Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Lange ersehnt war die Verfilmung des Mega-Bestsellers von Suzanne Collins. Die Tribute von Panem.
Dienstag Abend saß ich dann mit Anna im Kino und war gespannt, wie das Buch umgesetzt wurde.
Auf anderen Blogs hatte ich schon gelesen, dass die Autorin selber am Drehbuch beteiligt war. Das verhieß ja schon mal nichts Schlechtes.

Was dann kam, war einfach nur „whoooooooooooa!„, um eine Freundin zu zitieren, die den Film schon vor mir gesehen hatte.

Meine Sorge am Anfang war, wie eigentlich bei jeder Buchverfilmung, dass wichtige Dinge nicht in den Film kommen, oder entscheidende Passagen total verdreht werden. Außerdem können schon unpassend ausgewählte Schauspieler viel kaputt machen. Zum Beispiel war Robert Pattinson nie der passende Edward für mich. Er hat seine Rolle gut gespielt, aber er ist es einfach nicht. Die Vampire an sich wurden mir auch zu käsig dargestellt.
Oder bei Harry Potter, als der Valentinstag komplett fehlte. Na ja.

Die Tribute von Panem hingegen haben mich total überzeugt. Gut, Liam Hemsworth ist nicht der ideale Gale für mich, aber er macht seine Sache gut, zumal er nicht so oft zu sehen war. Auch Peeta hatte ich mir etwas anders vorgestellt, wobei ich mich gut mit ihm abgefunden habe. Jennifer Lawrence als Katniss ist einmalig. Sie entspricht genau meinen Vorstellungen.

Generell trifft der Film so oft genau die richtigen Punkte. Schockmomente, Traurigkeit, Hoffnung. Gleich zu Anfang, als Prim auserwählt wurde und Katniss sich freiwillig meldete, verschwamm die Sicht. Die Unwirklichkeiten, dass viele Menschen hungern, aber im Kapitol sich die Menschen wie bunte Hühner anziehen, um aufzufallen. Das Grauen der Arena und die Skrupellosigkeit der Macher.
Als schließlich die kleine Rue starb, war es im Kino mucksmäusenstill. Anscheinend atmete niemand mehr. Bei mir liefen die Tränen das Gesicht runter. So dermaßen traurig. An vielen Stellen waren die Bilder schlicht überwältigend. Wie die Menschen sich in Distrikt 11 kurzerhand gegen die Friedenswärter stellten.

Das einzige, was mich etwas störte, ich aber eigentlich drüber wegsehen kann, sind die Wolfsmutationen am Ende der Spiele. Im Buch haben sie ja die Gesichter der getöteten Tribute, hier sahen sie eher wie nackte Wölfe aus, denen ich leider total ansehen konnte, dass sie computeranimiert waren. Aber wie gesagt, im Grunde nicht so wichtig.

Ansonsten ist dieser Film einfach super. Und ich kann ohne Überlegungen sagen, dass dies die bisher beste Buchverfilmung war, die ich gesehen habe.  Allein von der Umsetzung um Meilen besser als Twilight. Sehnsüchtig werden somit die nächsten Teile erwartet.
Allerdings mit dem Bedenken der FSK: Diesmal hieß es, dass die FSK 12 gerade so erreicht wurde. Da die Gewalt gerade in Band 3 noch gesteigert wird, z.B. beim Einmarsch ins Kapitol (o.O), müsste man FSK 16 vergeben, oder man kürzt drastisch. Was ich allerdings nicht gut finde.

5 Sterne. Am liebsten würde ich sofort wieder ins Kino gehen und den Film nochmal schauen.

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2 Kommentare zu “Die Tribute von Panem – The Hunger Games

  1. Der Aufstand in Distrikt 11 war so gut! Da war ich echt dankbar für, dass der eingefügt wurde.
    Für mich sahen die Mutationen auch eher aus wie Hunde, aber vielleicht wollte man auch einfach die Assoziationen mit Twilight vermeiden ;-).

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