Urbat – der verlorene Bruder

Urbat - der verlorene BruderDespain, Bree
Der verlorene Bruder
(Urbat ; 2 von 3)
Engl. Orig.-Titel: The lost saint
Berlin ; Aufbau-Verl., 2011, 1. Aufl.
ISBN 978-3-351-04141-0
443 S.   16,99 €

Inhalt:
Nachdem Grace Daniel vom Fluch des Wolfes befreit hat, lebt nun ein solcher auch in ihr. Sie meint ihn zu beherrschen, doch der Wolf will die Kontrolle übernehmen. Während Graces Dad durchs Land reist, um Jude zu finden, der dem Fluch des Wolfes erlegen ist, sondert sich Daniel mehr und mehr von Grace ab. Diese meint in Talbot einen neuen Freund gefunden zu haben, der ihr hilft den Wolf zu kontrollieren. Aber es gibt einen, dem sie nicht trauen kann…

Rezension:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir anfangs nicht leicht. Zu lange lag der erste Band zurück. Wieso hatte Grace nochmal den Fluch in sich und warum überlebte Daniel?
Nachdem ich diese Fragen geklärt hatte, konnte ich komplett in die Geschichte einsteigen.

Vornämlich dreht sich die Geschichte um die Suche nach Jude. Er ist dem Wolf in sich erlegen. Während Mr Divine seinen Sohn im ganzen Land sucht, jeder kleinsten Spur folgt, sitzt Mrs Divine resigniert vor dem Fernseher. Sie scheint nicht mehr mitzukriegen, dass sie noch drei weitere Kinder hat, die sie brauchen. So kümmern Grace und ihre Schwester Charity sich um den kleinen Bruder James. Bald darauf stellt Grace fest, dass Jude wieder in der Stadt ist und Orte aus seiner Vergangenheit aufsucht.
Desweiteren wird der Supermarkt in dem Daniel arbeitet verwüstet und bald schon rückt er in den Kreis der Verdächtigen.
Grace hat es derweil selber nicht leicht. Sie muss den Wolf in sich kontrollieren, Daniel darf sie darauf bald nicht mehr trainieren, ihre beste Freundin hat sich von ihr abgewendet und ihr Bruder ist wieder in der Stadt.
Sie meint sich um so vieles kümmern zu müssen.
Gerade als ihr verboten wird zu trainieren, erscheint der zunächst mysteriöse Talbot, der sich später als Urbat zu erkennen gibt. Er trainiert sie und will sie dazu bringen den Mondstein, der sie eigentlich vor dem Wolf in sich schützt, abzunehmen.
Sie scheint sich in ihren Gefühlen teilweise zu verwirren. Talbot ist immer da, wenn sie ihn braucht, aber Daniel kehrt ihr den Rücken zu, wo sie ihn doch das Leben rettete. Ein Akt bedingungsloser Liebe.
Die Warnungen vor Talbot schlägt sie in den Wind, selbst das „sie“ gekommen sind, auf der Suche nach Grace. Ihre Bemühungen herauszufinden, wer sie verfolgt, laufen ins Leere oder wird sie etwa absichtlich von jemandem auf die falsche Spur gelockt? Als Leser sind wir auch etwas verwirrt. Was macht Daniel? Wieso verhält sich Jude so und was können wir nun von Talbot halten und wer sind „sie“?

Die ganze Geschichte spitzt sich zu. Ein Kampf steht bevor. Ein Gegner der besiegt schien, ist lebendig und nur auf Rache aus. Das Ganze endet dann in einem fiesen Cliffhanger, der einerseits Hoffnungen bringt, aber andererseits auch Zweifel hegt.

Vom Charakter her hat sich Grace diesmal auch von ihrer negativen Seite gezeigt. Der Wolf in ihr drängt sie zu denken, wie sie jemanden verwundet oder sogar tötet. Es fällt ihr ab und an nicht leicht, ihre Gefühle zu kontrollieren. Sie reagiert vorschnell, aber gerade in der Situation mit Daniel kann man alles gut nachvollziehen. Diese Eifersucht und das immer stärker werdende Missvertrauen. Da ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie sich mit Talbot anfreundet, aber seine Annährungsversuche trotzdem ablehnt. In iher Naivität vertraut sie ihm, obwohl sie ihn erst seit Kurzem kennt. Seine Geschichte scheint wahr zu sein, aber lügen ist nicht schwer.

Das Cover ist wieder schön schlicht gehalten und die Farben aufeinander abgestimmt. Eine schöne Abwechslung zu den vielen „Mädchen-Gesichter-Covern“.

Die Autorin:
Bevor Bree Despain Jugendbücher schrieb, inszenierte sie Theaterstücke. Sie lebt mit ihrer Familie in Salt Lake City und arbeitet am letzten Band der Urbat-Trilogie.

Fazit:
Viel Gefühl und ein gemeines, trauriges Ende samt Cliffhanger.
Ich vergebe 4 Büchersterne.

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