Totentöchter – die dritte Generation

TotentöchterDeStefano, Lauren
Die dritte Generation
(Totentöchter; 1)
Engl. Orig.-Titel: Wither (The Chemical Garden Trilogy; 1)
München ; cbt, 2011
ISBN 978-3-570-16128-9
391 S.  16,99 €

Inhalt:
Durch Genmanipulation sind Krankheiten, wie Krebs, in der Zukunft ausgerottet, doch von nun an sterben die Mädchen bereits mit 20 Jahren und die Jungen mit 25. Rhine wird mit anderen Mädchen entführt und mit Linden verheiratet. Sie sollen möglichst viele Kinder bekommen, damit Lindens Vater seine Forschungen voran treiben kann.

Rezension:
Die nächste Dystopie hat mich erreicht und ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
Der Schauplatz ist eine stark veränderte Welt. Der Dritte Weltkrieg hat auch hier einiges zerstört. Wir befinden uns in Amerika. Wie auch schon in der Cassia & Ky-Reihe wurden Krankheiten fast restlos ausgelöscht. Doch die Kinder leiden fortan an einem Virus, das ihre Lebenszeit drastisch verkürzt.
So können wir auch den passend gewählten Titel herleiten. Die dritte Generation. Zur ersten Generation gehören die letzten alten Menschen zwischen 50 und … Jahren. Die zweite Generation ist die erste, die im Reagenzglas manipuliert wurde und plötzlich nach ihrem 20, bzw. 25 Lebensjahr starb. Und die dritte Generation lebt als erste mit der Gewissheit, dass ihr Leben nur von kurzer Dauer ist.
So kann man sich vielleicht vorstellen, wie das Land aussehen mag. Weniges ist von Dauer und es gibt sehr viele Waisenkinder, die ihre Eltern kaum kannten.
Doch das Schlimme sind die Entführungen der Mädchen. Es scheint Gang und Gebe zu sein, Mädchen zu entführen, sie mit älteren Männern zwangs zu verheiraten um möglichst viele Kinder zu bekommen.

Auch unser Hauptcharakter, Rhine, wird mit ihren 16 Jahren entführt. Obwohl sie und ihr Zwillingsbruder Rowan, nach dem Tod ihrer Eltern so sehr darauf geachtet haben ihr Haus und sich zu schützen.
Es sind die sogenannten Sammler, die überall Mädchen entführen und die „besten“ an meist wohlhabende Männer verkaufen. Rhine muss miterleben, wie nur sie und zwei andere Mädchen überleben, während die anderen im LKW erschossen werden.

Der Großteil der Geschichte wird fortan auf dem Anwesen des Ehemannes stattfinden. Linden ist gerade 21 Jahre und wird wie Rhine nur noch vier Jahre zu leben haben.
Hier kommt auch der Vater Lindens, ein Erstgenerationer, ins Spiel. Skrupellos und besessen von der Rettung seines Sohnes. Hausprinzipal Vaughn forscht an einem Heilmittel und hier sind ihm alle Mittel Recht. Er befindet sich schon einer Art Wahn.

In dieser vom Tod beherrschten Welt, dem abgeschlossenen Frauenbereich gibt es dennoch eine zarte Liebesgeschichte. Während sich die jüngste der Frauen sofort auf Linden einlässt und bald eine Babykugel vor sich her schiebt, verliebt sich Rhine in einen der Hausangestellten.

Die Geschichte erleben wir aus Rhines Sicht und das so authentisch, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Herzklopfen und Spannung lösten sich immerwährend ab. Nicht nur ihre Angst und Sorgen, sondern auch ihre Verliebtheit und Fluchtgedanken sind gut nachvollziehbar.

Schön ist auch das Cover gestaltet. Endlich mal eins, das sich auf die Geschichte bezieht, denn Rhine ist wirklich blond und sie stellt bildlich den Spruch „Wie ein Vogel in einem goldenen Käfig“ dar. Die Mädchen bekommen zwar alles in dem großen Anwesen, aber dennoch sind sie Gefangene.

Totentöchter ist eine Trilogie. Band 2 erschien in diesem Februar auf Englisch und heißt Fever.

Die Autorin:
Lauren DeStefanos Debüt ist die Totentöchter-Reihe. Zuvor studierte sie Kreatives Schreiben und krizzelte schon seit ihrer Kindheit Geschichten auf Servietten.

Fazit:
Totentöchter – die dritte Generation besticht durch die ungewohnt neue Art von Story. Fesselnd, spannend und sehr emotional lässt das Buch nicht zu, dass man es zur Seite legt.
Ich vergebe 5 Büchersterne.

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2 Kommentare zu “Totentöchter – die dritte Generation

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