschen bibliophil

Man kann mir schon nachsagen, dass ich bibliophil bin. Meine Regale sind voll und leeren sich auch nur selten. Das hat zwar eher was von einer Bibliomanie, aber ich kaufe nicht wahllos irgendwas.
Ich achte sehr auf meine Bücher. Keine Knicke, keine gebrochenen Buchrücken, keine Flecke und Kritzeleien.
Nun nicht jeder geht so mit Büchern um. Im Grunde ist mir das auch egal, wie andere ihre eigenen Bücher behandeln, schließlich haben sie diese ja auch irgendwann mal erworben. Was dann aber ärgerlich ist, ist das Beschädigen von Büchern, die einem nicht gehören. Und da ist es egal, ob es von einem Freund oder aus der Bibliothek entliehen wurde.
Hier habe ich ein Foto von etwas älteren Büchern. Der Inhalt war mal relevant für zahlreiche Schulprüfungen.

Lustig ist noch das erste Bild. Ob da wirklich mal jemand angerufen hat?

Buchbeschädigung

Das zweite ist weniger lustig. Da hat dann jemand genau die Textpassagen herausgeschnitten, die er für Prüfung/Referat/Hausaufgabe gebraucht hat und später wieder eingeklebt. So viel Arbeit mit nem Cuttermesser und Tesafilm, anstatt einfach kopieren?

Als ich mir eben nochmal den Unterschied zwischen Bibliophilie und Bibliomanie angelesen habe, haben mich die anderen Varianten der Bibliomanie schmunzeln lassen.

Für Varianten der Bibliomanie gibt es folgende Bezeichnungen:

  • Biblioklast (von griech. klastein = zerbrechen): jemand, der besessen ist vom Wunsch Bücher zu zerstören.
  • Bibliokleptoman (von griech. kléptein = stehlen): zwanghaftes und impulsives Stehlen von Büchern ohne materielles Interesse.
  • Bibliopath (von griech. pathos = Leiden): jemand, den Bücher krank machen.
  • Bibliophag (von griech. phagein = essen): jemand, der Bücher „frisst“ bzw. buchstäblich verschlingt.
  • Bibliophob (von griech. phobos = Angst): jemand, der Angst vor Büchern hat.
  • Biblioskop (von griech. skopein = betrachten): jemand der Bücher durchblättert, ohne zu lesen.
  • Bibliotaph (von griech. taphos = Grab): jemand, der zwanghaft seine Bücher versteckt und vor der Welt verbirgt („wie in einem Grab“).
  • Bibliovers (von lat. versus = gegen): jemand, der Bücher zweckentfremdend nutzt.

Alles nachzulesen bei wikipedia.

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Ein Kommentar zu “„Du tust dem Buch weh!“ – nur ein bisschen bibliophil

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