Die 100 – Rebellion

Morgan, Kass
Rebellion
Engl. Titel:  Rebellion
München ; Heyne, 2017
ISBN 978-3-453-27140-1
267 S. – 12,99 €

The 100-Tetralogie:
Bd. 1: Die 100
Bd. 2: Tag 21
Bd. 3: Heimkehr
Bd. 4: Rebellion

Inhalt:
Die Überlebenden der ursprünglichen 100 Jugendlichen haben sich mit den „Schiffbrüchigen“ aus dem All sowie den Dorfbewohner der Erdlinge zusammengerauft und ein Alltagsleben erschaffen. Plötzlich werden sie von einer Sekte überfallen, die nicht nur Einwohner entführt sondern auch ihre Winterworräte stehlen…

Rezension:
Ehrlich gesagt, war ich echt überrascht, als es hieß, dass ein vierter Band kommen sollte, da die 100 eine Trilogie sein sollte. Ich meine es stand auch im dritten Teil, aber dieser liegt mir nicht mehr vor.
Die Geschichte war für mich im Grunde vorbei und das Ende war relativ offen gehalten sodass man als Leser durchaus selber entscheiden konnte, wie die Geschichte weiter geht.

Jetzt im vierten Band hat die Autorin die Sekte der „Beschützer“ hervorgeholt, die andere Stämme und Gruppierungen observiert, überfällt, ausraubt und für „geeignet“ befundene Menschen entführt, damit diese die Sekte vergrößern.
Für mich ist dieses Buch, mit der großen Schrift, einfach zu kurz um so ein heikles Thema wie Sekten ausreichend zu behandeln. Anhand der Anführerin kann die Autorin zwar zeigen, wie manipulativ diese ist und wie leicht bestimmte Menschen darauf reagieren, aber es läuft alles zu glatt und zu einfach.
Die Reihe um die 100 war von Anfang an dadurch kennzeichnend, dass sie schnell zu lesen war, Konflikte immer gelöst wurden und auf irgendeine Weise ein Happy End für bestimmte Figuren (Bellamy & Clarke…..) eintrat.

Mich erinnerte die ganze Sekten-Geschichte an die dritte Staffel der TV-Serie, als immer mehr Menschen den Chip intus hatten. Es beschleichte einen schon der Gedanke, dass dieses Buch einzig dadurch zustande kam, da die TV-Serie so gut läuft. Wobei man hier ganz klar sagen muss, dass Handlung und Personen wirklich weit von dem aus dem Buch entfernt liegen.

Fazit:
Der vierte Band war einfach nicht nötig und als Kenner der Buch- sowie TV-Serie kommt er an seine literarischen Vorgängern nicht ran. Alles viel zu einfach, zu konstruiert, zu perfekt verlaufend.
3 Büchersterne

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Höllennacht in Desolation Hill

Landy, Derek
Höllennacht in Desolation Hill
Engl. Titel: Desolation
Bindlach ; Loewe, 2017
ISBN 978-3-7855-8509-2
445 S. – 19,95 €

 

Demon Road Trilogie:
Bd. 1: Hölle und Highway
Bd. 2: Desolation Hill
Bd. 3: American monsters (März 2018 auf Dt.)

Inhalt:
Amber und Milo sind auf dem Weg nach Desolation Hill, dem einzigen Ort an dem der Leuchtende Dämon sie nicht finden kann. Doch dort angekommen, ergeben sich eine Reihe weiterer Probleme…

Rezension:
Derek Landy macht mit seiner Dämonen-Trilogie da weiter wo er im ersten Band aufhörte. Um dem Leuchtenden Dämon und seinen Höllenhunden (wirklich fiese Gestalten) zu entkommen, rasen Amber und Milo in dessen Charger in Richtung Alaska ins einsame Örtchen Desolation Hill.
Der Ort wird von einer Barriere umschlossen, der es dem Leuchtenden Dämon sowie den Höllenhunden unmöglich macht, in den Ort zu gelangen.
So weit so gut. Aber das wäre ja alles zu einfach. Die Bewohner wollen die Neuankömmlinge nicht, denn das jährliche Fest steht bevor und da dürfen keine Fremden dran teilnehmen. Denn die Höllennacht ist genau das, was man sich darunter vorstellen kann.

Als Autor lässt Landy seine Charaktere immer wieder vor teils unüberwindbaren Probleme stehen. Wie im  ersten Band wird es blutig, es gibt Verletzte, Tote, viel Sarkasmus und witzige Dialoge.
Amber bleibt sich treu, akzeptiert die Dämonenseite, aber lässt sich nicht vom Bösen einnehmen. Daher ist es auch verständlich, dass sie die Grundlage der Barriere von Desolation Hill stoppen will, auch wenn es bedeutet, dass sie dem Leuchtenden Dämon nicht entkommen kann.

Auch wenn der Roadtrip durch den Aufenthalt in Desolation Hill unterbrochen ist, bleibt es actiongeladen. Die Figuren kommen nicht zur Ruhe. Amber und Milo finden einige Unterstützer in Form von Jägern, aber sie werden von einem bösen Dämon zum nächsten gejagt. Und wer glaubt, er hat den einen besiegt, begegnet gleich darauf dem nächsten.

Und ganz speziell das Ende macht einen sehr neugierig auf den dritten und finalen Band.

4 1/2 Büchersterne

Lesestatistik September

Gelesen:

Angefangen:

Morgan, Kass: The 100 – Rebellion

Abgebrochen:

Die drei ??? – Im Bann des Dämonen

Die drei ??? und der unsichtbare Passagier
Abgebrochen, weil ich das gleiche Gefühl wie einer der drei Detektive hatte, dass Justus, auch wenn er am Ende Recht hatte, anstatt mal auszuspannen, unbedingt einen Fall lösen wollte.

Gekauft:

Manga:
Momomo: Gohic Angel
Aoki: Beasts of Abigaile 1

Ewig – Wenn Liebe entflammt

Thomas, Rhiannon
Wenn Liebe entflammt
Engl. Titel: Kingdom of ashes
Frankfurt am Main; Sauerländer, 2017
ISBN 978-3-7373-5470-7
415 S. – 16,99 €

Ewig-Dilogie:
Bd. 1: Wenn Liebe erwacht
Bd. 2: Wenn Liebe entflammt

Inhalt:
Aurora ist auf der Flucht vor den Soldaten des Königs. Sie nimmt Finnegans Angebot an und versteckt sich in Vanhelm. Hier will sie ihre Macht ergründen und ihr Land von König John befreien. Doch die Hexe Celestine hat andere Pläne…

Rezension:
Band zwei der Ewig-Dilogie ist so ganz anders, als erwartet. Es dreht sich immer noch alles um Aurora, die wiedererwachte Prinzessin von Alyssinia. Entgegen des uns bekannten Märchens hat sie sich gegen den Prinzen entschieden, da er für sie nicht die große Liebe ist. Doch der machtgierige König hat Aurora zur Hochstaplerin ernannt und schürt den Hass im Land.
So bleibt ihr nichs anderes übrig, als zu Prinz Finnegan nach Vanhelm zu flüchten.

Und genau hier nimmt die Geschichte eine 180°-Wendung. Das eigentlich Vanhelm wurde von Drachen nahezu ausgelöscht. Die Insel ist oberflächlich ein einziges Fleckchen Asche. Das neue Vanhelm ist deutlich kleiner und im Grunde nicht mehr als eine Stadt. Die Menschen sind Fremden nicht wohlwollend, da mehr Menschen auch mehr Platz und Essen brauchen.
Prinz Finnegan unterstützt Aurora bei den Recherchen über ihre Vergangenheit, ihrer Magie und des Fluches.
Dabei werden die Drachen im Bezug auf die Magie immer weiter in den Fokus gestellt. Es zeigt sich, dass Aurora die Macht hat  nicht nur mit ihnen zu kommunizieren, sondern sie scheinbar auch zu kontrollieren.

Der weitere Handlungsverlauf basiert leider nur noch darauf, Auroras Macht zu stärken und die Drachen unter Kontrolle zu bringen.
Es war langatmig und es fühlte sich an, als tritt man nur von der einen auf die andere Stelle. Erst zum Ende hing, kam wieder Spannung auf und auch die Szenen mit Celestine waren jetzt nicht wirklich das Wahre.
Schade.

Fazit:
3 Büchersterne