Die Poison-Diaries

Wood, Maryrose : Liebe ist unheilbar
(Die Poison Diaries ; 1)
Frankfurt ; FJB, 2011
ISBN 978-3-8414-2124-1   –    14,95 €
265 S.

Inhalt:
Jessamine Luxton, 16 Jahre alt, lebt mit ihrem Vater Thomas, einem Botaniker, abgeschieden in einem ehemaligen Kloster. Wir befinden uns in einem Jahr kurz vor 1800. Ihr Vater reist in der Gegend herum und heilt die Menschen mit verschiedenen Heilpflanzen. Zudem hat er einen Garten mit Giftpflanzan angelegt, den Jessamine nicht betreten darf. Eines Tages taucht Weed bei ihnen auf, der ein noch viel größeres Wissen über Pflanzen hat, als Jesammines Vater. Dieser will sich dieses Wissen zu Eigen machen, während sich Jessamine zu Weed hingezogen fühlt.

Rezension:
Die Idee hinter dem Buch stammt von der Herzogin Jane Northumberland. In dieser Gegend in England spielt auch der Roman. Zudem hat die Herzogin auf ihrem Anwesen einen Gift- und Apothekergarten angelegt, den man besichtigen kann.

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Jessamine geschrieben, oftmals mit einem Ausschnitt aus ihrem Gartentagebuch. Je mehr man über sie erfährt, umso stärker kommt man zum Eindruck, dass sie ein sehr einsames Mädchen sein muss. Sie darf keinen Kontakt zu anderen Leuten haben, muss zuhause bleiben, sich um den Haushalt kümmern und darf auf keinen Fall den Apothekergarten ihres Vaters betreten. Dieser hält sie übrigens immer noch für ein Kind.
Thomas Luxtons Charakter ist einem von Anfang an suspekt. Für ihn dreht sich die Welt nur um die Pflanzen. Jedes Fitzelchen Wissen sammelt er. Oftmals hatte ich das Gefühl, Jessamine wäre nur eine Art Haushaltshilfe für ihn, statt seiner Tochter. Als Weed, ein Waisenjunge, in das Leben der beiden Luxtons tritt, meint man Thomas hat auch andere Seiten, doch das täuscht. Er ist neidisch auf das Wissen von Weed und versucht alles, um es zu bekommen.
Weed ist der unergründlichste Charakter von den dreien. Er spricht mit scheinbar jemandem, wenn er allein ist, verdrückt sich im Keller des Hauses und reagiert äußerst wütend, wenn jemand einer Pflanze „weh“ tut.

Die Wendung der Geschichte kommt im letzten Drittel. Jessamine erkrankt plötzlich und es geht ihr immer schlechter. Während Weed alles versucht, sie zu retten, tritt etwas Seltsames in die Geschichte ein.
Vorher war die gute Idee mit den Heil- und Giftpflanzen, die der noch in den Kinderbeinen steckenden Medizin, unter die Arme greift, in einem historisch angehauchten Roman. Aber plötzlich finden sich scheinbar fantastische Szenen im Buch. Zu seltsam waren die Dialoge zwischen der, vielleicht halluzinierenden Jessamine und dem seltsamen Prinzen. Besonders irritierend war, dass zunächst Jessamines Aussagen kursiv dargestellt waren, aber im nächsten Kapitel waren die Aussagen des Prinzen kursiv. Als Leser kommt man schon durcheinander.

Das Cover schmückt mal wieder ein Mädchengesicht. Im dunklen Grün gehalten, blickt es nach unten. Wann kommt die Zeit, in der wir mal etwas anders als ein Mädchengesicht auf dem Cover sehen?

Fazit:
Ein Jugendbuch mit interessantem Anfang, aber ziemlich abstrusen Schluss. Das wohl Schlimmste war der Erzählerwechsel. Weed schreibt Jessamines Gartentagebuch weiter und erzählt uns die Geschichte. Dazwischen Jessamines Äußerungen und ihre Fantasien. Zu viel auf einmal.
Wäre dieser Part anders gewesen, würde ich den nächsten Band auch noch lesen. So nicht.

Gute gemeinte 3 Büchersterne.

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Ein Kommentar zu “Die Poison-Diaries

  1. du glückliche! ich liebe es ja mit ner schönen daunendecke in einem kühlen zimmer zu schlafen, daran ist leider gar nicht zu denken 😀
    haha, jaaa, im primark geht’s teilweise richtig assi zu. da war ne mutti, die ihr pubertierendes kind einfach so im laden mit bh tshirts anprobieren lassen… und als das management einschreiten wollte sagte sie nur, sie sieht das anders und hat kein prob damit dass ihre tochter halbnackt hier rumsteht… o.O… aber gut, schön dass sich dein freund gefreut hat 🙂
    lg summer

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