Aschenputtels letzter Tanz

Aschenputtels letzter TanzWeise, Kathleen
Aschenputtels letzter Tanz
Thriller
Stuttgart [u.a.] ; Planet Girl (Thienemann), 2012
ISBN 978-3-522-50301-3
221 S.   9,95 €

Inhalt:
Im Mahnburger Moor scheint ein Verbrecher sein Unheil zu treiben. Harpers Cousine wird überfallen und später noch ein anderes Mädchen. Wer steckt hinter der Tat und was verschweigen die Mädchen?

Rezension:
Zu Aschenputtels letzter Tanz griff ich nur, da die beiden vorigen Bücher der Autorin mir gut gefallen haben. Diesmal ist das Genre ein ganz anderes. Vorher historisch, jetzt ein Thriller. Gewagt für meine Verhältnisse, da Thriller und Krimis mit mir eigentlich immer auf Kriegsfuß standen.

Wir befinden uns in Mahnburg, einer kleinen Stadt in der jeder jeden kennt und der Getratsche an der Tagesordnung ist. Direkt angrenzend befindet sich das Moor, um das sich allerlei Geschichten ranken. Und nun dort in diesem Moor wurde ein Mädchen angegriffen, betäubt und der Täter entfernte ihren großen Zeh.
Unsere Hauptperson Harper erscheint genau zu dieser Zeit in Mahnburg. Mitsamt ihrer Mutter will sie die Ferien im Ort bei ihrer Großmutter sowie ihrer Cousine Elsa verbringen. Leider ist das Opfer eben ihre Cousine.
Das erste, was mich an Harper störte, war ihr Name. Grundsetzlich sind die Namen im Buch unterschiedlich. Mal normal, mal etwas älter, oder eben englisch. Ich musste stets an das Kind von Victoria Beckham denken. An sich ist Harper ein besonderer Charakter. Sie lebt ihre Eigenheiten, trägt außergewöhnliche Mode und kann Dinge nicht einfach ungelöst stehen lassen. So versteht sie ihre Cousine partout nicht. Diese hüllt sich in Schweigen und wird böse, wenn Harper zu viele Nachforschungen anstellt.
Ein zweites Mädchen wird kurze Zeit später überfallen und ihr Gesicht entstellt. Dem Zufall, oder der Anziehungskraft des Moores, sei Dank ist Harper diejenige die sie findet.
Die Indizien, die Harper findet, schließen leicht zusammen, sodass sie Zusammenhänge zwischen beiden Opfern erkennt. Nur beide leugnen, dass sie sich überhaupt gut kennen.

Was hat das denn nun mit Märchen zu tun? Eigentlich nicht viel. Aschenputtel und Schneewittchen sind lediglich E-Mail-Adressen und die Mädchen verkörpern im großen Ganzen die beiden Märchenfiguren.

Mir hat in diesem Thriller irgendwie die Spannung gefehlt. Es ist nicht der erste Jugendthriller den ich gelesen habe. Allein wenn ich mir die Arena Thriller vor Augen führe, sind diese durchweg spannender. Es brodelt dort mehr im Untergrund, zwischen den Zeilen. Hier hatte ich nach etwa der Hälfte eine Ahnung, die sich bei ca. S. 160 von den 221 Seiten verdichtete und sich schlussendlich als wahr herausstellte.
Psychologisch gar keine schlechte Idee, nur die Umsetzung und Lösung war etwas zu einfach.

Von der Gestaltung her gefielen mir die Zeitungsartikel und auch die Forumsbeiträge, die  vor einzelne Kapitel eingefügt wurden. Hier bekommen wir noch einen anderen Blick auf das Geschehen, das sonst aus Harpers Sicht erzählt wird.
Covermäßig sind die Ranken wunderschön gestaltet. Sie sind weiter auf dem Buchschnitt zu finden und ranken sich auf jeder Seite.

Die Autorin:
Kathleen Weise wurde 1978 geboren und hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Sie ist freiberufliche Autorin und arbeit auch als Lekorin. Als ehrenamtliche Mitarbeiteren war sie einige Jahre für das Literaturbüro Leipzig e.V. tätig.

Fazit:
Ein etwas schwacher Jugendthriller. Nicht das beste Buch von K. Weise, aber dennoch schnell durchzulesen.
Ich vergebe 3 1/2 Büchersterne.

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