Blutbraut

BlutbrautRaven, Lynn

Blutbraut

Blutbraut
München ; cbt, 2011

ISBN 978-3-570-16070-1
14,99 €, 734 S.

Inhalt:
Lucinda ist seit jeher auf der Flucht vor der Familie de Alvaro. Sie ist eine Blutbraut und die letzte Rettung für Joaquin de Alvaro. Ohne ihr Blut wird er unweigerlich zum Vampir.

Rezension:
Die erste Rezension las ich auf dem Blog von Charlouise, die ich dann in meinem ersten Post über dieses dicke Buch verlinkte. Blutbraut ist wahrlich ein dicker Schinken und absolut negativ fiel für mich die Bindung/Aufmachung auf. Ein Buch mit über 700 Seiten möchte ich lieber gebunden in der Hand halten, als kartoniert. Ich habe das Buch so vorsichtig gelesen, da ich es nicht mag, wenn die Buchrücken knicken. Habe immer etwas als Stütze unter die vordere Hälfte gelegt, aber als dann der erste Riss entstanden ist, war’s mir plötzlich egal. Bei der Dicke ist es einfach unmöglich, dass der Buchrücken nicht bricht.

——
Mittlerweile habe ich die Rezension dreimal neu angefangen und komme trotzdem nicht so recht weiter.
Blutbraut war nicht schlecht, im Gegenteil. Es hat mir ganz gut gefallen, doch es war viel zu lang. Das könnte man in etwa mit Stephenie Meyers Seelen vergleichen. Eine große Masse an Wörtern, aber im Ganzen kürzbar, um mindestens 100-150 Seiten.
Lucinda bekam sehr viel Zeit, sich das Leben und Zuhause von Joaqiun anzusehen und sich einzufügen. Auch wenn die Kapitel aufgeteilt waren in Lucindas Erleben durch die Ich-Perspektive und dem Geschehen um die anderen Personen durch einen allwissenden Erzähler, so bekam ich dennoch sehr wenig über die Hermandad und ihre Machtkämpfe untereinander mit. So gibt es einmal den Ordre de Hermandad und den Ordre de Sorciers und die Machtkämpfe innerhalb der Hermandad. Sie alle sind Hexer und viele so wie Joaquin dazu verdammt Vampir (Nosferatu) zu werden. Nur das Blut einer Blutbraut kann sie retten. Natürlich ist Lucinda eine ganz besondere Blutbraut und viele wollen sie für sich. Aber was machen sie noch? Nur so dahinleben? Dieser Bereich war so informationsarm, obwohl gerade er sehr spannend gewesen wäre.

Schade ist auch, dass die Dialoge so kurz und abgehackt sind. Beide Hauptcharaktere sind z.B. in Joaquins Atelier und ihre Unterhaltung beruht auf nur wenigen Worten, die im Grunde alles kaputt machen. Dort ist eine besondere Atmosphäre, die dem Leser aber durch die wenigen Worte irgendwie die Stimmung versauen.

Blutbraut ist nicht das erste Buch, das ich von Lynn Raven gelesen habe. Da wären „Der Kuss des Dämons“ und „Werwolf“, bei denen ich leider die Grundhandlung schon aus Werken von Lisa J. Smith und Markus Heitz kannte und dazu „Der Spiegel von Feuer und Eis“, dass Raven unter ihrem Pseudonym Alex Morrin veröffentlichte. Dieses gefiel mir im Gegensatz zu den eben genannten Titel sehr gut.

Die Autorin:
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, bevor es sie nach Deutschland verschlug. Mittlerweile wandert sie nicht nur zwischen den Ländern hin und her, sondern auch in den Genres sowie den Namen. Sie schreibt High und Dark Fantasy und veröffentlich unter Lynn Raven sowie Alex Morrin.

Fazit:
Leider viel zu lang, mit einigen Passagen, die man achtlos überfliegen kann und einer schlechten Broschur. Vom Grundgedanken der Geschichte sehr interessant, daher vergebe ich
4 Büchersterne.

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3 Kommentare zu “Blutbraut

  1. Mit Lynn Raven habe ich ja leider nicht so gute Erfahrungen gemacht – ihr neuestes Buch „Hexenfluch“ fand ich eher mittelmäßig… Eine Chance will ich der Autorin aber noch geben. Vielleicht ja sogar mit diesem Buch…

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