Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Priestley, Chris
Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels
Engl. Orig.-Titel: Tales of terror from the tunnel’s mouth
Ill. von David Roberts
Berlin ; Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher, 2012
ISBN 978-3-8270-5502-6
248 S.   15,90 €

Inhalt:
Robert ist mit dem Zug auf dem Weg nach London. Die Ferien sind um und er muss ins Internat. Er findet dies viel besser, als bei seiner Stiefmutter, da er von ihr stets genervt ist. Im Zug trifft er auf eine Dame in weiß, die ihm Gruselgeschichten erzählt, als der Zug vor einem dunklen Tunnel hält.

Rezension:
Dies ist mittlerweile der dritte Band mit Schauergeschichten aus C. Priestleys Feder ist noch spannender und gruseliger als die Vorgänger.
Die Hauptgeschichte spielt um den jungen Robert, der von seiner Stiefmutter genervt und von seinem Vater enttäuscht in einem Zug sitzt, um nach London zu fahren. Dort wird er von seinem Großvater erwartet, der ihn in ein Internat bringen soll. Wie üblich kommt alles anders.
In die Hauptgeschichte weben sich kleine Gruselgeschichten, die eine Dame in weißer Kleidung erzählt. Sie sitzt Robert auf einmal gegenüber, während alle anderen Passagiere in einem seltsamen Schlaf gefallen sind. Robert will mehr über die Dame erfahren, doch sie weicht den Fragen geschickt aus.

Aufallend an den Geschichten gegenüber denen in den Vorgängern ist die gestiegende „Gruseligkeit“. Es geht diesmal viel blutiger vor sich und die Hauptgeschichte ist nicht mehr so einfach zu durchschauen. Eine Ahnung war vorhanden, wer diese Dame wohl sein mag, gerade da Robert einige Andeutungen gab, doch die Wahrheit dahinter, war eine ganz andere.

Geschichte 1 handelt von einem Jungen, der es nicht ertragen kann, dass sein Vater das Gewächshaus und die Pflanzen mehr liebt, als seine Familie. Dann bekommt er eine neue seltene Pflanze… Hier wurde allein schon durch die Zeichnung von D. Roberts viel Grusel eingebaut.

Geschichte 2 handelt von einer Insel, die beide Brüder nicht betreten sollten. Doch sie tun es und graben ein seltenes Skelett aus. Einer der beiden kann es sich nicht nehmen und baut es wieder zusammen.

Geschichte 3 erzählt von einer neuen Gouvernante, die zunächst den Kindern auf den Leim geht, aber anscheinend doch Geister sehen kann.

Geschichte 3 spielt mit dem Glauben an Feen und dass diese nicht immer nett sind. Gruselig gut beschrieben.

Geschichte 4 heißt „Der bucklige Stein“ und behandelt den Aberglauben. Nichts mehr für die jüngeren Leser, wenn zombieartige Hände aus dem Boden schießen.

Geschichte 5 lässt ein kleines Mädchen viel Angst erleiden, doch es sieht zu spät, dass jemand sie warnen wollte. Puppenspieler sind irgendwie immer fies….

Geschichte 6 erinnert mich an einen Film „Die unbarmherzigen“ Schwestern. Hier ist es nur eine Nonne, die ihre Position gnadenlos ausnutzt und dann der Rache der Schüler ausgesetzt ist.

Geschichte 7 ist im Nachinein gesehen irgendwie eklig. Ein flüsterner Junge zieht umher und tötet andere Jungen. Vorboten sind Fliegen.

Geschichte 8 erzählt von einer Familie, deren Mutter süchtig nach Umdekorierung ist. Ihr Sohn findet in seinem neuen Zimmer einen seltsamen Riss in der Wand, der sich nicht schließen lässt. Scheinbar befindet sich dahinter ein Raum und dieser ist nicht leer…..

Im letzten Kapitel findet die Hauptgeschichte dann ihren Höhepunkt, der für mich spannenste im Hinblick auf alle drei Schauergeschichten-Bände.

Zwei Personen aus den vorigen Bänden wurden auch kurz erwähnt. Einmal Onkel Montague und ein Junge, auf den ich nicht näher eingehen möchte, da ich dann die Verbindung zu Robert zu stark verraten würde.
Die meisten Charaktere lernen wir nicht genug kennen, um uns ein Urteil über sie bilden können, aber dies ist auch nicht notwendig. Durch die knisternde Spannung, die nie zur Ruhe kommt, blättern wir uns durch die Seiten, können nicht aufhören zu lesen, bis das Ende erreicht ist.

Das Cover zeigt Robert vor einem Tunnel und dahinter die Dame in weiß. Auch hier weiß man nicht genau, welche Rolle sie spielt. Drumherum sind einige Elemente aus den Geschichten zu finden, wie die Puppe oder die Hand eines Skeletts. Auf der Rückseite des Buches gibt es keine Inhaltsangabe, sonden nur den Satz „Jede Reise steckt voller Gefahren“.

Der Autor:
Chris Priestley ist nicht nur Autor der Schauergeschichten-Reihe, sondern auch Illustrator, Maler und Colorist. Er lebt in Cambridge und wurde 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Fazit:
Grusel, Spannung, Mysteriöses. Ein Pageturner, wie die Vorgänger, und viel zu schnell zu Ende. Ich will mehr!
Ich vergebe 4 1/2 Büchersterne.

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2 Kommentare zu “Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

  1. Hört sich irgendwie spannend an, auch wenn ich eigentlich nicht eins besonders großer Fan Gruselgeschichten bin 🙂
    Wenn meine Prüfungen vorbei sind, werde ich mir dieses Buch merken (oder einfach wieder auf deinen Blog schauen XD )

    • Gruselgeschichten waren auch nie so mein bevorzugtes Genre, aber Chris Priestley schreibt so gut, dass sich das Buch fast in eins „weglesen“ lässt^^

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