Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

Cross, Kady (richtiger Name: Kathryn Smith)
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
München ; Heyne, 2011
Engl.-Orig.-Titel: The girl in the steel corset
ISBN 978-3-453-26740-4
368 S.     14,99 €
The Steampunk-Chronicles; 1 (von 3)
700g

Inhalt:
Finley Jayne ist auf den ersten Blick ein normales Mädchen im viktorianischen London. Sie arbeitet als Dienstmädchen, bis Lord Felix ihr zu nahe tritt.
Auf ihrer Flucht trifft sie auf den Duke Griffin King, der sie bei sich aufnimmt. Nicht nur er, sondern auch seine Freunde haben ungewöhnliche Talente. Zusammen versuchen sie Finleys Vergangenheit zu entschlüsseln und gleichzeitig den Maschinisten zu besiegen, der die Queen bedroht.

Rezension:
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett ist der erste Band der Steampunk-Chronicles. „Was ist eigentlich Steampunk?“, habe ich mich gefragt, als in einigen Blogs von diesem Genre gesprochen wurde. Irgendwas hatte ich da wohl verpasst. Um einen kurzen Überblick zu bekommen, habe ich Wikipedia zu Rate gezogen.
Das Steampunk-Genre zeichnet sich dadurch aus, dass futuristische Technologien und Entwicklungen mit Materialien aus dem viktorianischen Zeitalter (ca. 1837-1901) verbunden werden. Also z.B. ein Gerät, dass wir in der Zukunft gut kennen, welches in der besagten Zeit, mit Zahnrädern und Dampf betrieben wurde.

Die Geschichte um Finles Jayne spielt in London im viktorianischen Zeitalter. Zu Beginn wird sie von ihrem Hausherren bedroht, doch sie kann sich wehren und flieht. Hier überrascht uns die Hauptfigur schon gleich, denn man hätte nicht vermutet, dass sie so stark ist. Aber diese Stärke bereitet Finley zugleich auch sehr viel Angst. Öfters kann sie sich nicht erinnern, wo sie war und was sie getan hat. Es scheint, als gäbe es zwei Seelen in ihrem Körper.
Griffin King ist die zweite Hauptfigur der Geschichte. Er und sein Freund Sam lesen Finley von der Straße auf und nehmen sie mit in das große Herrenhaus. Wie sich herausstellt, sind Griffin und seine Freunde Sam und Emily auch besondere Menschen. Jeder von ihnen hat eine besondere Gabe. Während Sam fast nahezu aus Metall besteht, kann Emily mit Maschinen kommunizieren und erfindet allerei Gerätschaften.
Alle Charaktere, auch die Nebenfiguren, sind wunderbar beschrieben und für die Geschichte von Bedeutung. Im Verlauf der Geschichte treffen sie Entscheidungen und entwicklen sich weiter, wobei diese Entwicklungen nachvollziehbar bleiben und nicht aus der Luft gegriffen sind.

Kady Cross‘ flüssiger Schreibstil regt die Fantasie so an, dass man sich noch während des Lesens vorstellt, wie die einzelnden Geräte wohl aussehen mögen. Eine Art Computer, ein dampfbetriebendes Motorrad und und und. Alles mit Zahnrädern.
Während die Figuren rätseln, was der Maschinist vor hat, sitzt man als Leser fast auf glühenden Kohlen. Warum seht ihr das nicht?! Er will D A S machen! Warum erkennt ihr das nicht? will man am liebsten in die Geschichte schreien.

Fazit:
Das Buch hat mich positiv überrascht. Eine kleine Reise durch das London im 19. Jahrhundert mit dampfbetriebenen Maschinen, Motorrädern und anderen Gerätschaften. Liebenswürdige und wandelfähige Charaktere sowie eine Handlung, die immer wieder durch ihre Wendungen überrascht.

Ich vergebe 
4 1/2 Büchersterne.

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