Die Sehnsuchtsvolle

Die Sehnsuchtsvolle Edwards, Eve
Die Sehnsuchtsvolle
Engl. Orig.-Titel: The other countess
Hamburg ; Klopp, 2012
ISBN 978-3-7817-0510-4
382 S.   16,95 €

Inhalt:
Ellie ist die Tochter des Alchimisten Hutton. Sie hat den spanischen Adelstitel ihrer Mutter geerbt, der ihr aber keine Vorteile bringt, zumal die Engländer nicht gut auf Spanier zu sprechen sind. Sie und ihr Vater wurden vom Land des Grafen von Dorset verjagt, später kehren sie aber in die Gegend zurück und sie begegnet Will, der nun der Graf ist. Er will den Alchimisten schnellstens wieder los werden, doch bald erkennt er, dass Lady Eleanor dessen Tochter ist. Es folgen einige Missverständnisse und die Frage, ob die inzwischen Verliebten jemals ihre Zeit miteinander verbringen können.

Rezension:
Die Sehnsuchtsvolle ist der erste Band der „Lacy Chronicles“, diese aber alle inhaltlich abgeschlossen sind. Hier im ersten Band spielen Ellie und Will Lacey, Duke of Dorset, die Hauprollen. Im zweiten Band wird es um Lady Jane und Wills Bruder James gehen. Ein dritter Band wird auch noch erscheinen.

Das Buch beginnt mit einem einschneidenden Erlebnis in Ellies Jugend. Der Graf von Dorset ist verarmt, angeblich durch die Forschungen des Alchimisten, worauf Will, der nach dem Tod seines Vaters plötzlich die Verantwortung übernehmen muss, Ellie und ihren Vater vom Hof verjagt.
Wenig später begegnen sich die beiden wieder, sie erkennen sich nicht mehr und wissen nicht wer der andere ist. Von da an spinnt sich das feine Pflänzchen Liebe zwischen ihnen und viele Missverständnisse und Probleme folgen.

Eve Edwards führt uns in eine glaubhafte historische Atmosphäre. Das Leben am Hofe, im Dorf und auf dem Land scheint genau so zu sein, wie damals. Sie streift während der Erzählung die Religionsfrage bzw. wie gefährlich es für Andersgläubige war. Besonders gelungen ist ihr Ellies Familie väterlicherseits, die grauenvoller nicht sein kann und das Klischee der sehr strenggläubigen Familie absolut ausfüllt. Man weiß gar nicht, wen man am meisten hasst.
Eine große Rolle spielt die zweckgebundene Heirat. Will muss eine Frau aus reichem Hause heiraten, um seine Familie und sein Gut aufrecht zu erhalten, denn im Grunde sind sie pleite. Liebe spielt hierbei keine Rolle.

Von den Charakteren her gibt es nur wenige, die ausgiebig ausgestaltet sind. Die zwei Hauptfiguren Will und Ellie, danach werden die Details über die anderen immer weniger.
Es gab nur einen Charakter, der mich überraschte. Lady Jane. Zunächst schien sie die typische zickige und hochnäsige Adelige zu sein, von der ich dachte, sie würde Ellie das Leben zur Hölle machen. Doch sie entwickelte sich zur Freundin und zeigte ganz andere Seiten.

Spannung entsteht nicht viel, die Handlung nimmt ihren Lauf und relativ schnell kann man sich denken, wie es ausgeht. Großartige Überraschungen bleiben aus und es wurde nicht gewagt große Schritte zu nehmen.
Dennoch liest sich die Geschichte relativ flüssig und man fühlt sich nicht gelangweilt.

Das mittlerweile typische Mädchencover soll die Hauptperson darstellen, doch leider sieht es Ellie überhaupt nicht ähnlich.

Die Autorin:
Eve Edwards unterrichtete englische Literaturgeschichte und arbeitete als Diplomatin bei Oxfam. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Oxford.

Fazit:
Ein an sich schön zu lesender historischer Jugendroman mit wenig Tiefen und einem vorhersehbaren Ende. Erster Teil der Lacy-Chroniken, aber in sich abgeschlossen.
Ich vergebe 3 1/2 Sterne.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s