[Dies und Das-Post] Sind Frauen unordentlich? – Ein Primark-Erlebnis

Mein Freund und ich waren vor Kurzem bei Primark. Wir hatten uns schon darauf eingestellt, gleich morgens früh zu beginnen, um den Massen von Teenies und Mädels zu entgehen.
Lief am Anfang auch ganz gut. Er hat sich fast zwei Stunden lang eingekleidet und ab 12 Uhr merkte man, wie es voller wurde. Die letzten Sachen ausgesucht und zum zweiten Mal an die Umkleide angestellt.
Vor uns waren zwei Frauen, so Mitte bis Ende 30, denen von den beiden Typen vor uns, netterweise gesagt wurde, dass sie hier nicht stehen dürften. Ist ja die Männerumkleide. Ich durfte nicht mal mit rein, um zu gucken, ob ihm die Shirts auch stehen.  Angeblich sollten sie sich hier unten anstellen, da bei den Frauen alles dicht sei. Ok…..
Danach waren die Typen noch so nett und teilten den beiden mit, dass sie nur 8 Sachen mitnehmen dürfen.
Dann fing das Aussortieren an. „Ach, wer braucht das schon!“ Zack, irgendwo ins Regal geschmissen. „Und das: Wollt‘ ich eh nicht!“ Wieder ins Regal. Als ein Bügel runterfiel, wurde selbiger mal eben irgendwo hin geschossen. „Wer braucht schon Bügel?!“ Ich hatte meine Scheiß-egal-Haltung für den heutigen Tag aufgelegt, ansonsten hätte ich mich wohl tierisch aufgeregt. 1. Hätten sie die „nicht-haben-wollen“-Sachen an der Umkleide abgeben können und 2. Wo haben sie ihr Benehmen gelassen? Von Frauen Ende 30 erwarte ich irgendeine Art von Anstand. Die sind doch die ersten, die sich aufregen, wenn irgendwo was rumliegt, oder die „Kinder“ Unordnung gemacht haben.
Das Beste: Als sie dran waren, hieß es: Du kommst, hier net rein!
Solange kein Manager (heutzutage sind alle Manager für Irgendwas und Irgendwen) das OK gibt, kommen die beiden auch nicht in die Männerumkleide. Hehe. Ein bisl Schadenfreude war da ja schon dabei.

Nun gut. Mein Freund hatte alles ergattert, was er brauchte und man merkte, wie es voller und voller wurde. Eigentlich hatte ich da schon keine Lust mehr für mich zu schauen und glücklicherweise sahen die Klamotten auch alle einfach Oma-mäßig-schlecht aus, dass ich mir nur Bettwäsche, Strümpfe und die lustigen Unterhosen gekauft habe.
Das, was mich aber am meisten schockiert hat, war das:
Unordnung
Ich hatte dieses Chaos zunächst nicht bemerkt, bis ich mitten drin stand. Mir fehlen zu diesem Verhalten einfach nur die Worte. Es ist mir auch noch nie in irgendeinem anderen Laden begegnet. Man kann hier sicher irgendwelche Analysen draus ziehen, aber ich frage mich nur, was da für ein Charakter hintersteckt. „Anprobieren, hinschmeißen, anprobieren, hinschmeißen“.
Die andere Schuhecke sah im Gegensatz dazu sehr ordentlich aus, aber dort konnte ich keine Minute verweilen, weil es vor Plastik nur so stank. Diese Clogs und FlipFlops aus dem Billigmaterial waren so ekelig. Warum hören die Mädels nicht auf ihre Nasen? „Es stinkt, es ist nicht gut für dich!“

Eins noch zum Schluss: Irgendwann halte ich mich an meine Grundsätze, die ich einhalten sollte, um unbeschadet aus einem Primark herauszukommen.
1. Nicht in den Ferien bei Primark shoppen
2. Möglichst innerhalb der Woche und
3. möglichst früh anfangen
4. Ab 13 Uhr sollte man machen, das man wegkommt, denn dann haben die Teenies Schulschluss
5. Nicht am Wochenende einkaufen, außer man schafft es vor 12 Uhr raus zu kommen
Hält man sich an diese 5 Punkte, sollte man überleben, ohne extremst miese Laune zu haben und angepisst von dem Teenieshoppingwahn zu sein.

Und mal ganz ehrlich: Ist das alles nicht etwas überbewertet? Früher war es New Yorker, dann H&M und jetzt ist es Primark. Demnächst gibt es wieder einen neuen Laden.
Aber eine gute Sache hat das Ganze schon. In den anderen Läden ist es viel ruhiger als sonst. 😉

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2 Kommentare zu “[Dies und Das-Post] Sind Frauen unordentlich? – Ein Primark-Erlebnis

  1. Ich muss sagen, ich hab da auch einmal eingekauft. Und bei dem einen Mal wird es bleiben. Die hatten sehr schöne Snoopy-Shirts, die ich gerne trage. Aber nicht nur die Schuhe stinken vor Plastik, der ganze Laden tut es. Die dort gekauften Pullis sind schon trocken wenn ich sie aus der Waschmaschine ziehe – und wenn ich sie trage habe ich total elektrische Haare … permanent.
    Die Qualität der Kleidung lässt leider sehr sehr zu wünschen übrig und wirklich modisch ist das nicht. In den Straßen kannst du sofort sagen, wer Primark-Sachen anhat… die haben dann nämlich noch 5 andere.

    Ich möchte auch bloß nicht überlegen, welche armen Kinder in armen Ländern unter schlechtesen Bedingungen die billigen Klamotten machen. Ich gebe lieber 10 € mehr aus und weiß, dass keine Arbeiter ausgebeutet werden.

    Die Ordnung im Laden ist übrigens bei Zara auch öfter so, habe ich festgestellt. Schuhe und Shirts werden einfach irgendwo hingemüllt… als ob man die nicht vernünftig zurückhängen könnte. Aber zumindest bei Primark sind ja dafür auch die Gänge viiiel zu eng.

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