Demon Road – Hölle & Highway

Landy, Derek
Hölle und Highway
Engl. Titel: Demon road
Bindlach ; Loewe, 2016
ISBN 978-3-7855-8508-5
477 S. – 19,95 €

Demon Road Trilogie:
Bd. 1: Hölle und Highway
Bd. 2: Desolation (ab September 2017 auf deutsch)
Bd. 3: American monsters

Inhalt:
Die 16-jährige Amber muss eines Abends feststellen, dass ihre Eltern und deren Freunde Dämonen sind und sie fressen wollen, um ihre dämonischen Kräfte wieder aufzuladen. Amber bleibt nur die Flucht…

Rezension:
Mit seiner neuen Reihe bleibt Derek Landy der Fantasy treu, bewegt sich aber diesmal auf dem Gebiet der Dämonen. Amber denkt eigentlich sie wäre ein normales, etwas pummeliges Girl, das nachmittags jobbt und Eltern hat, die sich nicht wirlich für sie interessieren.
Nun, dieses Bild wendet sich aprubt, als Amber Veränderungen an  sich feststellt und ihre Eltern sie plötzlich fressen wollen.
Ihre Eltern sind Dämonen, die schon seit Jahrzehnten ihre Kinder verspeisen, ihre Kräfte aufladen und so einen Pakt bedienen, den sie mit einem Dämon geschlossen haben.
Amber allerdings entpuppt sich als Kämpferin, flieht und entdeckt, dass auch sie ein Dämon mit besonderen Kräften ist.

Wie schon das Cover andeuten lässt, spielt ein Auto eine besondere Rolle im Buch. Man könnte sogar meinen, es ist eine der Hauptrollen. Der Wagen, ein Charger, gehört zu Milo, der Amber hilft, einen Ausweg zu finden. Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass das Auto etwas Besonderes ist. Nein, an dieser Stelle kein Spoiler. 😉

Die Geschichte wird schnell zu einem spannenden Roadtrip, der wie ich es treffend in einer anderen Rezension gelesen habe, an Supernatural erinnert. Nachdem der nervig charmante Glen zu ihnen stößt, durchfahren sie das Land auf den Demon Road, den dunklen Straßen und treten gegen finstere Dämonen an. Immer auf den Fersen sind Ambers Eltern, die nach wie vor ihr Kind essen wollen.

Derek Landy spart nicht mit Einzelheiten, im Gegenteil. Das Blut spritzt und die Bösen vergammeln von innen und alles sarkastisch humorvoll kommentiert von Amber.

Fazit:
Nach Skulduggery Pleasant haut Derek Landy wieder einen dämonischen Schmöker raus, der mit einer sarkastisch-humovollen und liebenswerten (man kann gar nicht anders, als Amber zu mögen) Hauptfigur daherkommt. In Supernatural-Manier durchstreift sie mit ihrem Gefährten die Demon Roads und kickt die Bösen ins Abseits.
Dämonischer Roadtrip.
4 1/2 Büchersterne

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Riggs, Ransom
Die Bibliothek der besonderen Kinder
Engl. Titel: Library of souls
München ; Knaur, 2016
ISBN 978-3-426-52027-7
541 S. – 14,99 €

Trilogie:
Bd. 1: Die Insel der besonderen Kinder
Bd. 2: Die Stadt der besonderen Kinder
Bd. 3: Die Bibliothek der besonderen Kinder

Inhalt:
Jacob und Emma müssen ihre Freunde retten. Aber diese werden von den Wights in einer gefährlichen Zeitschleife gefangen gehalten…

Rezension:
Im dritten und abschließenden Band der Trilogie geht es noch düsterer als in den Vorgängern zu. Die besonderen Kinder wurden geschnappt und verschleppt. Ebenso wie ihre Ymbrynes (dieses Wort werde ich wohl nie richtig schreiben können -.- ), darunter auch Miss Peregrine. Lediglich Jacob und Emma gelang die Flucht. Sie sind nun auf sich allein gestellt und auf ihnen lastet nicht weniger als die Sicherheit der Menschheit.

Der finstere Bruder von Miss Peregrine ist der Anführer der Wights und seine Pläne könnten nicht dunkler sein. Nicht weniger als die Weltherrschaft strebt er an und dazu nimmt er den Tod der Ymbrynen sowie der besonderen Kinder in Kauf.

Als Schauplatz dient eine der finstersten Zeitschleifen, in der der Abschaum aller Besonderen lebt. Diejenigen die nach Ambrosia süchtig sind und dafür alles geben würden.

Ransom Riggs hat sich für den letzten Teil noch mal ordentlich ins Zeug gelegt und scheut sich nicht die dunkelsten Begierden und den Abrund der Menschlichkeit hinaufzuholen. Jacob und Emma haben es absolut nicht leicht, ihre Freunde und die Ymbrynen leiden. Besonders Jacob wächst über sich hinaus und gibt nicht auf.

Die Geschichte wird wie bisher von zahlreichen Fotos untermalt, die Eindrücke aus der Welt der Besonderen zeigen.

Fazit:
Der finale Band der Besondere-Kinder-Trilogie beantwortet alle Fragen und schließt die Handlung rund um ab. Auch wenn das Ende etwas glattgestriegelt ist, fiebert man mit Jacob und Emma bei ihrer gefährlichen Rettungsmission mit.
4 1/2 Büchersterne

Weiblich, dynamisch, verpeilt

Guerrero, Agustina
Weiblich, dynamisch, verpeilt
mein Leben und ich
Span. Titel: Diario de una volátil
Berlin ; Insel-Verlag, 2015
ISBN 978-3-458-36099-5
16,- €

Agustina Guerrero ist Grafikdesignerin sowie Illustratorin und hat mit ihrem Blog Diario de una volátil einen Riesenerfolg gefeiert.
In ihrer Graphic Novel schafft sie es absolut treffend Alltagsdinge und Situationen darzustellen, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Ob es Unpünktlichkeit von anderen ist oder die ersten Zeichen dass man alt wird oder die ewige Suche nach dem Handy.
Es macht wirklich Spaß sich durch das Buch zu blättern und wissend zu schmunzeln, wenn man sich bei der einen oder anderen Situation wiedererkennt.

Ein weiteres Buch ist bereits auf Spanisch erschienen, möge man hoffen, dass es auch auf Deutsch veröffentlicht wird.
4,5 Büchersterne