Dämonen des Lichts

Dämonen des LichtsWeatherly, L.A.
Dämonen des Lichts
Engl. Orig.-Titel: Angel (burn)
Bindlach ; Loewe, 2012
ISBN 978-3-7855-7404-1
461 S.    9,95 €
Bd. 1 von 3

Inhalt:
Die Engel sind auf Erden! Doch sie saugen den Menschen die Lebensenerge aus. Alex ist ein Angelkiller und im ganzen Land unterwegs. Als er Willow töten soll, erkennt er, dass sie etwas Besonderes ist. Ein Halbengel und wohl die Einzige, die die Engelinvasion noch aufhalten kann.

Rezension:
Nachdem der Buchmarkt die Vampirwelle überstanden hat, sind nun die Engel gestrandet. Und das kann man bei diesem Buch ziemlich wörtlich nehmen.

Eigentlich denken wir beim Thema Engel meistens an Schutzengel. Diese Wesen tun nichts Böses, sie schützen uns. Soweit so gut. Aber nicht hier. Die Engel in Weatherlys Geschichte sind fast alle böse. Sie sind auf der Erde, weil ihre Welt schwindet und dummerweise brauchen sie menschliche Lebensenergie, um zu überleben. Doch der Mensch leidet darunter. Er wird immer schwächer und kränklicher.
Am Anfang gab es noch eine CIA-Truppe, die versuchte die Engel zu töten. Ironischerweise braucht man nur ihren Heiligenschein abzuknallen und die Engel verpuffen. Doch diese Angelkiller-Einheit wurde unterwandert und wir sehen uns immer schneller im Endzeitmodus wieder. Scheinbar gibt es nur noch ganz wenige Menschen, die nicht von den Engeln beeinflusst werden.
Hier haben wir zunächst Alex, den Angelkiller, dessen Familie von den Engeln getötet wurden. Er kennt seit seiner Kindheit nichts anderes als das Kämpfen. Lebte nur mit anderen Engelkillern zusammen und war nie auf einer Schule. Was ihm in der Geschichte passiert, seine Gefühle, Gedanken und Taten erfahren wir durch einen allwissenden Erzähler.
Die Hauptfigur ist Willow, eigentlich ein normales Mädchen mit einem Faible für Autos. Denkt sie. Während sie mit ihrer Mutter, deren Krankheitsgrund wir durch die fortschreitende Geschichte erschließen, bei ihrer Tante wohnt und dem einen oder anderen die Zukunft voraussagt, macht sie ihre erste Begegnung mit einem Engel. Ihre wahre Natur lernt sie erst durch Alex kennen, denn bisher war ihr nicht bewusst, dass sie ein Halbengel ist.
Willow ist der auktoriale Erzähler, dessen Parts sich mit dem allwissenden Erzähler abwechseln. Eine sehr angenehme Erzählweise, da wir so auch in das Lager der Engel blicken können und so schon einige Schritte vorher wissen, was sie planen.

Die ganze Geschichte prescht von Anfang an gleich richtig voran, kaum Pausen zum Durchatmen. Wir befinden uns kurzer Hand auf einem Road-Trip nach Mexiko um dann wieder zurückzukehren, um die Church of Angels, das Sektenzuhause der Engel, zu zerstören.
Wäre nicht die Angabe von „Band 1 von 3“ auf dem Titelblatt zu lesen gewesen, hätte ich vermutet, dass die Geschichte zum Ende hin vorbei ist. Denn entweder wartet der Tod, oder die Engel. Aber mehr will ich hier nicht verraten.
Es gibt einige Erzählstränge, die sehr leicht vorhersehbar waren. Zum Einen, dass die CIA nicht ganz das ist, was sie vorgibt und auch die Sache mit dem Engel-Vater von Willow. Man hatte da ein sicheres Gefühl und das wurde dann auch bestätigt.

Das Cover und der Titel sind treffend. Das Mädchen könnte Willow darstellen und Dämonen des Lichts ist eine gelungene Beschreibung der Engel. Mir scheint der Buchrücken des Taschenbuches etwas dicker bzw. stabiler zu sein, denn egal wie weit ich das Buch teilweise öffnen musste, er hielt.

Die Autorin:
L. A. Weatherly, oder auch Lee Weatherly oder Titania Woods wurde 1967 geboren und wuchs in Little Rock, Arkansas auf. Ihr bekanntestes Werk ist die Angel-Reihe. Band 1: Angel burn (dt.: Dämonen des Lichts), Band 2: Angel fire (Oktober 2011 auf englisch), Band 3: Angel fever (Oktober 2012 auf englisch). Eine andere bereits auf deutsch erschienende Reihe heißt Schattenwald-Geheimnisse. L.A. Weatherlys Website.

Fazit:
Engel mal ganz anders. Ein Roadtrip zweier Jugendlicher, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Ein Halbengel und ein Killer auf tödlicher Mission. Interessant. Macht Lust auf mehr.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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